Was wir von Tieren lernen können

Was wir von Tieren lernen können – 10 Dinge zum Abschauen

Was können wir Menschen eigentlich von Tieren lernen? Eine berechtigte Frage, findest du nicht? Tiere sind emotionale Lebewesen mit zentralem Nervensystem, die genauso Freude und Schmerz empfinden, wie wir auch. Und auch wenn wir Menschen vielleicht in der Lage sind, abstrakter und komplexer zu denken, sind uns die Tiere dennoch in vielen Dingen voraus.

Nutzen wir diesen Moment also, um darüber zu philosophieren, welche Lehren wir aus dem Tierreich gewinnen und für unsere persönliche Weiterentwicklung nutzen können! In diesem Artikel stelle ich dir jetzt 10 Dinge vor, die wir uns meiner Meinung nach von Tieren abschauen sollten. Auf geht's!

1. Auf Lebensfreude ausrichten

Von Tieren lernen - Lebensfreude im Fokus

„Alle Tiere wissen es, nur der Mensch nicht, daß das höchste Lebensziel Freude ist.“ – kennst du dieses Zitat des britischen Schriftstellers Samuel Butler? Tiere wollen das Leben in vollen Zügen genießen. Das gilt sicherlich auch für die meisten Menschen. Doch zwischen Steuererklärungen, Business-Meetings und Werkstatt-Besuchen scheinen wir das hin und wieder zu vergessen, sodass wir gestresst sind.

Tieren geht es erst zunehmend schlechter, wenn ihnen das Streben nach Lebensfreude genommen wird. So ist es beispielsweise in der Massentierhaltung zu beobachten. Na klar, wir Menschen müssen Prioritäten setzen. Aber die Lebensfreude sollte immer hoch im Kurs stehen – das wird sich auch positiv auf alle persönlichen Lebensbereiche auswirken.

Tipp: Mehr inspirierende Lebensfreude Zitate findest du im verlinkten Beitrag!

2. Treu Sein

Brillenpinguine, Seepferdchen und Elefanten zählen beispielsweise zu den Tierarten, die sich ewig lieben. Sie beweisen ein ganzes Leben lang Treue zu ihren Partnern. Unter den typischen Haustieren beschreibt der Hund sicherlich am besten das Wesen eines treuen Tieres. Wenn du einen Hund hast, dann weißt du auch, wie loyal er ist. Ihm ist völlig egal, welche Frisur du trägst oder welche Kleidung du bevorzugst. Solange du ihn liebevoll und treu behandelst, gibt er dir diese Treue und Liebe auch zurück! Und das sein ganzes Leben lang. Sei also einfach der Mensch, den dein Hund in dir sieht. Das sind Werte, die wir uns von Tieren abschauen sollten.

3. Auf das Wesentliche konzentrieren

Tiere tun einfach das, was sie am besten können. Wenn eine Katze jagt, ist sie dabei absolut konzentriert und lässt sich nicht ablenken. Vielleicht ist das auch etwas, was wir Menschen uns von ihnen abschauen können.

In der Welt der Tiere muss nichts perfekt sein! Nehmen wir einfach Tauben als Beispiel – es wird immer jemanden geben, der sie nicht mag. Aber es wird auch immer jemanden geben, der sie respektiert und gern hat. Und so wie die Tauben tun auch wir Menschen gut daran, uns auf respektvolle und liebende Menschen zu konzentrieren.

4. Zusammen halten

Ameisen unterstützen sich gegenseitig

Eine einzelne Ameise mag winzig und vielleicht nicht sooo intelligent sein – aber im Kollektiv mit vielen anderen ihrer Artgenossen ist sie riesig und schlau – und kann Großes bewegen! Kennst du Menschen, die sagen „ich allein kann sowieso nichts ändern„? Vielleicht tut es diesen Menschen unglaublich gut, die Menschheit als Kollektiv zu betrachten – und nicht nur sich und seine eigene kleine, winzige Welt. Die wenigsten Tiere kommen durch egoistisches Verhalten zum Ziel – oft macht sie erst der Zusammenhalt so richtig stark.

Weiteres Beispiel: Ein einzelnes Gnu ist gegenüber einer hungrigen Löwenherde ebenfalls machtlos. Doch auch da mindert der Zusammenhalt der Gnuherde die Erfolgswahrscheinlichkeit der Löwen. Fallen dir weitere Beispiele aus der Tierwelt für Zusammenhalt ein?

5. SChlaf gönnen

Zugegeben, es fordert wenig Überwindung, diese Lektion von Tieren zu lernen. Hast du gewusst, das Katzen sich pro Tag zwischen 12 und 16 Stunden Schlaf gönnen?₁ Danach machen sie völlig unaufgeregt und entspannt das, was Katzen eben so machen. Springen, jagen, fressen, kratzen und so weiter. Für uns vielbeschäftigte Menschen kommt der Schlaf hingegen eher zu kurz. Zudem schlafen wir auch noch schlechter, weil uns noch so viele Dinge des Alltags beschäftigen, wenn wir denn endlich einmal zur Ruhe kommen. Mehr und vor allem besser zu schlafen, ist sicherlich etwas, was wir von Tieren lernen können.

6. Regelmäßig Dazulernen

Krähen zum Beispiel lassen Nüsse einfach auf die Straße fallen um sie von Autos überfahren und knacken zu lassen. Auf Zebrastreifen oder bei roter Ampel! In der nächsten Grünphase beobachten sie das Ganze. Beim nächsten Rot wird gegessen. Tiere sind extrem anpassungs- und lernfähig.₂ Eine wichtige Lektion aus dem Tierreich für uns Menschen. Denn anstatt über Gegebenheiten zu meckern, sollten auch wir lernen, das beste daraus zu machen. Wie Gandhi sagte: sie du selbst die Veränderung, die du dir wünscht für diese Welt.

7. Gelassen bleiben

Kühe entspannen auf der Wiese

Ob Kuh, Hund oder Hauskatze – bei der Geburt des Nachwuchses, beim Ballspielen oder auf der Jagd mögen alle Muskeln angespannt und der Geist voll konzentriert sein. Doch im Leben aller Tiere gibt es auch ausreichend Zeit für völlige Entspannung und Gelassenheit. Auch Tiere können ganz im Augenblick leben, sich auf ihre Lebensfreude fokussieren und eins zu werden mit den eigenen Handlungen. Völlig egal was für schwere Tage und Situationen auch noch kommen mögen – sie genießen das Hier und Jetzt. Ganz schön meditativ und spirituell, oder? Aber ich bin mir sicher, dass du das Entscheidende an diese Lektion aus dem Tierreich erkennst.

8. Richtiges Tempo finden

Da ist noch etwas, was wir von Tieren lernen können! Tiere geben dann Vollgas, wenn es angebracht ist. Der Gepard, wenn er die Gazelle jagt – und die Gazelle, wenn sie gejagt wird. Ist der Trubel vorüber, ruhen sie sich aus, fressen und sammeln neue Energie. Der Wolf wandert lieber im Trott auf menschengemachten Waldwegen, als im Vollsprint durch den dicht-bewachsenen Wald zu rennen. Was ich damit sagen will: Tiere verbringen nicht den ganzen Tag in absoluter Anspannung – sondern nur die Momente, in denen es angebracht ist.

Auch für uns Menschen können Stress und Hektik auf Dauer gefährlich und sogar tödlich sein. „Weniger ist manchmal mehr“ und minimalistisches Denken und Handeln, kann also auch eine Lehre aus dem Reich der Tiere sein.

9. NEUGIER BEWAHREN

Tiere wie Hunden, Katzen oder Schweine sind extrem neugierig – und das nicht nur in jungen, sondern auch in späten Jahren. Wenn sie etwas Neues sehen, riechen, hören, fühlen oder schmecken, dann ist ihnen die Neugier anzusehen. Und wenn unser Hund ständig das gleiche Futter bekommt und die gleichen Wege beim Spazierengehen marschiert, ist er gelangweilt.

Wir Menschen lieben hingegen die Beständigkeit – Veränderungen fallen uns eher schwer. Das ist auch einer der Hauptgründe dafür, dass es so viel Geduld braucht, um Menschen für ein umweltfreundliches, tierfreundliches und nachhaltiges Leben zu begeistern. Ich bin mir sicher, dass es auch jedem von uns gut tun wird, öfter einmal ganz gezielt über den Tellerrand hinaus zu blicken, um etwas Neues zu entdecken. Eine weitere Lektion, die wir von Tieren lernen können.

10. Liebe & VERTRAUEN zeigen

Zwei Schwäne formen ein Herz - Von Tieren lernen

Schwäne bleiben lebenslang mit demselben Partner zusammen und beziehen auch jedes Jahr dasselbe Nest. Wer einen Hund hat, weiß, dass er einem zu 100 Prozent vertraut und dieses Vertrauen auch gerne an seine Besitzer zurückgibt. Tiere brauchen Liebe und Zärtlichkeit, genau wie wir Menschen auch. Hast du schon einmal gesehen, wie eine Mutterkuh ihrem gerade erst auf die Welt gekommenen Kälbchen hinterher läuft, wenn es ihr in einer Einrichtung der Massentierhaltung unmittelbar nach der Geburt entrissen wird? Sie läuft ihrem Nachwuchs meilenweit hinterher – bis sie schließlich von einem Zaun daran gehindert wird. Das ist bedingungslose Liebe – und muss einen unglaublichen seelischen Schmerz hinterlassen. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich vegan lebe.

Liebe und Vertrauen sind die Basis des friedvollen Zusammenlebens vieler Tiere. Und so sollte es auch bei uns Menschen sein, findest du nicht?

Was wir von Tieren lernen können? So unglaublich viel!

Diese Liste der Lektionen aus dem Tierreich ist im Grunde unendlich. Tiere hinterlassen beispielsweise auch keinen Müll – sie leben vollkommen natürlich. Alles was sie hinterlassen sind Fußspuren im Sand. Wie sieht hingegen der menschliche Fußabdruck auf dieser Erde aus? Wir leben eher künstlich. Bewusst natürlich zu leben, ist also sicher auch etwas, dass wir uns von Tieren abschauen können.

Vielleicht mögen die meisten Tiere nicht so komplex denken wie wir – aber in vielen Dingen sind sie uns dennoch um Einiges voraus. Aber auch wir sind lernfähig und können die „tierischen Lehren“ beherzigen.

Und? Was hast du in deinem Leben von Tieren gelernt? Ich bin gespannt auf deine Erkenntnisse, Erfahrungen und Geschichten!

Bleib‘ tierfreundlich,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Kennst du schon das Umweltproblem des Artensterbens? In einem weiteren Beitrag im Tierschutz Blog zeige ich dir, was du selbst alltäglich für mehr Artenvielfalt tun kannst.

Quellenangaben:
₁ Ein Herz für Tiere Media GmbH: Wie Katzen schlafen und wovon sie träumen (Stand: 11.02.2021), abrufbar unter https://t1p.de/sa4r. [01.03.2021].

₂ Thomas Willke: Schlaue Raben (Stand: 1609.2008), abrufbar unter https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/schlaue-raben-3. [01.03.2021].

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Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes und vor allem nachhaltiges Leben an die Hand geben.

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