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Korallensterben stoppen - Was jeder tun kann

Korallensterben stoppen – 10 Dinge, die jeder zum Erhalt der Korallenriffe tun kann

Du willst das Korallensterben stoppen und deinen Beitrag zum Schutz der Riffe beitragen? Dann bist du hier absolut richtig! Wer schon einmal das Vergnügen hatte, im Korallenriff zu tauchen und Clownfische, Schildkröten oder Moränen in ihren natürlichen Habitat zu beobachten, dürfte eine besondere Motivation zum Erhalt des artenreichsten Lebensraums der Unterwasserwelt verspüren. Korallen sind sogar noch viel mehr als „nur“ Nahrung, Schutz und Zuhause für unzählige Tier- und Pflanzenarten – sie sind Wellenbrecher vor der Küste und wichtigste Einnahmequelle unzähliger Menschen aus der Tourismusbranche. Auch die Existenz vieler Fischer hängt von ihnen ab.

In diesem Artikel möchte ich dir jetzt ganz entscheidende Tipps an die Hand geben, mit denen du jeden Tag – und fast automatisch – Korallen retten und ihr Ausbleichen und Absterben abwenden kannst. Auf geht's!

  1. Lebe klimafreundlicher
  2. Kaufe keine Korallen-Souvenirs
  3. Vermeide Plastikmüll
  4. Reise umweltbewusster
  5. Ernähre dich pflanzlich
  6. Schütze dich natürlich vor UV-Strahlen
  7. Tauche und schnorchle verantwortungsbewusst
  8. Unterstütze Umwelt- und Tierschutzorganisationen
  9. Nehme an Beach-CleanUps teil
  10. Sei Vorbild für andere

1. Lebe klimafreundlicher

Der Klimawandel und die steigende Meerestemperatur sind die Hauptursache für die Korallenbleiche und den Rückzug der Nesseltierchen. Dementsprechend kannst du die Korallen schützen, indem du lernst, klimafreundlicher zu leben.

Das klingt komplizierter, als es tatsächlich ist. Wirkungsvolle Stellschrauben findest du vor allem in den Bereichen Mobilität, Ernährung, Finanzen, Energie und Konsum vor. Fahre öfter Fahrrad, sowie mit Bus und der Bahn, esse weniger Fleisch oder im Idealfall rein pflanzlich, eröffne ein Konto bei einer ethischen Bank, lade dein Smartphone mit Ökostrom aus regenerativen Quellen und kaufe nur die Dinge, die du wirklich (also ernsthaft!) brauchst. Es gibt unzählige Möglichkeiten!

2. Kaufe keine Korallen-Souvenirs

Keine Korallen-Souvenirs kaufen

In touristischen Regionen trifft man immer wieder Mal auf Menschen, die Souvenirs aus Korallen verkaufen. Wenn du die farbenfrohen Riffe und seine koloniebildenden Nesseltiere schützen willst, solltest du natürlich einen großen Bogen darum machen und dich nach nachhaltigen Souvenirs umschauen. Es sollte am Ende wirklich etwas Besonderes sein, das auch zur beschenkten Person passt. Nicht immer ist ein Mitbringsel wirklich notwendig – oft verschwindet es sogar in der berüchtigten Krimskrams-Schublade, die wohl jeder kennt. Mir würde beispielsweise schon eine persönliche Postkarte reichen. 😉

3. Vermeide Plastikmüll

Plastikmüll in der Natur zählt zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit – vor allem, da der Kunststoff nicht biologisch abbaubar ist. Plastik beschädigt die Korallen durch Reibung, infiziert sie mit Bakterien und nimmt ihnen das Licht.₁ Hinzu kommt das Mikroplastik im Meer, das sich auf den Korallenstöcken niederlässt.

Wer das Korallensterben stoppen will, sollte deshalb möglichst plastik- und müllfrei leben und winzige Mikroplastikbestandteile aus Kleidung und Kosmetika umgehen. Denn Plastik kommt nicht nur direkt durch Littering, sondern auch indirekt über unsere Abflüsse in die Ozeane. Sinnvolle Helfer sind zum Beispiel wiederverwendbare Obst- und Gemüsenetze, sowie die App CodeCheck.

Weiterführende Beiträge, die dir helfen dürften:

4. Reise umweltbewusster

Der Massentourismus, samt den Kreuzfahrten, den Fischfütterungen und der großen Tauch- und Schnorcheltrips, zählt ebenfalls zu den Teilursachen des Korallensterbens. Reise deshalb ganz bewusst nachhaltiger und klimafreundlicher! Entdecke Reiseziele in deiner Nähe, plane deinen Urlaub mit der Bahn, lasse dich auf fremde Kulturen ein, hinterlasse keinen Müll an öffentlichen Orten und schone die Umwelt zu jeder Zeit. Denke daran: du repräsentierst dein Heimatland in einem fremden Land – und bist dort nur zu Gast. Ein bewussteres Reiseerlebnis wird schlussendlich auch die Korallen schützen!

5. Ernähre dich pflanzlich

Korallensterben stoppen durch pflanzliche Ernährung

Die Massentierhaltung, trägt wesentlich zum Klimawandel, sowie zur Verschmutzung von Luft, Boden und Gewässern bei – hinzu kommt die Tierquälerei. Nicht zuletzt tragen „moderne“ Fischfangmethoden, wie das Dynamit- oder Schleppnetzfischen, sowie die Überfischung der Meere im Allgemeinen, zum Korallensterben bei.

Eine rein pflanzliche Ernährungsweise erspart den ressourcenintensiven „Umweg Tier“ und trägt wesentlich zum Erhalt unzähliger Tier- und Pflanzenarten bei. Glücklicherweise ist der Umstieg vom Fleischesser zum Veganer heute so einfach wie nie, da das Internet voll mit leckeren Rezepten – und die Supermärkte mit mehr als gleichwertigen Ersatzprodukten, die gerade für die Menschen sinnvoll sind, denen die Veränderung schwer fällt.

Weiterführende Artikel:

6. Schütze dich natürlich vor UV-Strahlen

In Sonnencremes und einigen anderen Kosmetikprodukten schlummern korallenschädliche Schadstoffe, wie beispielsweise die chemische Verbindung Oxybenzon, die manchen Sonnencremes als Schutzfilter gegen UVB- und UVA-Strahlen zugefügt wird. Auch Stoffe wie Oxybenzon, Triclosan oder Phenoxyethanol – und eine ganze Reihe weiterer Zutaten – sind diesbezüglich bedenklich und wirken für die Korallen wie Gift.₂

Bevorzuge daher natürliche Sunblocker (und Naturkosmetik) oder mache dir deine Sonnencreme einfach selbst.

7. Tauche und schnorchle verantwortungsbewusst

Natürlich ist es der beste Korallenschutz, wenn wir die kleinen Nesseltiere einfach in Frieden lassen. Doch gänzlich auf ihre einzigartige Ausstrahlung und Ruhe zu verzichten, müssen wir auch nicht. Wichtig ist aber: wenn du tauchst oder schnorchelst, gehe verantwortungs- und umweltbewusst mit den Korallen um. Breche nichts ab, berühre nichts und halte ausreichend Abstand – das ist der beste Schutz.

8. Unterstütze Umwelt- und Tierschutzorganisationen

Glücklicherweise gibt es unglaublich viele und unglaublich großartige Organisationen, die sich für den Erhalt der Korallen einsetzen. Korallenschutzorganisationen wie die Coral Reef Alliance oder die International Coral Reef Inititative (ICRI) auf sehr direkte – und Umwelt- und Tierschutzorganisationen wie, Ocean Care, der WWF oder die Stiftung Meeresschutz auf direkte bzw. indirekte Weise.

Schlussendlich fördert beispielsweise auch der Haischutz den Erhalt der Korallen, da sich Haie von kleineren Raubfischen ernähren, die ansonsten die Pflanzenfresser im Riff minimieren und so die Gefahr erhöhen würden, dass junge Korallen mit Algen überwuchert werden.₃

9. Nehme an Beach-CleanUps teil

Wie bereits beschrieben, ist Plastikmüll in der Umwelt eine massive Gefahr für alles Leben auf der Erde – auch das der Korallen. Wir können den Müll zwar zukünftig vermeiden, doch der bereits bestehende Kunststoff an den Stränden und im Wasser bleibt im Grunde solange, bis wir ihn einsammeln.

Wenn du das Korallensterben stoppen willst, ist die Teilnahme an weltweiten CleanUps also eine großartige Maßnahme! Hole Einwegstrohhalme, zerdrückte Becher und Plastikflaschen aus der Natur, um sie zu schützen.

Hier sind einige, weiterführende Beiträge, die ich dir passend dazu empfehle:

10. Sei Vorbild für andere

Beach CleanUp im Kampf gegen den Plastikmüll

Wenn du die Korallenbleiche ausbremsen willst, musst du selbst voran gehen und nicht nur mitschwimmen. 🙂 Im eigenen Leben eine Veränderung durchzubringen, um die Korallen zu schützen, ist schon eine großartige Leistung. Doch der Unterschied, den du machst, ist noch wesentlich größer, wenn du auch andere Menschen für den Naturschutz im Alltag begeisterst.

Motiviere andere Taucher und Schnorchler, die Korallen nicht zu berühren und abzubrechen. Zeige den Menschen in deinem Umfeld, warum es sich lohnt, Müll aus der Natur einzusammeln, sich vegan zu ernähren, Plastikmüll zu vermeiden und keine Korallen-Souvenirs mehr zu kaufen. Jeder hat schließlich ein Interesse an einer sauberen, intakten Umwelt und dementsprechend wirst du auch (meist) auf offene Ohren stoßen.

Korallensterben stoppen – Jeder kann etwas tun!

Nur weil das Great Barrier Reef, die Reed Bank und das Korallenriff am Roten Meer weit entfernt von uns weilen, ist das noch lange kein Grund, tatenlos zuzusehen, wie sie zu Grunde gehen. Im Gegenteil: eine achtlose, egoistische Lebensweise unterstützt das Korallensterben sogar. Deshalb kann jeder Mensch, jeden Tag durch eine „korallenfreundliche“ und nachhaltige Lebensweise auch dazu beitragen, die Korallenriffe zu schützen und das Ausbleichen umzukehren.

Ich hoffe, dass dir dieser Artikel entscheidend dabei hilft. Hast du Fragen, Tipps oder Anregungen? Dann freue ich mich riesig auf deinen Kommentar.

Bleib‘ tierfreundlich,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Neben den Korallenriffen zählen auch die Tropenwälder zu den artenreichsten Lebensräumen dieses Planeten. Wie du auch den Regenwald im Alltag schützen kannst, erfährst du jetzt im verlinkten Beitrag. Viel Spaß bei der Umsetzung!

Quellenangaben:
₁ Joleah B. Lamb; Bette L. Willis, Evan A. Fiorenza; u.a.: Plastic waste associated with disease on coral reefs, abrufbar unter https://www.science.org/doi/10.1126/science.aar3320. [18.01.2022].

₂ Robert Züblin: Sonnencreme-Verbot – Palau verbietet korallenschädliche Sonnenschutzmittel (01.01.2020), abrufbar unter https://www.tal-mi-or.de/news/sonnencreme-verbot-palau-verbietet-korallenschaedliche-sonnenschutzmittel. [18.01.2022].

₃ Schweizer Agrarmedien AG: Haie halten Korallenriffe gesund (Stand: 25.07.2017), abrufbar unter https://www.tierwelt.ch/news/wildtiere/haie-halten-korallenriffe-gesund. [18.01.2022].

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Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.

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