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Warum ist Tierschutz so wichtig? 10 Gründe für den Schutz aller Tiere

Gründe, warum Tierschutz so wichtig ist

Warum ist Tierschutz wichtig? Wenn du dir gerade diese Frage stellst, bist du hier genau richtig! Früher hätte ich mich vielleicht noch darüber gewundert, dass ich irgendwann einmal einen Beitrag über die Notwendigkeit und Wichtigkeit des Tierschutzes verfasse – schließlich geht es Tieren bei uns in Deutschland doch bestens – dachte ich zumindest immer. Doch die Realität sieht anders aus.

Viele von ihnen leben hier eingesperrt und schon gar nicht frei von Hunger und Durst, von Angst, Stress, von Schmerzen und Krankheiten. Das Absurde: die Tiere müssen vor uns Menschen geschützt werden. Denn die Ziele des Tierschutzes beißen sich mit der tatsächlichen „Nutzung“ in unserer Gesellschaft.

Ob Wild-, Straßen- oder Nutztiere, ob in Deutschland oder an anderen Orten dieser Welt: In diesem Artikel möchte ich dir die wichtigsten Gründe für den Tierschutz auflisten und dir ein umfassendes Gefühl für seine Bedeutung mit auf den Weg geben. Auf geht’s!

Vorab findest du hier schon eine kurze Übersicht. Tierschutz ist wichtig, weil Tiere…

  1. fühlende, intelligente Lebewesen sind
  2. uns nichts getan haben
  3. keine Stimme und in unserer Gesellschaft nur wenige Rechte haben
  4. wichtig für die Umwelt sind
  5. vom Aussterben bedroht sind
  6. unsere Hilfe benötigen
  7. unser gesellschaftliches Zusammenleben fördern
  8. nicht unter uns Menschen stehen
  9. von uns menschlich behandelt werden wollen
  10. gefährdet sind und wir Menschen uns selbst damit gefährden

1. Weil Tiere fühlende, intelligente Lebewesen sind

Tiere sind fühlende Lebewesen

Säugetiere verfügen über ein zentrales Nervensystem aus Gehirn und Rückenmark – und können deshalb beispielsweise Freude und Schmerz empfinden. Tiere haben also Gefühle und nicht zuletzt einen Lebenswillen, genau wie wir Menschen auch.

Auch wenn eine mangelnde Intelligenz natürlich niemals ein Grund dafür sein sollte, jemanden schlecht zu behandeln oder gar auszubeuten, darf nicht unerwähnt bleiben, dass Tiere in ihrem eigenen Kosmos extrem intelligente Lebewesen sind. Hühner organisieren sich zum Beispiel in klaren Hierarchien – sie können sogar rechnen und logisch schlussfolgern.

2. Weil Tiere uns nichts getan haben

Man kann sich sicher darüber streiten, ob Rache die richtige Reaktion ist, wenn einem etwas angetan wurde. Doch Tiere haben uns definitiv nichts getan. Im Gegenteil: ob Hunde, Katzen, Schweine, Schafe oder Hühner – sie alle sind in der Lage, uns ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Dennoch behandeln wir die meisten von ihnen, wie Gegenstände.

Wer sich in die schier aussichtslose Situation eines schwer verwundeten Straßenhundes oder einer ausgebeuteten Kuh in der Massentierhaltung hineinversetzen kann, versteht schnell, warum Tierschutz so unglaublich wichtig und notwendig ist.

3. Weil Tiere keine Stimme und in unserer Gesellschaft zu wenige Rechte haben

Eigentlich ist in Deutschland und vielen anderen Ländern in Europa per Gesetz geregelt, dass Tiere in unserer Gesellschaft geschützt werden müssen. Der Tierschutz ist Teil des Grundgesetzes. Und im Tierschutzgesetz steht beispielsweise, dass wir Menschen Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe tragen und niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerz oder Leid zufügen darf. Für den Umgang mit allen anderen Tieren gibt es außerdem Gutachten und Leitlinien.

Der Begriff „Leidlinien“ trifft es jedoch besser. Denn trotz der Gesetze leiden täglich Millionen von Tieren systematisch für unsere Ernährung (z.B. in Zuchtbetrieben, in Schlachthöfen), Unterhaltung (z.B. in Zoos und Zirkussen), Kleidung (z.B für Pelz und Wolle), in Tierversuchen, bei der Jagd und nicht zuletzt, durch Tierquälerei in privaten Haushalten. Tierschutz ist also wichtig, da Gesetze nicht ausreichen, um sie zu schützen.

4. Weil Tiere wichtig für die Umwelt sind

Tierschutz ist auch Umweltschutz. Nicht nur Tiere im Stall oder in privaten Haushalten müssen geschützt werden, sondern auch die Tiere in der wilden Natur. Dort benötigen sie vor allem viel Platz, sauberes Wasser, frische Luft, sowie ausreichend Nahrung und Unterschlupf. Wir Menschen benötigen diese Dinge ebenfalls als Lebensgrundlage – dennoch nehmen wir uns auf diesem Planeten mehr, als uns zusteht. Und belasten die Natur auch noch – zum Beispiel durch die Abholzung der Wälder oder den Plastikmüll in der Umwelt.

Jedes Tier übernimmt in seinem Ökosystem eine wichtige Rolle und ist damit wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Der Maulwurf ist beispielsweise für einen gesunden und gut-durchlüfteten Boden zuständig – und die Biene sorgt durch die Bestäubung von Pflanzen für deren Fortpflanzung – und damit auch für Nahrung unzähliger anderer Tiere und uns Menschen.

5. Weil unzählige Tiere vom Aussterben bedroht sind

Eisbären sind vom Aussterben bedroht

Natürlich bedeutet Tierschutz noch mehr – doch die meisten Menschen verbinden ihn wohl mit bedrohten Tierarten wie Eisbären, Elefanten oder Gorillas. Das Artensterben zählt definitiv zu den größten, ökologischen Problemen unserer Zeit. Um es aufzuhalten ist Tierschutz natürlich ebenfalls so unglaublich wichtig. Schlussendlich leiden aber auch wir Menschen unter den schwindenden Tier- und Pflanzenarten auf unserer Erde.

Tipp: Was du persönlich gegen das Artensterben tun kannst, erfährst du im verlinkten Beitrag!

6. Weil Tiere unsere Hilfe benötigen

In vielen Ländern hält man Hunde und Katzen an Ketten oder packt wilde Tiere in einen Sack und prügelt sie tot, weil sie als Plage betrachtet werden. Und dann gibt es ja auch noch generell schwache und verletzte Tiere, die ohne unsere Unterstützung leiden und sterben würden.

Tiere brauchen unsere Hilfe! Und zwar nicht nur in Notlangen nach einer Verletzung – sondern ganz allgemein. Denn auch wenn wir Menschen Tiere lieben, essen viele von uns ihre Körperteile. Und niemand kann ernsthaft glauben, dass ein Tier fröhlich in ein Schlachthaus hineingeht, in Einzelteilen und in Plastik verpackt wieder herauskommt – und dass in der Zwischenzeit etwas „Humanes“ mit unserem Mitgeschöpf passiert ist.

Ich bin Tierschützer, weil Millionen von Tieren allein in diesem Moment unsere Hilfe benötigen und ich etwas gegen diesen Missstand unternehmen will. Wer einmal ein Tier leiden gesehen hat (z.B. in einem Schlachthaus, in einer Tiershow oder nach einem Wildunfall) will unbedingt dafür sorgen, dass dieses Leid ein Ende hat. Das zeichnet uns Menschen als mitfühlende Wesen nun einmal aus.

Tipp: Es ist gut zu wissen, was du tun kannst, wenn du aus Versehen ein Reh angefahren oder einen verletzten Vogel gefunden hast. Im verlinkten Beitrag erläutere ich es dir jeweils ganz kurz und knackig.

7. Weil der bewusste Schutz von Tieren unser gesellschaftliches Zusammenleben fördert

Wer Tiere schützt und diese Einstellung vorlebt, trägt automatisch auch zu einem gewaltfreieren Miteinander unter uns Menschen bei. Es dient der Entwicklung unseres Zusammenlebens, wenn wir „nicht einmal mehr“ Tieren etwas antun. Die Hürde, einem anderen Menschen etwas anzutun, wird dadurch noch größer.

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.“

Mahatma Gandhi (mehr unter Gandhi Zitate)

Ich möchte sowohl menschliches, als auch tierisches Leid so gut wie praktisch möglich, verhindern. Zum Schutze der Gesundheit jedes Einzelnen, für Gesetzestreue, Frieden, Gerechtigkeit, Mitgefühl und eine bessere Zukunft.

Tipp: Unter vegan gegen Gewalt erläutere ich dir, inwiefern diese Dinge allesamt mit dem Tierschutz zusammenhängen und durch einen respektvollen, ethisch-sozialen Umgang mit Tieren gefördert werden.

8. Weil wir Menschen nicht über den Tieren stehen

Viele Menschen rechtfertigen ihren rücksichtslosen Umgang mit Tieren damit, dass wir unterschiedlich sind und dass wir Menschen über ihnen stehen. Doch nur, weil wir anders aussehen, sprechen und uns anders verhalten, ist dies kein Grund, sie schlecht zu behandeln. Das ist vielmehr eine speziesistische Denkweise.

Neben vielen generellen Ähnlichkeiten gibt es vor allem auch eine übergeordnete, entscheidende Gemeinsamkeit: wir Menschen sind auch Tiere. Schon per Definition – denn wir haben Sinnesorgane, einen Stoffwechsel und pflanzen uns fort, um zu überleben. Wir sind ein Säugetier aus der Familie der Menschenaffen.

Dennoch überzüchten wir nicht menschliche Tiere – wir vergewaltigen sie, entführen sie, verkaufen sie, vergasen sie, zerschreddern sie, verdrängen sie, zerstückeln, verpacken und essen sie. Das klingt übertrieben? Ich glaube nicht, dass beispielsweise Milchkühe, Schweine, Enten, Hühner aber auch nicht alle Hunde und Katzen diese Meinung teilen. Wir dürfen nicht auf Kosten von Tieren leben – und genau deshalb ist der Tierschutz so wichtig.

Tipp: Es gab vielleicht eine Zeit in unserer Entwicklungsgeschichte, in der wir Tiere essen und uns mit ihren Fellen wärmen mussten, um zu überleben. Doch in der heutigen Zivilisation darf das Argument „Fleisch hat uns geholfen zu überleben und uns zu entwickeln“ nicht mehr als Ausrede für Tierquälerei zählen.

9. Weil wir menschliche Werte vertreten

Respekt, Liebe, Barmherzigkeit und Mitgefühl zeichnen ein menschliches Handeln aus. Gewohnheiten, Stress oder Rachegefühle bringen uns beispielsweise hin und wieder davon ab. Doch im Grunde streben wir alle nach diesen menschlichen Werten. Beim Umgang mit Tieren machen wir jedoch oft oder sogar täglich Ausnahmen davon.

Der Tierschutz ist deshalb auch dafür da, das eigene Verhalten zu hinterfragen und Denkanstöße zu geben. Unsere Verantwortung darf nicht in der Masse der Gesellschaft untergehen – Tierschutz fängt bei jedem Einzelnen an.

10. Weil wir nicht zuletzt unsere eigene Lebensgrundlage gefährden

Tierschutz ist wichtig, um uns selbst zu schützen

Das ist ein, zugegeben, nicht ganz uneigennütziger Grund dafür, dass Tierschutz extrem wichtig ist. Doch wer etwas Weitsicht mitbringt, weiß, dass Tierschutz auch Menschenschutz bedeutet. Denn beispielsweise durch das Artensterben oder die Folgen des wachsenden Fleischkonsums in unserer Gesellschaft – allen voran dem Klimawandel, dem Welthunger und der Abholzung der Regenwälder – sägen wir schlussendlich selbst an dem Ast, auf dem wir sitzen.

Die Tierausbeutung und Massentierhaltung zu stoppen und wirklich alle Tiere so zu behandeln, wie wir auch selbst behandelt werden wollen, packt all diese Probleme an der Wurzel. Der Tierschutz ist ein wesentlich greifbarerer und wirkungsvollerer Hebel für einen umweltfreundlichen Alltag, als einfach nur zu hoffen, dass die Menschen von selbst damit anfangen, klimafreundlicher zu leben.

Wir können uns auf diesem Planeten nicht einfach rücksichtslos verhalten und müssen begreifen, dass Natur und Tiere eine entscheidende Rolle für unser eigenes Leben spielen. Wem das noch nicht Motivation genug ist, der sollte zumindest die Zukunft der eigenen Kinder und Enkelkinder antreiben.

Tierschutz ist wichtig und macht uns menschlich

Wir sind uns einig, dass Tiere nur vor uns Menschen geschützt werden müssen, oder? Tierschutz ist also auch als eine gewisse Leitlinie für unser Verhalten auf diesem Planeten zu verstehen.

Jeder von uns kann und muss dazu beitragen, dass Tiere ein vernünftiges und artgerechtes Leben führen können. Und zwar alle Tiere, ob Hunde, Katzen, Schweine, Kühe oder Bienen – hier bei uns in Deutschland und an allen anderen Orten dieser Welt.

„Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit.“

Albert Schweitzer (mehr unter Tierschutz Zitate)

Abschließend möchte ich dir hier noch weiterführende Beiträge rund ums Thema Tierschutz mit an die Hand geben:

Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel verdeutlichen konnte, warum Tierschutz wichtig ist. Hast du Fragen, Tipps oder weitere Gründe parat? Dann freue ich mich schon auf deinen Kommentar.

Bleib‘ tierfreundlich,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS: Sieh dich gern noch etwas im Tierschutz Blog um. Dort lernst du zum Beispiel die Werkzeuge in der Massentierhaltung kennen, die es zumindest etwas leichter machen, sich in die Lage der Tiere hineinzuversetzen.

Quellenangaben:
₁ Mitteldeutscher Rundfunk: Unterschätztes Geflügel – intelligente Hühner (Stand: 04.06.2017), abrufbar unter https://www.mdr.de/wissen/intelligenz-bei-huehnern-100.html. [16.05.2023].

₂ Isabell Kubon: Sind Menschen Tiere? Darum stehen wir nicht über Tieren (Stand: 22.09.2021), abrufbar unter https://www.peta.de/themen/sind-menschen-tiere. [16.05.2023].

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Christoph Schulz

Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.

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