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Klimabudget – Alles über das globale und persönliche CO2-Budget

Globales und Persönliches Klimabudget - Was ist das?

Was ist das Klimabudget? So viel sei schon einmal gesagt: es ist eins der besten Waffen im Kampf gegen die globale Erwärmung, den wir gewinnen müssen. Die klimabezogenen Katastrophen mehren sich bereits heute – das arktische Meereis schmilzt, Arten sterben aus, Menschen verdursten, Pandemien verbreiten sich. Und wir sehnen uns nach Normalität – dabei ist es unsere Vorstellung von „Normalem“, die die Wurzel der Umweltprobleme unserer Zeit ist. Wir müssen unser Verhalten ändern und eine neue Normalität definieren. Jedes Zehntel-Grad, dass sich unser Planet zusätzlich erhitzt, kostet Leben. Das CO2-Budget, ist ein stetiger Motivator, sich täglich für den Klimaschutz einzusetzen.

In diesem Artikel möchte ich dir mehr über unser globales und auch dein persönliches Klimabudget erzählen. Außerdem erfährst du, wie viel CO2 wir noch produzieren und ausstoßen dürfen und wie du selbst zum Teil der Lösung wirst.

  1. Definition
  2. Verbleibendes Budget
  3. Schlusswort

Was ist das Klimabudget?

Das Klimabudget (auch CO2-Budget genannt) beschreibt die Menge der CO2-Emissionen aus menschengemachten Quellen, die noch freigesetzt werden dürfen, um die globale Erwärmung über 1,5°C bzw. 2°C gegenüber des vorindustriellen Niveaus zu verhindern. Auf diese Grenze hatten sich alle Staaten der Welt mit dem Klimabkommen von Paris geeinigt.

Mit dem Klimabudgets haben wir einen messbaren und vergleichbaren Wert zur Verfügung, der die Dringlichkeit der Veränderung des menschlichen Handelns verdeutlicht.

Hinweis: Im Video geht es zwar um die Schweiz – der Klimawandel ist jedoch keine Herausforderung, die an Ländergrenzen halt macht. Die Inhalte gelten also selbstverständlich auch für uns in Deutschland.

Globales Klimabudget

Gerechnet ab dem Jahresende 2017, können wir Menschen nur noch ungefähr 420 Gigatonnen CO2 in die Atmosphäre freigeben, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen. Zur Zeit werden jährlich allerdings 42 Gigatonnen ausgestoßen, sodass dieses Budget, wieder in Bezug auf den Beginn der Rechnung Ende 2017, in nur neun Jahren aufgebraucht sein dürfte. Diese Schätzungen basieren auf den neuesten Berechnungen des Weltklimarats IPCC und werden laufend aktualisiert.₁

Persönliches Klimabudget

Wie viel CO2 wir noch verbrauchen dürfen, lässt sich sowohl auf die gesamte, globale Bevölkerung, aber natürlich auch auf jeden einzelnen Menschen, zum Beispiel dich und mich, beziehen. Die Klimaschutz-Organisation atmosfair hat errechnet, dass jedem Einzelnen Menschen jährlich etwa 2,3 Tonnen CO2 zur Verfügung stehen, um klimafreundlich zu agieren. Im Jahr 2019 hat jeder Deutsche durchschnittlich jedoch für den Ausstoß von 7,9 Tonnen CO2 gesorgt.₂ Zum Beispiel durch mehrere Flugreisen, lange Autofahrten oder den Konsum klimaschädlicher Lebensmittel. In Indien werden jährlich vergleichsweise nur 1,4 Tonnen CO2 pro Kopf verbraucht.₃

Tipp: Mit einem Umstieg auf eine vermehrt pflanzliche Ernährung kannst du deinen persönlichen CO2-Ausstoß einfach aber deutlich reduzieren. Außerdem löst du mit diesem Streich auch gleich viele weitere Probleme. Im Beitrag Gründe für Veganismus erfährst du mehr darüber.

Wie viel CO2 dürfen wir noch produzieren und ausstoßen?

Weiter oben im Beitrag habe ich ja bereits erwähnt, dass, gerechnet ab Jahresende 2017, nur noch ungefähr 420 Gigatonnen CO2 verbraucht werden dürfen. Hier oben eingebettet siehst du die CO2-Uhr des MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), die taggenau und auf Basis der neuesten Berechnungen zeigt, wie viel CO2 wir Menschen noch ausstoßen dürfen, um das 1,5- bzw. das 2-Grad-Ziel zu erreichen. Diese Uhr ist als politisches Symbol zu verstehen, das die größte Umweltproblem unserer Zeit sichtbar macht – denn die Uhr tickt. Auch wenn nach Ablauf des Countdowns nicht plötzlich die Welt untergeht: uns läuft die Zeit davon.

Das Klimabudget als Orientierungshilfe nutzen

Mit Hilfe des Klimabudgets können wir Menschen uns orientieren und unser Verhalten stetig optimieren – ob du und ich als Einzelne, ob Wirtschaftsunternehmen, ob Staat. Jedes Gramm CO2, dass jeder Einzelne von uns weniger ausstößt, räumt uns Zeit für die Anpassung unserer Lebensgewohnheiten ein. Zeit, die wir sinnvoll nutzen müssen, um neue Technologien zu entwickeln, um nachhaltiger zu leben und bewusster zu konsumieren.

Hier sind noch einige weiterführende Artikel, die dir dabei helfen werden, dein persönliches CO2-Budget zu reduzieren:

Hast du Fragen zum CO2-Budget oder Anregungen zum Artikel? Dann schreibe mir gern einen Kommentar!

Bleib‘ nachhaltig,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Schau dich ruhig weiter im Wissensblog um. Dort erfährst du zum Beispiel, was hinter dem sogenannten Erdüberlastungstag steckt.

Quellenangaben:
₁ Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH, abrufbar unter https://t1p.de/siyt. [20.05.2020].

₂ Statista GmbH: Entwicklung der Pro-Kopf-CO2-Emissionen in Deutschland in den Jahren 1990 bis 2019, abrufbar unter https://t1p.de/w2yl. [20.05.2020].

₃ atmosfair gGmbH: Flugreisen und das persönliche Klimabudget, abrufbar unter https://t1p.de/udq0. [20.05.2020].

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Christoph Schulz

Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.