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Hunde nachhaltig halten - So geht's

Nachhaltige Hundehaltung – 10 Tipps für ein umweltfreundliches leben mit Hund

Wie funktioniert nachhaltige Hundehaltung? Wir versuchen, unseren eigenen ökologischen Fußabdruck Tag für Tag ein bisschen weiter zu verringern. Zum Beispiel, indem wir unseren Fleischkonsum minimieren oder Plastikmüll reduzieren. Doch kann man eigentlich auch mit einem Hund nachhaltig leben? Die Frage ist durchaus berechtigt. Schließlich landet ja gewohnterweise jede Menge Fleisch in den Näpfen unserer vierbeinigen Freunde. Und ziemlich viel Verpackungsmüll machen Spielzeug, Halsband, Futter und Co. ja auch. Meine Erfahrung ist: es funktioniert wunderbar. Und Hundebesitzer müssen dafür nicht einmal von heute auf morgen ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen.

In diesem Artikel möchte ich dir jetzt zeigen, wie nachhaltige Hundehaltung funktionieren kann. Von einer gesunden und klimafreundlichen Ernährungsweise, über das Spielzeug, die Hundepflege, bis hin zu den Ausflügen mit Hund und Familie. Auf geht's!

Hier sind vorab alle 10 Tipps im Überblick:

  1. Natürliches Hundeshampoo verwenden
  2. Pflanzliches Futter bevorzugen
  3. Leckerlis selber machen
  4. Langlebiger Futternapf bereitstellen
  5. Hundekotbeutel aus Papier nutzen
  6. Natürliches Körbchen besorgen
  7. Langlebiges Spielzeug anbieten
  8. Hundehaarbürste aus Holz verwenden
  9. Halsband aus Recycling-Material bevorzugen
  10. Ausflüge zu Fuß oder mit Fahrrad machen

10 Tipps, um Hunde nachhaltig zu halten und zu ernähren

Hier soll sich natürlich primär alles um den Hund drehen, dem du ein Zuhause gibst. Doch falls du noch keinen Vierbeiner beherbergst aber gerade darüber nachdenkst, dann stehst du vielleicht vor der Entscheidung zwischen einem Hund aus dem Tierheim und einem Hund aus der Zucht. In dieser Situation ist das Retten bzw. Adoptieren eines Hundes grundsätzlich die tierfreundlichere, nachhaltigere und auch günstigere Alternative. Doch auch bei der Adoption gilt es besonders gut hinzuschauen.

Wir gehen jetzt aber davon aus, dass dein Hund jetzt gerade neben dir sitzt und dich mit erwartungsvollen Augen ansieht. Deshalb gibt's jetzt die versprochenen Tipps für ein nachhaltiges Leben mit Hund.

1. Plastikfreies, natürliches Hundeshampoo verwenden

Wo fängt nachhaltige Hundehaltung an? Starten wir direkt mit der natürlichen Fellpflege – denn diese führt entscheidend zu mehr Nachhaltigkeit mit Haustieren. Zu empfehlen ist dabei eine natürliche Hundehaarseife, die das Fell von innen pflegt und dem Vierbeiner einen glatten und seidigen Glanz verleiht. Versuche beim Kauf bewusst Plastikmüll zu vermeiden und eine Seife aus natürlichen Inhaltsstoffen zu bevorzugen. Dieses Hundeshampoo mit wertvollen Ölen kann ich dir empfehlen*.

2. Hochwertiges, Pflanzliches Hundefutter bevorzugen

Hunde werden nachhaltig gefüttert

Eine nachhaltige Hundeernährung ist schmackhaft, ausgewogen, möglichst abwechslungsreich – und am besten auch pflanzlich. Schließlich verschlingt die Herstellung von tierischem Hundefutter Unmengen an natürlichen Ressourcen, wie zum Beispiel Kraftfutter und den immensen Energieverbrauch in der Massentierhaltung. Außerdem ist der Gedanke merkwürdig, dass dutzender anderer Tiere sterben müssen, damit der eigene Hund etwas zu fressen bekommt, findest du nicht?

Wenn du deine CO2-Bilanz verbessern willst, solltest du deinen Hund vegan ernähren. Klingt ungewöhnlich und unnatürlich? Studien haben gezeigt, dass eine ausgewogene rein pflanzliche Ernährung keine Nachteile für den Hund mit sich bringt.₁ Die streng pflanzlich ernährte Collie-Hündin „Bramble“ wurde zum Beispiel 27 Jahre alt und schaffte mit dem Alter sogar ins Guinnessbuch der Rekorde.₂

Solange die Eingangs genannten Faktoren für eine nachhaltige Hundeernährung erfüllt werden, kann ein Hund also auch mit Reis, Linsen und Gemüse gefüttert und steinalt werden. Ein nachhaltiger Hundeshop ist zum Beispiel Petcrew. Dort gibt es unter anderem das vegane Hundefutter „BIO LINSEN POWER“, das unser Hund besonders gerne frisst. Wer erst einmal mit der pflanzlichen Hundeernährung warm werden muss, sollte den Vierbeiner vor allem in der Anfangszeit regelmäßig beim Tierarzt durchchecken lassen.

Abgesehen davon solltest du auch beim Hundefutter Lebensmittelverschwendung vermeiden und auch auf Inhaltsstoffe wie Zucker und Geschmacksverstärker verzichten.

Wichtig: Bitte denke daran, dass Hunde nicht alles fressen dürfen! Weintrauben und rohe Tomaten sind beispielsweise Gift für die Vierbeiner.

3. Leckerlis selbst machen

Du musst nicht immer Fertigfutter und Leckerlis aus der Plastikpackung kaufen. Das entspricht nicht unbedingt einer nachhaltigen Hundehaltung. Schon aus 150 Gramm Weizenmehl, 150 Gramm Weizenvollkornmehl und 150 Gramm Roggenmehl lassen sich zum Beispiel richtig leckere Sesam-Erdnussbutter-Kekse für Hunde zaubern. Also ich vermute, dass sie lecker sind, weil unser Hund sie gerne isst. 😉

Tipp: Dinge selber zu machen, ist auch ein grundsätzlich wertvoller Tipp, um durch Nachhaltigkeit Geld zu sparen.

4. Langlebigen Hundenapf bereitstellen

Wer einen Hund ein Zuhause gibt, benötigt zwangsläufig so manchen Gegenstand. Zur Grundausstattung zählt definitiv auch ein stabiler und langlebiger Napf für Wasser und Futter. Setze bevorzugt auf Edelstahl oder Keramik und verzichte auf Kunststoff. Im Idealfall ist der Napf sogar noch handgemacht und aus regionaler Herstellung.

5. HUNDEKOTBEUTEL AUS PAPIER nutzen

Hundekotbeutel Papier von Poopick

Bei uns in Berlin liegen ständig volle Hundekotbeutel am Straßenrand – auf unbestimmte Zeit. Denn Plastik verrottet nicht, weshalb der Plastikmüll in der Umwelt auch zu den größten ökologischen Herausforderungen der Menschheit zählt. Ein NoGo für eine nachhaltige Hundehaltung. Wir setzen stattdessen lieber auf einen „Hundekotbeutel“ aus Pappe, den sogenannten PooPick. Hier bekommst du ihn*.

6. Natürliches Körbchen besorgen

Wenn du deinen Hund nachhaltig halten willst, dann kannst du auch beim Körbchen einen wichtigen Schritt machen. Auch hier solltest du dafür handgemachte und regional produzierte Körbe aus Weidengeflecht oder Jute dem Plastikkörbchen vorziehen.

Dein Hund hängt eher in der Hundehütte ab? Dann kannst du ja versuchen, diese aus altem, aufbereitetem Holz selbst zu bauen!

7. NATÜRLICHES UND LANGLEBIGES Spielzeug anbieten

Dein Hund braucht Beschäftigung. Auch beim Spielzeug und bei Denkaufgaben kannst du Nachhaltigkeit groß schreiben. Wie wäre es mit einem ewig haltbarem und abwaschbarem Kauknochen aus Naturkautschuk oder einfach mit einem Tau? Achte beim Kauf auf möglichst umweltfreundliche Herstellungsprozesse und kurze Transportwege, um Luftverschmutzung und Klimawandel entgegenzuwirken.

Des Weiteren kannst du den minimalistischen Lebensstil auch auf einen Hund übertragen. Ein Lieblingsball ist besser als 14 verschiedene Bälle. Weniger ist mehr – du kennst das Spiel!

8. Hundehaarbürste aus Holz verwenden

Für eine gesundes Fellpflege und eine nachhaltige Hundehaltung ist auch die Pflegebürste entscheidend. Bevorzuge zum Beispiel eine langlebige Buchenholz Hundehaarbürste aus heimischen Wälder und zertifiziert nachhaltigem Anbau gegenüber einer kurzlebigen und billigen Plastikfellbürste. Diese nachhaltige Haarbürste für Hunde kann ich dir empfehlen*.

Tipp: Du willst nicht nur deinem Hund, sondern auch allen anderen Tieren helfen? Dann nutze meine Tipps für mehr Tierschutz im Alltag, die sich jederzeit umsetzen lassen!

9. Recycling-Halsband und -Leine nutzen

Ein zeitloser Stil und langlebiges Material machen Halsband und Leine deines Vierbeiners möglichst nachhaltig. Schließlich vermeidest du so einen ständigen Neukauf. Wenn ein Neukauf unausweichlich ist, dann solltest du sie möglichst in recycelter oder upgecycelter Form kaufen, wie das zum Beispiel bei Ropes Upcycled der Fall ist. Schnalle deinem Hund zukünftig beispielsweise dieses nachhaltige Halsband* um.

10. Ausflüge und Gassigehen Zu Fuss und mit Fahrrad

nachhaltige Hundehaltung - Ausflüge

Nachhaltig leben mit Hund? Dann solltest du das Auto öfter Mal in der Garage stehen lassen. Nutze die Chance für mehr alltägliche Spaziergänge und Fahrten mit dem Fahrrad. Das tut deiner Gesundheit, deinem Hund und nicht zuletzt der Umwelt gut.

Tipp: Weißt du eigentlich, warum wir uns nach einem Aufenthalt draußen in der Natur so gut fühlen? Im verlinkten Beitrag erfährst du es!

Hunde nachhaltig halten und ernähren – kein Problem!

Langlebige Produkte statt Einwegware. Pflanzliches Futter statt Fleisch. Müllvermeidung statt Verpackungswahnsinn. Reparieren statt neu kaufen. Ausflüge mit Fahrrad und zu Fuß, statt mit dem Auto. Wie du siehst, gibt es unzählige Möglichkeiten, dass Leben mit Hund nachhaltiger zu gestalten und deinen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Du musst nicht alles auf einmal umsetzen. Versuche einfach, jeden Tag ein bisschen besser zu werden.

Ich hoffe, dass du hier einige Tipps für die nachhaltige Hundehaltung mitnehmen konntest! Hast du Fragen oder Anregungen? Dann schreibe mir wie immer gern einen Kommentar.

Bleib‘ tierfreundlich und nachhaltig,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Schau dich gerne weiter im Tierschutz Blog um. Erfahre zum Beispiel, was wir Menschen von Tieren lernen können.

Quellenangaben:
₁ Pia-Gloria Semp: Vegan Nutrition Of Dogs And Cats (Stand: Dezember 2014), https://t1p.de/n1nb. [16.03.2021].

₂ Dr. med. Henrich ProVegan Stiftung: Grundsätzliches über vegane Haustierfütterung, abrufbar unter https://t1p.de/oi78. [16.03.2021].

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Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.

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