Wassermangel und Wasserknappheit - Ursachen, Folgen, Lösungen

Wasserknappheit – Ursachen, Folgen & Lösungen gegen den Wassermangel

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Kennst du schon das Umweltproblem der Wasserknappheit? Es gehört ohne Wenn und Aber zu den größten Umweltproblemen unserer Zeit. Da die Erde ja zu etwa 71% von Wasser bedeckt1)https://www3.hhu.de/biodidaktik/WasserSek_I/wo_findet_man_wasser/dateien/wasser_auf_der_erde.html ist, könnte man meinen, es stehe eigentlich genug davon zur Verfügung. Doch leider ist nur ein Bruchteil davon überhaupt trinkbar. Und der ist bereits heute in vielen Regionen der Erde knapp, sodass Umwelt und Gesellschaft spürbare Veränderungen erfahren.

In diesem Artikel möchte ich dir das Problem der Wasserknappheit bzw. des Wassermangels genau und erklären und zeigen, weshalb auch wir Deutschen eine Mitschuld daran tragen und wie wir im Alltag etwas dagegen tun können.

Hier noch ein kurzes Inhaltsverzeichnis für dich:

  1. Definition
  2. Beispiele
  3. Statistiken
  4. Ursachen
  5. Folgen
  6. Lösungen
  7. Schlusswort

Was bedeutet Wasserknappheit?

Der Begriff des Wasserknappheit meint einen akuten Wassermangel an trinkbarem Süßwasser in bestimmten Regionen der Erde, der sowohl durch einen hohen Verbrauch, die natürliche Verdunstung als auch durch Verschmutzung entstanden ist. Als Synonym für die Wasserknappheit werden auch häufig Wassermangel, Wasserkrise oder Wassernotstand genannt.

Da die folgenden Begriffe im direkten Bezug zur Wasserknappheit stehen, möchte ich sie dir ebenfalls noch zu Beginn dieses Artikels erklären:

  • Direkter Wasserverbrauch: Der Wasserverbrauch, der direkt durch dein Verhalten im Alltag entsteht. Zum Beispiel beim Duschen, Zähneputzen oder bei der Benutzung der Toilettenspülung.
  • Indirekter Wasserverbrauch: Die Wassermenge, die für die Herstellung deiner Konsumgüter verbraucht wird. Zum Beispiel für Kleidung oder Lebensmittel.
  • Virtuelles Wasser: Bei der Herstellung von Produkten verbrauchtes, verdunstetes oder verschmutztes Wasser.

Beispiele für Wasserknappheit

Das beste, wenn auch schockierendste Beispiel für die Entstehung sowie die Folgen der Wasserknappheit stellt sicherlich der Aralsee in Zentralasien dar. Ein Satellitenbild der Nase zeigt das gesamte Ausmaß menschlichen Handelns anhand zweier Bilder, die 14 Jahre auseinander lagen. Das östliche Becken ist heute vollständig ausgetrocknet. Bereits in den 50er und 60er Jahren wurde das Wasser der Zuströme für die Landwirtschaft genutzt, ehe diese in den 80ern versiegten. Das Ökosystem des Aralsees veränderte sich, Fische verschwanden – und mit ihnen auch die Fischereiwirtschaft.

In Deutschland trifft die Wasserknappheit zum Beispiel einige Städte in Ostwestfalen – insgesamt seien allein dort etwa 120.000 Menschen vom Wassermangel betroffen.2)https://www.focus.de/wissen/klima/in-ostwestfalen-feuerwehr-warnt-mit-lautsprecherdurchsagen-ersten-gemeinden-geht-das-wasser-aus_id_10866393.html

Ein weiteres europäisches Beispiel für die Wasserknappheit stellt die französische Gemeinde Vittel dar, wo der Grundwasserspiegel jedes Jahr drastisch absinkt. Grund dafür ist die Privatisierung der Wasserquellen durch den Konzern Nestlé, der nicht nur deshalb in der weltweiten Kritik steht. Jährlich werden in Vittel etwa 750 Millionen Liter Wasser abgepumpt, um es teuer in die ganze Welt zu verkaufen.3)https://utopia.de/nestle-wasser-vittel-90266/

Zahlen, Fakten & Statistiken zum Wassermangel

Um die wahren Ausmaße der Wasserknappheit verstehen zu können, habe ich dir im Folgenden einige der wichtigsten Daten rund um das Umweltproblem gesammelt:

  • Pro Jahr verbraucht jeder Mensch durchschnittlich etwa 1 Mio. Liter Wasser.4)https://rp-online.de/panorama/wissen/jeder-mensch-benoetigt-1000000-liter-wasser-pro-jahr_aid-11094253
  • 97,5% sind salziges Meerwasser und für uns Menschen nicht trinkbar. Deshalb denken viele Menschen, dass es so etwas wie Wassermangel nicht existiert.5)https://www.energiesparer.org/wasser/trinkwasser/
  • Nur 2,5% sind trinkbares Süßwasser. Leider sind davon sind nur etwa 0,3% durch Flüsse, Bäche und Seen direkt zugänglich für uns. 68,9% Prozent trinkbaren Wassers sind vereist, 30,8% sind im Grundwasser und etwa 0,01% zirkuliert in Wolken, Regen, Schnee und Hagel.6)https://www.energiesparer.org/wasser/trinkwasser/
  • 2,1 Milliarden Menschen haben weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser.7)https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/weltwasserwoche-2018-zehn-fakten-ueber-wasser/172968
  • Rund 884 Millionen Menschen haben keine Grundversorgung mit Wasser.8)https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/weltwasserwoche-2018-zehn-fakten-ueber-wasser/172968
  • In Deutschland werden Pro Kopf durchschnittlich 120 Liter Wasser direkt und etwa 5200 Liter indirekt verbraucht.9)https://blog.wwf.de/5-dinge-gegen-die-wasser-krise/
  • Mit 22,9 Tausend km³ verfügt Schweden über die größten Pro-Kopf-Süßwasserressourcen in Europa.10)https://de.statista.com/statistik/daten/studie/3220/umfrage/eu-laender-nach-suesswasserressourcen-pro-kopf-in-2006/
  • Weltweit werden jährlich etwa 4.000 km³ Frischwasser entnommen, wovon 70% auf den Agrarsektor, 20% auf die Industrie und 10% auf die kommunale Ebene zurückzuführen sind.11)http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/52730/wasserverbrauch
  • Wir Deutschen verbrauchen täglich etwa 4000 Liter „virtuelles Wasser“ pro Kopf.12)https://www.stern.de/panorama/wissen/natur/wasserverbrauch-4000-liter—jeder-mensch–jeden-tag-3603204.html
  • Mehr als 70% des deutschen Trinkwassers werden aus dem Grundwasser gewonnen.13)https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3642.pdf

Ursachen für Wasserknappheit

Ursache für die Wasserknappheit
Vor allem die rasant steigende Anzahl der Weltbevölkerung und der zunehmende Konsum sorgen für den Wassermangel.

Neben natürlichen Gegebenheiten wie der Verdunstung von Wasser hat die Knappheit des verfügbaren Trinkwassers auf der Erde vor allem menschengemachte Ursachen. Was dafür sorgt, dass so viele Menschen im wahrsten Sinne auf dem Trockenen sitzen, möchte ich dir hier kurz erklären.

Wachsende Weltbevölkerung

Während 1980 noch etwa 4,45 Millionen Menschen auf der Erde lebten, werden es im Jahr 2020 voraussichtlich schon 7,72 Millionen sein.14)https://de.wikipedia.org/wiki/Bevölkerungsentwicklung

Dadurch erhöht sich selbstverständlich auch der Bedarf an sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln, die bewässert werden müssen. Gleichzeitig gelangen durch den ebenfalls zunehmenden Konsum aber auch mehr Giftstoffe in die Flüsse und das Grundwasser.

Zunehmender Konsum

Das Konsumverhalten jedes einzelnen Menschen ist neben dem Klimawandel und dem rasanten Wachstum der Weltbevölkerung die Hauptursache der globalen Wasserknappheit. Auch wenn wir uns bei der Ursachenforschung häufig auf den direkten Wasserverbrauch konzentrieren, ist es vor allem der indirekte Wasserverbrauch durch den Konsum industrieller und landwirtschaftlicher Produkte, die für das Umweltproblem des Wassermangels sorgen.

Zum Beispiel muss Tierfutter im Anbau bewässert werden und Kühe müssen Wasser trinken. Auf diese Weise sind für die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch etwa 15.500 Liter Wasser notwendig. Auch wenn das auf den ersten Blick kaum ersichtlich ist, hat jedes Produkt also indirekt nochmal einen weitaus höheren Wasserverbrauch.

Klimawandel als Grund für den Wassermangel

Im Jahr 2016 war die durchschnittliche, globale Lufttemperatur bereits um 0,94°C höher als in der Mitte des 20. Jahrhunderts.15)https://www.klimafakten.de/meldung/klimawandel-eine-faktenliste Die globale Erwärmung schreitet mit großen Schritten voran und sorgt in Kombination mit dem hohen Wasserbedarf der wachsenden Weltbevölkerung für Trockenheit und schlussendlich für die globale Wasserknappheit.

Folgen des Wassermangels

Ursache für die Wasserknappheit
In vielen Teilen der Erde sorgt die Wasserknappheit für verheerende Probleme.

Inwiefern wirkt sich das knappe Wasser auf das Zusammenleben der Menschen und auf die Umwelt aus? Die folgenden ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sollten für jeden Einzelnen von uns genügend Motivation sein, um etwas gegen die globale Wasserknappheit zu unternehmen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass ohne Wasser kein Leben auf dieser Erde möglich ist.

Auswirkungen auf die Umwelt

Wenn wir Wasser verbrauchen und vergiften und zudem mehr Wasser verdunstet, bleibt das nicht ohne Folgen. Welche ökologischen Auswirkungen der Wassermangel hat, erfährst du jetzt in den folgenden Punkten.

Flüsse & Seen trocknen aus

In Deutschland ist der Fluss „Schwarze Elster“ im Süden an der Brandenburger Landesgrenze zu Sachsen aufgrund zu langer Dürren bereits ausgetrocknet. Internationales Beispiel ist, wie bereits beschrieben, der Aralsee. Die globale Erwärmung und die übermäßige Nutzung für zur Bewässerung der Landwirtschaft haben den östlichen Teil des Sees vollständig ausgetrocknet.

Grundwasserspiegel sinkt bedrohlich

Auch in Deutschland resultiert die Wasserknappheit als Folge des zunehmenden Bewässerungsbedarfs natürlich im Absinken des Grundwasserspiegels. Zudem kommen wirtschaftliche Interessen, wie das Abpumpen privatisierter Wasserquellen durch Konzerne wie Nestlé. Hier verweise ich wieder auf das Beispiel der französischen Gemeinde Vittel, in der es zu einem extremen Fall von Wassermangel gekommen ist.

Das Absinken des Grundwasserspiegels hat dann auch Auswirkungen auf den Wasserstand von Flüssen wie der Elbe, woraus wiederum das Umweltproblem des Artensterbens resultiert.

Extreme Dürren nehmen zu

Durch die Kombination aus Klimawandel und Wasserknappheit nehmen natürlich auch Anzahl und Ausmaß von Dürrekatastrophen zu. Sowohl in Deutschland bzw. in Europa, aber besonders im Osten Australiens und in vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara sind Dürren heute dauerhaft an der Tagesordnung. Grund dafür sind neben den schwindenden Süßwasserreserven auch die ausbleibenden Niederschläge.16)http://www.wassermangel.eu/duerrekatastrophe.html

Arten sterben aus

Wasser ist auch die Quelle des Lebens für Tiere und Pflanzen. Zunehmende Dürren und ausgetrocknete Gewässer kosten schlussendlich Millionen von Tieren und Pflanzen das Leben. Am Beispiel des Aralsees kann man sehr gut nachvollziehen, wie die Wasserknappheit ganze Ökosysteme auslöschen kann. Zunächst sanken die Fischpopulationen, bis sie, zumindest im östlichen Becken des Sees schließlich gänzlich ausgestorben waren.

Auswirkungen auf Gesellschaft & Wirtschaft

Die Gesetze der Natur stehen über allem. Und wenn der globale Wassermangel ökologische Folgen mit sich bringt, dann wirkt sich das selbstverständlich auch auf das Zusammenleben von uns Menschen aus. Folgend einige der meistdiskutierten Auswirkungen der Wasserknappheit.

Bewaffnete Konflikte um Trinkwasser

Ein gutes Beispiel dafür ist der Bau eines Staudammes im Nordwesten Äthiopiens. Dort sorgt die Umsiedelung von Menschen, die Zerstörung der Natur und vor allem die Aufteilung des Wassers mit Ägypten für heftige, gesellschaftliche Konflikte.

Kann die globale Wasserknappheit zukünftig nicht eingedämmt werden, wird es sowohl zwischen als auch innerhalb von Staaten zu noch schwerwiegenderen Konflikten und Wasserkriegen kommen.

Engpässe aufgrund von Ernteausfällen

Da die meisten Pflanzen bzw. Felder laufend bewässert werden müssen, gehören selbstverständlich auch existenzbedrohende Ernteausfälle bei einem Wassermangel zu den zu erwartenden Folgen.

Beispiel: Die Ernte des Weingutes „Vergenoegd“ in Südafrika ist aufgrund der Wasserknappheit innerhalb eines Jahres um 1/5 gesunken. Berühmte Weine können dann nicht mehr in den Mengen ausgeliefert werden.17)https://www.youtube.com/watch?v=idNMLTii9EI Das ist ein klassisches Beispiel für die wirtschaftlichen Auswirkungen der Wasserkrise, da es Unternehmer ruinieren und Kunden verärgern kann.

Menschen verhungern

Wenn kein sauberes Wasser zur Verfügung steht, können dementsprechend auch keine Pflanzen bewässert und keine Tiere mit Trinkwasser versorgt werden. Eine Folge dessen ist also auch der Welthunger. 18)https://www.welthungerhilfe.de/hunger/

Verseuchtes Trinkwasser & Krankheiten

Da auch viele Menschen privat und beruflich illegal Abfälle und Giftstoffe in Flüssen und Seen entsorgen, schrumpft die Menge an trinkbarem Wasser.

Laut Unicef nutzen etwa 4,5 Milliarden Menschen keine sicheren Sanitäranlagen.19)https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/weltwasserwoche-2018-zehn-fakten-ueber-wasser/172968 Krankheiten können sich schneller verbreiten und besonders kleine Kinder gefährden, deren Immunsystem noch nicht ausgeprägt ist. Besonders schnell können sich Krankheiten z.B. durch Überflutungen oder fehlendes, sauberes Trinkwasser in Krankenhäusern verbreiten.

Wassermangel verhindert Schulbildung

Da vor allem Kinder in Afrika täglich immer längere Wege zur nächsten Wasserquelle auf sich nehmen müssen, können sie auch immer weniger in die Schule gehen. Zudem haben weltweit nur etwa 69% aller Schulen grundlegenden Zugang zu Trinkwasser.20)https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/weltwasserwoche-2018-zehn-fakten-ueber-wasser/172968

Lösungen – Was tun gegen Wasserknappheit?

Was tun gegen Wasserknappheit
Regional und saisonal einzukaufen oder den eigenen Fleischkonsum zu reduzieren ist eine große Hilfe gegen die Wasserknappheit auf der Erde.

Um dem zunehmenden Wassermangel effektiv entgegenzuwirken, müssen Konsumenten, Wirtschaft und Politik an einem Strang ziehen. Ein bewusster, nachhaltiger Lebensstil ist jedoch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Hier erkläre ich dir, was du selbst tun kannst und was von Politik & Wirtschaft erwartet wird.

Was jeder gegen Wasserknappheit tun kann

Neben dem direkten Wasserverbrauch, sorgt vor allem der indirekte Wasserverbrauch für das Umweltproblem der Wasserknappheit. Hier erhältst du einige Tipps im Kampf gegen den Wassermangel im Alltag.

Bewusst Wasser sparen

Im Haushalt bieten sich dir viele Chancen, effektiv Wasser zu sparen. Nutze beispielsweise die Folgenden Tipps:

  • Kurzes Duschen: Je nachdem, wie lange du duschst, können dabei schon einmal 100 Liter Wasser verbraucht werden. Mach’s kurz und dusche am besten kalt – dann ist die erste Herausforderung des Tages schon gemeistert und weniger Energie verbraucht worden.
  • Wasserhahn zudrehen beim Zähneputzen: Holzzahnbürste anfeuchten und den Wasserhahn wieder ausdrehen. Drei Minuten Putzen und kurz ab- bzw. ausspülen. Was relativ logisch klingt, ist leider nicht die Regel. Doch damit spart man selbstverständlich eine Menge Wasser.
  • Regenwasser nutzen: Wenn du die Möglichkeit hast, dann fange doch etwas Regenwasser in einer Tonne auf und nutze das Wasser zum Bewässern der Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten.
  • Waschmaschine voll machen: Schalte die Waschmaschine erst an, wenn sie voll ist. Damit lohnt sich der Wasser- und Energieverbrauch auch wirklich und du musst die Maschine nicht jeden Tag anschmeißen.
  • Leitungswasser trinken: Die Qualität des Wassers aus dem Hahn ist in Deutschland flächendeckend sehr gut. Trinke deshalb Leitungswasser statt Wasser aus Plastikflaschen. Damit stoppst du z.B. die Austrocknung von Regionen mit privatisierten Wasserquellen.

Es gibt wirklich hunderte Ansatzpunkte dafür, den direkten Wasserverbrauch im Alltag zu reduzieren. Achte einfach einmal bewusst darauf, wo du überall Wasser benötigst. Mit diesem Wasserverbrauchs-Rechner kannst du ja einfach Mal errechnen, wie viel Wasser du selbst jeden Tag direkt verbrauchst. Ich bin bei etwa 50 Litern gelandet – da ist sicher noch etwas Potential nach oben.

Bewusster konsumieren

Da unser persönlicher, täglicher Wasserverbrauch vor allem auf unser Konsumverhalten zurückzuführen ist, haben wir auch hier viele Chancen, ihn im Alltag zu reduzieren:

  • Regionale & saisonale Lebensmittel: Nutze unsere Tipps um deine Lebensmittelverschwendung zu reduzieren, damit auch dein indirekter Wasserverbrauch sinkt. Kaufe bewusst regionale und saisonale Lebensmittel, da z.B. Orangen aus Spanien wieder stark bewässert werden müssen und für Wasserknappheit vor Ort sorgen.
  • Weniger Fleisch essen: Rinder trinken tausende Liter Wasser und auch das Futter muss bewässert werden. Inklusive der Reinigung der Ställe werden für ein Kilogramm Fleisch 15.500 Liter Wasser verbraucht.21)https://waterfootprint.org/media/downloads/Hoekstra_and_Chapagain_2006.pdf
  • Kleidung: Baumwolle für Kleidung wird meist dort angebaut, wo es heiß ist und kaum regnet. Die Felder werden daher mit Wasser aus Flüssen und Seen bewässert, die dadurch abtrocknen. Fast Fashion sorgt daher auch für Wasserknappheit, weshalb du vorhandene Kleidung bzw. Second Hand mehr wertschätzten solltest.
  • Urlaub: Noch wichtiger als in Deutschland Wasser zu sparen, nützt das Wassersparen in den Urlaubsregionen mehr, in denen die Wasserknappheit extremer ist. Bestes Beispiel ist die Wasserkrise in Kapstadt.

Wie bereits in den Statistiken erwähnt, verbraucht jeder Deutsche durchschnittlich 5200 Liter Wasser indirekt durch sein Konsumverhalten. Versuche dich also auch hier sukzessive zu verbessern und grundsätzlich etwas minimalistischer zu leben.

Tipp: Im separaten Artikel erhältst du wertvolle Tipps, um in deinem Alltag dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Aufgaben von Wirtschaft & Politik gegen den Wassermangel

Da Wasser nicht einfach von einem zum anderen Kontinent umverteilt werden können, ist vor allem eine weltweite Zusammenarbeit der Verantwortlichen aus Wirtschaft & Politik entscheidend im Kampf gegen die globale Wasserknappheit.

  • Förderung von Wasserprojekten (wie z.B. dem Warka-Turm, der Wasser aus Nebeltropfen, Morgentau und Regen sammelt)
  • Schutz von Meeren und Flüssen (z.B. vor Plastikmüll in der Umwelt)
  • Schärfere Kontrollen von Industrieunternehmen (bezüglich Wasserverbrauch und Abwasserentsorgung)
  • Schutz von Wassereinzugsgebieten (wie z.B. vor Abholzung von Wäldern, die als Wasserspeicher dienen)
  • Förderung neuer Bewässerungsmethoden in der Landwirtschaft (z.B. Tröpfchenbewässerung zur Reduzierung der Verdunstung)

Die Liste der möglichen Lösungsansätze ist lang, schlussendlich müssen Politik und Wirtschaft auch neue Lebensweisen wie den veganen Lebensstil fördern. Denn aktuell leben wir auch was das Trinkwasser betrifft, über unseren Verhältnissen.

Kurze Anekdote: Als wir in Kapstadt waren, wurden wir schon am Flughafen von Beamten dazu angehalten, während unseres Aufenthaltes massiv Wasser zu sparen. Dort hatten wir manchmal für 10 Stunden am Tag kein fließendes Wasser. In solchen Situationen merkt man dann ganz besonders, in wie vielen Situationen man wirklich Wasser benötigt.

Lässt sich das Umweltproblem der Wasserknappheit stoppen?

Das Umweltproblem der Wasserknappheit
Ob Konsument, ob Politik, ob Wirtschaft – Jeder muss seinen Teil um Kampf gegen die weltweite Wasserknappheit leisten.

Je dringlicher das Problem, desto schneller kommt man auf kreative Lösungen. Den größten Effekt können wir Konsumenten in Kombination mit Wirtschaft und Politik aber sicherlich durch die Förderung einer bewusst nachhaltigen Lebensweise erzielen. Die ist notwendig, weil uns sonst noch schlimmere Folgen drohen, als wir sie bereits heute zu spüren bekommen.

 „Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt.“

Boutros Boutros-Ghali, ehem. UNO Generalsekretär22)http://www.science-skeptical.de/blog/warum-es-keine-kriege-um-wasser-geben-wird/007006/

Der Kanal Y-Kollektiv hat auf YouTube die großartige Dokumentation „Auf dem Trockenen – Einer Millionenstadt geht das Wasser aus“ über Kapstadt in Südafrika veröffentlicht. Diese Doku kann ich wirklich jedem ans Herz legen, da sie die Folgen des Wassermangels sehr greifbar veranschaulicht.

Hast du Fragen, Tipps oder eigene Erfahrung mit dem Umweltproblem der Wasserknappheit gemacht? Dann hinterlasse mir gern einen Kommentar unter diesem Beitrag. Bitte teile diesen Artikel auch mit anderen, um möglichst schnell, möglichst viele Menschen aufzuklären.

Bleib‘ sauber,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Im Umweltschutz Blog gibt es noch viele weitere Info’s sowie Tipps & Tricks für einen nachhaltigen Alltag. Schau‘ doch Mal rein!

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