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CO2 sparen im Alltag – 10 Tipps für einen besseren CO2-Fußabruck

CO2 sparen im Alltag – 10 Tipps, um deinen CO2-Fußabdruck klimafreundlich zu reduzieren

Du willst im Alltag CO2 sparen und deinen CO2-Fußabdruck reduzieren? Dann bist du hier genau richtig! Der Klimawandel zählt zu den größten Problemen unserer Zeit. Da wir Menschen durch unsere Treibhausgas-Emissionen selbst maßgeblich dazu beitragen, kommen wir nicht einher, unsere Lebensweise und unser Verhalten anzupassen.

Global betrachtet, entstanden im Jahr 2021 4,7 Tonnen CO2-Emissionen pro Erdbewohner. In der Industrienation Deutschland liegt der Pro-Kopf-Ausstoß von Kohlendioxid im gleichen Zeitraum sogar bei 8,09 Tonnen.₁ Das Klimabudget, das jedem Menschen auf dieser Erde jährlich maximal zustünde, um das 1,5-Grad-Ziel aus dem Übereinkommen von Paris zu erreichen, liegt allerdings bei etwa 1,5 Tonnen.

Das klingt nach einer echten Herkulesaufgabe! Doch tatsächlich stehen uns unzählige Möglichkeiten zur Verfügung, um unser leben klimafreundlicher zu gestalten.

In diesem Artikel möchte ich dir deshalb jetzt die besten Tipps dafür an die Hand geben, wie du in deinem eigenen Alltag CO2 einsparen und einen echten Unterschied fürs Klima machen kannst. Vorher lernst du auch noch alle Motive und einige Maßnahmen aus der Politik kennen. Auf geht's!

Vorab findest du hier schon eine kurze Übersicht über den Beitrag:

Motive: Warum sollte man überhaupt CO2 sparen?

Warum sollten wir Menschen unseren CO2-Fußabdruck reduzieren?

Für ein hohes Maß an Motivation – und da das Klimaproblem für viele nicht so richtig greifbar ist – möchte ich dir hier unbedingt die Gründe für CO2-Sparmaßnahmen erläutern. Vorab muss ich aber direkt mit zwei Missverständnissen und Gegenargumenten aufräumen, die ich häufig zu hören bekomme.

Irrtum #1: „Wir Deutschen haben kaum Einfluss aufs Klima“

Deutschland hat zwar „nur“ einen Anteil von zwei Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen – doch beim Blick auf den Pro-Kopf-Verbrauch stehen wir im weltweiten Ländervergleich als einer der größten Klimasünder dar. Außerdem war es noch nie besonders smart, die Schuld auf andere abzuschieben, um sich selbst nicht anpassen und verändern müssen.

Irrtum #2: „CO2-Ausgleich reicht doch“

Man könnte auch einfach die eigenen CO2-Emissionen kompensieren – zum Beispiel durch eine Spende an eine Klimaschutzorganisation. Die Einstellung ist grundsätzlich sehr lobenswert. Wesentlich umwelt- und klimafreundlicher ist es allerdings, wenn sie gar nicht erst entstehen.

Die wichtigsten Vorteile und Gründe im Überblick

Die Motive, warum wir nachhaltig leben und CO2 sparen sollten, sind vielfältig und eng miteinander verbunden. An vorderster Front steht vor allem der Klimaschutz, da die globale Erwärmung schwerwiegende Folgen für alle Bereiche des Lebens auf der Erde mit sich bringt. Denn der anthropogene Treibhauseffekt (durch menschengemachte, klimaschädliche Gase wie eben CO2) trägt entscheidend dazu bei, dass sich unser Planet zunehmend erhitzt. Heute misst man rund 40 Prozent mehr CO2 in der Atmosphäre als noch zu Beginn des Industriezeitalters.₂

„Wir gehen mit dieser Welt um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum.“

Jane Fonda (mehr unter Klimaschutz Zitate)

Durch die Reduzierung unserer CO2-Emissionen können wir einen direkten Beitrag zum Klimaschutz leisten und das Ausmaß der Erderwärmung und ihre Folgen für unser eigenes Leben begrenzen.

Hier habe ich dir die wichtigsten Vorteile der Maßnahmen zur CO2-Einsparung einmal übersichtlich zusammengestellt:

  • Umweltschutz: Ökosysteme bleiben im Gleichgewicht und auch das Umweltproblem des Artensterbens nimmt ab, da sich die Erde weniger schnell aufheizt.
  • Gesundheit: Weniger CO2 bedeutet in den meisten Fällen auch weniger Luftverschmutzung und damit bessere Voraussetzung dafür, langfristig gesund zu bleiben. Auch die zunehmende Hitze und die steigende Wahrscheinlichkeit für folgenschwere Extremwetter sind eine große Bedrohung unserer Gesundheit.
  • Respekt: Das CO2-Sparen ist auch eine respektvolle Geste gegenüber den Menschen, die bereits heute (zum Beispiel durch den steigenden Meeresspiegel) massiv unter dem Klimawandel leiden.
  • Ressourcenschonung: Viele Maßnahmen zur CO2-Einsparung führen auch zu einem geringeren Verbrauch von natürlichen Ressourcen, sodass die Schätze des Planeten auch für zukünftige Generationen bewahrt werden können.
  • Wirtschaftlichkeit: Klimaneutrale oder CO2-sparende Maßnahmen und Produkte sind langfristig betrachtet im Regelfall günstiger und wirtschaftlicher – ob aus Sicht der Unternehmen oder der privaten Haushalte. Zudem wird auch gezielt die lokale Wirtschaft gefördert.

Zusammengefasst, trägt die Reduzierung des CO2-Fußabdrucks zu einem nachhaltigeren, gesünderen und gerechteren Planeten bei. Es ist eine Win-Win-Win-Situation für dich, die Gemeinschaft und die Erde.

Politik: Welche Klimaschutz-Maßnahmen werden in der Europäischen Union und in Deutschland umgesetzt?

Maßnahmen zur CO2-Einsparungen auf europäischer Ebene

Auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität verfolgen die EU und Deutschland klare Ziele. Im Vergleich zu 1990 sollen in Deutschland 65 Prozent der ausgestoßenen Treibhausgase bis zum Jahr 2030 eingespart werden – bis 2040 sogar 88 Prozent. Im Jahr 2045 soll unser Land dann klimaneutral sein. Dafür wurde das sogenannte Klimaschutzgesetz verabschiedet.

Auf EU-Ebene stellt das europäische Klimagesetz die Grundlage, um das Klimaziel der Europäischen Union, die eigenen Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken, zu erreichen – und um bis 2050 Klimaneutralität zu erzielen.₃

Das „Fit for 55-Paket“

Das sogenannte „Fit for 55-Paket“ hat seinen Namen von der eben genannten Zielvorgabe der EU und umfasst Vorschläge zur Überarbeitung und Aktualisierung der EU-Rechtsvorschriften. Es macht klare Vorgaben und gibt die folgenden Ziele und Maßnahmen₄ vor:

  • EU-Emissionshandelssystem: Eine Art CO2-Markt, durch den die Emissionen in der EU seit Einführung im Jahr 2005 bereits um 41 Prozent zurückgegangen sind.
  • Klima-Sozialfonds: Er soll die sozialen und verteilungspolitischen Auswirkungen des Emissionshandels auf den Gebäude und Verkehrssektor auffangen. 
  • CO2-Grenzausgleichssystem (CBAM): Dadurch soll verhindert werden, dass die Wirkung der Maßnahmen zur CO2-Einsparung in der EU nicht verpufft. Das könnte zum Beispiel bei der Auslagerung der Produktion in Nicht-EU-Staaten mit geringen Klimaschutzvorgaben der Fall sein.
  • Emissionsreduktionsziele der Mitgliedstaaten: Jedes Land in der EU hat sich an diese verbindlichen Zielvorgaben für die jährliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu halten.
  • LULUCF-Verordnung: Für den Abbau der Treibhausgasemissionen aus Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft.
  • Verordnung über CO₂-Normen: Der Verkehrssektor verursacht rund ein Fünftel der Emissionen in Deutschland – Tendenz steigend. Diese Verordnung dreht sich daher vor allem um Vorgaben im Bereich Mobilität. Ein erheblicher Teil dieser Emissionen geht auf Nutzfahrzeuge zurück. Alternative Antriebe und Kraftstoffe sowie neue Technologien für LKW sind daher ein wichtiges Vorhaben im Klimaschutzprogramm 2030 der deutschen Bundesregierung.
  • Überarbeitete Erneuerbare-Energien-Richtlinie: Bis 2030 soll in der EU mindestens 40 Prozent des Gesamtenergiemix aus erneuerbaren Quellen stammen.
  • Energieeffizienz: Im Vergleich zu Prognosen aus 2020 soll eine Senkung des Endenergieverbrauchs auf EU-Ebene um 11,7 Prozent bis zum Jahr 2030 stattfinden. Außerdem sollen bis 2030 alle neuen Gebäude sogenannte Nullemissionsgebäude sein.
  • Wasserstoffmarkt und den dekarbonisierten Gasmarkt: Hier soll der CO2-Fußabdruck des Gasmarkts sukzessive reduziert werden.
  • Energiebesteuerung: Angepasst an die Energie-, Umwelt- und Klimapolitik der EU, sollen unter anderem neue Kapazitäten zur Einnahmengenerierung für die Haushalte der Mitgliedstaaten geschaffen werden.

Wie realistisch sind die Zielsetzungen und wie wirkungsvoll die Maßnahmen?

Nach Einschätzungen des Europäischen Rechnungshofes wird die Europäische Union ihre CO2-Einsparziele trotz aller Zielsetzungen und Maßnahmen allerdings verfehlen. Im Sonderbericht der Behörde wurde auch explizit Deutschland kritisiert, da die eigenen Treibhausgasziele für 2020 nicht eigenständig erreicht wurden.

Im Zeitraum von 2013 bis 2020 musste Deutschland rund 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent an Zuweisungen für Treibhausgasemissionen von anderen EU-Ländern erwerben, die ihre Ziele sogar übertroffen hatten.₅

10 Tipps: Wie kann jeder von uns den eigenen CO2-Fußabdruck reduzieren?

Der Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck pro Kopf in Deutschland (2022)
Der Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck pro Kopf in Deutschland (2022) | Quelle: Umweltbundesamt

Viele Menschen sehen die Politik in der Verantwortung – und das ist auch grundsätzlich richtig, da sie die Rahmenbedingungen für eine nachhaltigere Lebensweise vorgibt. Doch natürlich trägt die Politik sie nicht allein – und abgesehen davon werden die (Zwischen-)Ziele scheinbar nicht einmal erreicht. Es liegt also vor allem auch an uns Verbraucher:innen – nicht zuletzt, da unsere Nachfrage nach klimafreundlichen Alternativen das Angebot der Wirtschaft bestimmt.

Lass uns also genauer betrachten, was jeder von uns im Alltag zur CO2-Einsparung tun kann! Jede kleine Veränderung kann dabei schon einen großen Unterschied machen. Nutze jetzt die folgenden Tipps und Ideen, um deinen CO2-Fußabdruck zu verringern und einen positiven Beitrag für unseren Planeten zu leisten.

Auch hier habe ich dir wieder eine kleine Übersicht vorbereitet:

  1. Warmwasser reduzieren
  2. Heizenergie sparen
  3. Ökostrom nutzen und Strom sparen
  4. Möglichst Bus, Bahn und Fahrrad dem Auto und dem Flieger vorziehen
  5. Elektroauto dem Verbrenner vorziehen und ökologisch nutzen
  6. Gebäude modernisieren
  7. Biologisch, regional, saisonal und pflanzlich ernähren
  8. Müll und Ressourcenverschwendung vermeiden
  9. Bewusst konsumieren
  10. Aktiv werden für den Klimaschutz

Hinweis: Wenn es sich anbietet, werde ich dir jeweils auch noch konkretere Tipps und weiterführende Blogbeiträge verlinken.

1. Warmwasser reduzieren

Weniger heizen und Warmwasser reduzieren um CO2-Verbrauch zu minimieren

Laut Umweltbundesamt sind für Bereitstellung von Warmwasser in deutschen Haushalten durchschnittlich rund zwölf Prozent des gesamten Energieverbrauchs notwendig. Warmes Wasser zum Duschen oder für ein gemütliches Schaumbad wirkt sich also deutlich auf den eigenen CO2-Fußabdruck aus.

Um deinen (Warm-)Wasserverbrauch zu reduzieren kannst du beispielsweise kürzer und kälter duschen, das Wasser beim Zähneputzen abstellen, einen Wasserspar-Duschkopf installieren und die Waschmaschine nur dann anstellen, wenn sie wirklich voll ist. Durch diese Maßnahmen kannst du jedes Jahr durchaus 400-600 Kilogramm CO2 sparen.

2. Heizenergie sparen

Wenn du möglichst klimaneutral leben und deinen CO2-Ausstoß minimieren möchtest, solltest du dich auch über die effiziente und nachhaltige Nutzung von Heizenergie informieren.

Zum einen gilt es dabei zu beachten, welche Technik deine Räume und das Wasser erhitzt. Die Wärmegewinnung durch eine Erdwärmepumpe zählt dahingehend zu den nachhaltigsten Technologien – ganz im Gegensatz zu Öl- oder Gasheizungen.

Zum anderen hast du auch bei älterer Haustechnik immer noch die Möglichkeit, bewusst Heizenergie und damit Heizkosten und CO2 einzusparen.

Achte zum Beispiel darauf, die Raumtemperatur nicht unnötig hoch zu halten und trage stattdessen warme Kleidung. Lüfte deine Räume kurz und stoßweise, anstatt die Fenster den ganzen Tag auf Kipp zu stellen, damit die Wärme im Raum bleibt. Des Weiteren solltest du nur Räume heizen, die wirklich warm sein müssen, weil du dich darin aufhältst. Auch so hast du durchaus die Chance, jedes Jahr bis zu 600 Kilogramm CO2 einzusparen.

3. Ökostrom nutzen und Strom sparen

Die Basis für eine klimafreundliche Nutzung der Technik bei dir zu Hause legst du durch einen Wechsel zu einem Ökostrom-Anbieter*. Schließlich stammt dein Strom dann aus regenerativen Energiequellen, wie Wind-, Solar- oder Wasserkraft.

Darüber hinaus solltest du natürlich generell auf einen sparsamen Umgang mit dem zur Verfügung stehenden Strom achten. Schalte zum Beispiel alle deine Geräte vollständig aus, statt sie im Standby-Modus zu lassen. Bevorzuge außerdem möglichst energieeffiziente Technik (z.B. Kühlschrank, Fernseher, Waschmaschine und Beleuchtung), wenn du die Möglichkeit dazu hast.

Auch Zeitschaltuhren, Bewegungsmelder, das Wäschetrocknen auf der Leine statt im Trockner, sowie das Kochen mit Deckel, können dir dabei helfen, im Haushalt Energie und damit auch CO2 einzusparen.

4. Möglichst Bus, Bahn und Fahrrad dem Auto und dem Flieger vorziehen

Bahn und Fahrrad statt Auto und Flieger benutzen, um CO2-Fußabdruck zu reduzieren

Der Transportsektor ist einer der größten CO2-Verursacher. Überlege dir in deinem Alltag daher genau, ob eine bestimmte Autofahrt oder ein bestimmter Kurzflug absolut notwendig ist. Nutze – wann immer möglich – öffentliche Verkehrsmittel, das Fahrrad oder gehe zu Fuß.

Für etwas längere Strecken (zum Beispiel bei einer möglichst nachhaltigen Reise) sind Zugfahrten in vielen Fällen eine nicht nur klimafreundlichere, sondern auch entspanntere Alternative zum Flug.

Manchmal lassen sich Fahrten aber auch ganz vermeiden! Zum Beispiel, wenn du emissionsarm und umweltfreundlich im Homeoffice arbeitest – oder ein Meeting mit Geschäftspartner:innen online durchführst, anstatt die Reise zu ihnen anzutreten. Nebenbei gewinnst du dadurch auch noch sehr viel Zeit im Alltag für eine bessere Work-Life-Balance.

Tipp: Passend dazu habe ich dir einen Artikel über „nachhaltige Schamgefühle“ geschrieben, in dem es auch um die Flugscham geht. Viele Menschen verzichten nämlich schon deshalb aufs Fliegen, weil sie ein schlechtes Gewissen plagt, wenn sie mit dem Flugzeug Unmengen an Treibhausgasen in die Erdatmosphäre blasen.

5. Elektroauto dem Verbrenner vorziehen und ökologisch nutzen

Extrem nachhaltig ist es, gar kein Auto zu benutzen. Wenn du jedoch auf ein Auto angewiesen bist, solltest du nach Möglichkeit den größten Vorteil des Elektroautos nutzen: wenn es mit Strom aus erneuerbaren Quellen geladen wird, fährt es emissionsfrei. So kannst du deine CO2-Emissionen über viele Jahre verringern. Bedenke aber, dass auch die Produktion des Wagens CO2-Emissionen verursacht, weshalb es wichtig ist, ein Auto möglichst lange zu nutzen.

Grundsätzlich sollte ein klimafreundliches Auto auf jeden Fall möglichst klein, leicht und sparsam sein. Falls du bereits einen Benziner oder einen Diesel besitzt oder dir gerade einen gebrauchten Verbrenner zugelegt hast, lässt sich deine CO-Bilanz aber auch durch einen nachhaltigen Fahrstil und die effiziente Nutzung wesentlich verbessern.

Bilde zum Beispiel Fahrgemeinschaften mit Kolleg:innen, nutze Carsharing-Angebote, schalte das Auto im Stillstand aus, reduziere sein Gewicht so gut es geht und versuche, möglichst viele Erledigungen des Alltags mit einer Fahrt zu verbinden.

Tipp: Du willst mehr Klimaschutz im Alltag praktizieren? Dann schau dir jetzt gerne auch den weiterführenden Artikel über den nachhaltigen Weg zur Arbeit an.

6. Gebäude modernisieren

Durch eine energetische Sanierung kannst du dafür sorgen, dass dein Eigenheim oder deine Mietwohnung in den nächsten Jahrzehnten energieeffizienter wird und wesentlich weniger Wärmeenergie verloren geht. Eine nachhaltige Wärmedämmung, moderne Fenster oder effiziente Heizungssysteme können da einen echten Unterschied machen.

Als Eigentümer:in profitierst du sogar noch von staatlichen Förderungen. Und auch als Mieter:in kannst du deine Vermieter:innen durchaus davon überzeugen, klimafreundliche Modernisierungsmaßnahmen umzusetzen. Zum Beispiel mit dem Argument, dass die Mietwohnung auf Dauer attraktiv für Mieter:innen bleibt, da Heizkosten eingespart werden können.

7. Biologisch, regional, saisonal und pflanzlich ernähren

Biologische, pflanzliche Ernährung ist klimafreundlich

Der ökologische Fußabdruck von tierischen Lebensmitteln (z.B. Fleisch, Butter oder Eier) ist wirklich massiv. Um ein Kilogramm Bio-Rindfleisch zu erzeugen, sind zum Beispiel 21,7 Kilogramm CO2-Äquivalent notwendig.₆ Kein Wunder, da die Tiere schließlich gefüttert und gehalten werden müssen – und da Wiederkäuer große Mengen des klimaschädlichen Gases Methan ausstoßen.

Wesentlich umweltfreundlicher ist es also natürlich, die angebauten Pflanzen direkt zu verzehren. Fleischesser:innen, die den Umstieg zur veganen Ernährung meistern, können durchaus mehr als eine Tonne CO2 im Jahr einsparen.

Versuche dafür grundsätzlich, möglichst pflanzliche, biologische und saisonale Lebensmittel aus regionaler, ökologischer Landwirtschaft zu bevorzugen. Kurze Transportwege, kein ressourcenintensiver „Umweg über das Tier“, der Anbau ohne energieintensive Gewächshäuser, aber auch der Verzicht auf synthetische Düngemittel und Pestizide, lässt den CO2-Ausstoß für deine Mahlzeiten drastisch sinken.

Tipp: Der Tier- und Klimaschutz zählt zu meinen persönlichen Gründen dafür, dass ich vegan lebe. Im vereinten Artikel erfährst du, was mich noch dazu motiviert.

8. Müll und Ressourcenverschwendung vermeiden

Allein bei der Herstellung und Verbrennung von nur einer Tonne Plastik fallen etwa fünf Tonnen CO2-Emissionen an.₇ Wenn du also weniger Kohlenstoffdioxid in deinem Leben verbrauchen willst, solltest du den Zero Waste Lebensstil adaptieren und versuchen, möglichst wenig Müll zu produzieren.

Ersetze Einwegalternativen durch Mehrwegprodukte (z.B. Plastikstrohhalme durch Glasstrohhalme*), bevorzuge Recycling-Produkte, versuche Gegenstände möglichst lange zu verwenden, kaufe Lebensmittel unverpackt und versuche, möglichst keine Lebensmittel mehr wegzuschmeißen. So schonst du jeden Tag die Ressourcen der Erde.

9. Bewusst konsumieren

Grundsätzlich gilt es, einen ressourcenintensiven Neukauf zu vermeiden und minimalistisch zu leben, wenn du weniger CO2 ausstoßen willst.

Überlege dir bei jedem potentiellen Kauf, ob du das Produkt wirklich brauchst – und falls ja, ob es nicht noch eine nachhaltigere Alternative gibt. Da fällt mir zum Beispiel immer direkt der Gebrauchtkauf über Kleinanzeigen oder im Second-Hand-Laden ein. Auch das Ausleihen von Gebrauchsgegenständen bietet sich an.

Und wenn du doch mal etwas neu kaufst: Vermeide Impulskäufe und investiere lieber wohlüberlegt in hochwertige, langlebige Produkte, die du dann gut behandelst und pflegst. Das ist vor allem im Bereich der Mode unglaublich wichtig. Umgehe außerdem Importwaren aus dem Ausland beim nachhaltigen Online-Shopping, um lange, CO2-intensive Transportwege zu vermeiden.

10. Aktiv werden für den Klimaschutz

Aktiv für den Klimaschutz und einen besseren CO2-Fußabdruck

Als einzelne Individuen können wir im eigenen Alltag viel tun – doch ganz allein können wir das Klima natürlich nicht retten! Um den eigenen Impact zu vertausendfachen, solltest du deshalb nach Möglichkeit auch auf gesellschaftlicher Ebene für den Klimaschutz eintreten.

Gehe mit gutem Beispiel voran! Informiere andere über die Gründe und Möglichkeiten zur CO2-Einsparung, nimm an Demonstrationen teil, unterstütze Umweltorganisationen und starte Petitionen, um Missstände aufzudecken und zu verändern. Jede Stimme zählt und kann dazu beitragen, dass Politik und Wirtschaft stärker auf den Klimaschutz ausgerichtet werden.

Tipp: Sprich auch mit deinen Freunden und im Familienkreis über die Problematik und die Chancen, aktiv CO2 einzusparen. Wie du zum Beispiel deine Eltern für Nachhaltigkeit begeisterst, erläutere ich dir in einem separaten Blogartikel.

CO2 sparen: Tipps nutzen, um deinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren

Ob pflanzliche Ernährung, öffentliche Verkehrsmittel, das Energiesparen oder die Müllvermeidung – nun weißt du, wie du im Alltag CO2 sparen kannst. Versuche das Wissen aus diesem Artikel einfach Schritt für Schritt in die Tat umzusetzen, damit auch deine Kinder und Enkelkinder – und alle zukünftigen Generationen – das Leben auf der Erde genießen können.

„Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören?“

Dalai Lama (mehr unter Umweltschutz Zitate)

Vergiss aber bitte nicht, dass der Weg zu einer möglichst kohlenstoffarmen, klimaneutralen Lebensweise ein Marathon und kein Sprint ist – niemand erwartet, dass du alle Tipps auf einmal perfekt umsetzt.

Abschließend habe ich hier noch einige weiterführe Blogartikel, die deinen Alltag noch umweltfreundlicher machen könnten:

Ich hoffe wirklich sehr, dass dir meine Tipps zum CO2-Sparen weiterhelfen und dass du dem klimafreundlichen Lebensstil jeden Tag ein kleines Stückchen näher kommst. Hast du Fragen, Anregungen oder weitere Tipps, um den CO2-Fußabdruck zu reduzieren? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

Bleib‘ nachhaltig,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS: Nicht nur dein Konsumverhalten prägt die Welt von morgen! Auch durch eine bewusste und nachhaltige Geldanlage kannst du mit jedem Cent dafür sorgen, dass sich unsere Lebensweise gerechter, fairer und umweltfreundlicher entwickelt. Wie das funktioniert, erläutere ich dir im verlinkten Blogbeitrag.

Quellenangaben:

₁ IEA; Global Carbon Atlas: Energiebedingte CO2-Emissionen pro Kopf weltweit nach ausgewählten Ländern im Jahr 2021 (Stand: September 2022), abrufbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167877/umfrage/co-emissionen-nach-laendern-je-einwohner. [28.06.2023].

₂ Stiftung myclimate: Was ist der Treibhauseffekt? (Stand: 01.03.2022), abrufbar unter https://www.myclimate.org/de/informieren/faq/faq-detail/was-ist-der-treibhauseffekt. [28.06.2023].

₃ Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: Europäisches Klimagesetz (EU) 2021/1119, abrufbar unter https://www.umweltpakt.bayern.de/energie_klima/recht/eu/455/europaeisches-klimagesetz-eu-20211119. [28.06.2023].

₄ Europäischer Rat: „Fit für 55“, abrufbar unter https://www.consilium.europa.eu/de/policies/green-deal/fit-for-55-the-eu-plan-for-a-green-transition. [28.06.2023].

₅ ZEIT Online: Klimaschutz – Europäischer Rechnungshof zweifelt an Erreichen der EU-Klimaziele (Stand: 26.06.2023), abrufbar unter https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-06/eu-rechnungshof-klimaziele-treibhausgasemissionen. [28.06.2023].

₆ Efeu (2020): Ökologischer Fußabdruck von Fleisch, Fisch und Fleischalternativen in Deutschland im Jahr 2019, abrufbar unter https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1197941/umfrage/co2-fussabdruck-von-fleisch-fisch-und-fleischalternativen-in-deutschland. [28.06.2023].

₇ P. Jasper: Auf dem Weg zur Klimaneutralität: Plastikrecycling muss stärker in den Fokus rücken (Stand: 30.06.2021), abrufbar unter https://www.diw.de/de/diw_01.c.820601.de/auf_dem_weg_zur_klimaneutralitaet__plastikrecycling_muss_staerker_in_den_fokus_ruecken.html. [28.06.2023].

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Christoph Schulz

Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.

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