Plastik-Müll im Meer - Zahlen, Fakten, Studien 2016/2016

Plastik-Müll – Zahlen, Fakten, Studien 2016/2017

Im Jahr 2050 könnte dreimal mehr Plastik im Meer schwimmen als Fische. Diesen und weitere Zahlen, Fakten und Studien zum Thema Plastik-Müll erwarten dich in diesem Beitrag. Die Ergebnisse der Plastik-Studien, sowie die Statistiken und Fakten zum weltweiten Plastik-Müll sind entscheidend, um die Menschen für das Plastik-Problem zu sensibilisieren. Wie du in den einzelnen Fakten sicher bemerken wirst, ist dieses Problem einfach viel zu wenigen Menschen bekannt. Teile diesen Artikel über Plastik-Müll und mache es den Menschen in deinem Umfeld bewusst. Nur so können wir dabei unterstützen, dass nicht weiterhin mit steigender Tendenz jährlich etwa 32 Millionen Tonnen Plastik-Müll in die Umwelt gelangen.

Verbrauchsdaten zum Plastik-Müll

Diese Fakten machen dir innerhalb von ein paar Sekunden das gesamte Problem mit dem Plastik-Müll in Europa und der Welt bewusst:

  • Mit 11,7 Tonnen verbraucht Deutschland so viel Plastik wie kein anderes Land in Europa.
  • Jährlich werden in Deutschland 6 Milliarden Plastik-Tüten verbraucht.
  • Die durchschnittliche Gebrauchsdauer für eine Plastik-Tüte in Deutschland liegt bei 25 Minuten.
  • Nur etwa 42% des Plastik-Mülls in Deutschland werden recycelt.
  • Dänemarks Recycling-Rate für Plastik liegt bei etwa 90%.
  • Europa belegt ein Viertel des weltweiten Plastik-Verbrauchs.
  • 35% des weltweiten Plastik-Verbrauchs sind alleine auf Verpackungen zurückzuführen.
  • Bei uns in Europa werden durchschnittlich nur 7 von 100 Plastiktüten recycelt.
  • Die Herstellung von Plastik erfordert rund 8% der weltweiten Ölproduktion. 2050 könnte der Wert schon bei 20% liegen.
  • 1950 startete das erste Plastik-Produkt auf dem Markt. Zu dieser Zeit wurden weltweit jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Plastik produziert. Heute sind es 300 Millionen Tonnen.

Umweltbezogene Daten zum Plastik-Müll

Die Fakten zum Plastik-Müll in den Ländern hast du nun kennen gelernt. Mit den folgenden Fakten werden dir die Auswirkungen des übermäßigen Plastik-Konsums auf die Umwelt bewusst:

  • Jährlich verenden etwa 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger durch den Kontakt mit unserem Plastik-Müll.
Basstölpel mit Plastikmüll an der Ostsee

Basstölper mit Resten von Fischernetzen als Nest-Material / Foto: Thomas Ronge/AWI

  • In weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile 6 Mal mehr Plastik als Plankton.
  • Eine Plastikflasche benötigt 450 Jahre im Meer, um sich zu zersetzen. Dabei löst sich das Plastik allerdings nur in kleinere, kaum sichtbare Plastik-Teilchen auf. Wie lange eine Blechdose, eine Angelschnur und viele andere Dinge zur Zersetzung benötigen, erfährst du auf dieser Grafik des Umweltbundesamtes.
  • Das United Nations Environment Programme (UNEP) schätzt, dass sich bis zu 99 Prozent des Plastik-Mülls im Meer, entweder schwebend in der Wassersäule oder am Meeresboden befindet.
  • 10% des Plastics im Ozean sind Mikroplastik-Pellets, die genauso aussehen wie Fischeier. Das Plastik saugt zusätzlich ölige Schadstoffe wie Pestizide und Herbizide aus der Landwirtschaft auf.
  • Weltweit gibt es 6 riesige Plastik-Müll-Strudel, siehe folgende Abbildung:
Die 6 Müllstrudel im Meer

Die 6 Plastik-Müllstrudel auf der Erde / Bildquelle: sandrawyssgbms.files.wordpress.com

Gesundheitliche Folgen durch das (Mikro-)Plastik

Die folgenden Fakten zeigen, dass das Plastik auch unsere Gesundheit wesentlich beeinflusst und wir diese gesundheitliche Beeinträchtigung durch die falsche Produktwahl beschleunigen:

  • Phtalate (Weichmacher) bewirken eine Auf- / Abregulierung der Funktion unserer Gene. Sie verändern die genetische Information. Diese Chemikalien können vom Gehirn bis zum Immunsystem aller Teile unseres Körpers verändern.
  • Diese Mikroplastik-Bestandteile kommen besonders häufig in Duschgel, Peelings und vielen weiteren Kosmetik-Produkten vor:
  1. Polyethylen (PE)
  2. 
Polypropylen (PP)
  3. 
Polyethylenterephthalat (PET)
  4. 
Nylon-12 

  5. Nylon-6 

  6. Polyurethan (PUR)
  7. 
Acrylates Copolymer (AC) 

  8. Acrylate Crosspolymer (ACS) 
P
  9. olymethyl methacrylate (PMMA) 

  10. Polyacrylate (PA)
  11. Polystyrene (PS) 

  12. Polyquaternium (P)
  • Mehr als jede 3. untersuchte Sonnen- creme enthält Acrylates/ C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Mehr als jede 5. untersuchte Gesichts- creme enthält Acrylates/ C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Mehr als jedes 10. untersuchte Körper- peeling enthält Polyethylen (PE). Polyethylen ist jedoch nur ein Teil des großen Mikroplastik-Problems.
  • Kosmetik braucht kein Plastik: Synthetische Polymere in Kosmetika könnten einfach durch natürliche Stoffe wie Salze, geschrotete Kerne, Mais oder Cellulose ersetzt werden. Doch diese sind natürlich teurer als Kunststoffe.

Fazit zum Plastik-Problem 2016/2017

Wir sollten im Kopf behalten, dass wir Verbraucher nichts verbrochen haben, auch wenn manche Vertreter der Kunststoffindustrie es behaupten. Ich glaube ja nicht einmal das die Kunststoff-Industrie bewusst Material genutzt hat, das nicht biologisch abbaubar ist. Wir alle sind irgendwann in den die Plastik-Euphorie geraten. Wir müssen jetzt aber neu überdenken, wie wir zu synthetischen Materialien stehen. Unternehmen wir nichts, sägen wir nur weiter an dem Ast, auf dem wir sitzen. Den Plastik-Müll, den wir falsch entsorgen, haben wir schlussendlich wieder auf dem Teller. Denn gerade die Tiere aus dem maritimen Raum halten das Plastik für Nahrung und verenden daran. Alle Menschen müssen für das Plastik-Thema sensibilisiert werden. Das ist nicht nur meine, sondern auch die Aufgabe desjenigen, der diese Zeilen liest. Denn du bist ein umweltbewusster Mensch und hast verstanden, was der übermäßige Plastik-Konsum und der falsche Umgang mit dem Kunststoff auf unserer Welt anrichten.


Quellenverzeichnis:

ELLEN MACARTHUR FOUNDATION – Rethinking the future of Plastics, 2016.

The New Plastics Economy Rethinking the future of plastics, WORLD ECONOMIC FORUM, 2016.

MARINE PLASTIC DEBRIS AND MICROPLASTICS – Global lessons and research to inspire action and guide policy change, UNEP 2016. (online leider nicht mehr verfügbar)

Mikroplastik-Studie 2016 – Codecheck-Studie zu Mikroplastik in Kosmetika / Bund for Umwelt und Naturschutz Deutschland, 2016.

Titelbild „Geisternetze in der Ostsee“ – picture-alliance/dpa

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Ich bin Christoph und reise als digitaler Nomade durch die Welt, um Plastik-CleanUps zu organisieren und Plastikmüll in der Natur zu beseitigen. Auf CareElite.de gebe ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes Leben ohne Müll mit fantastischen Natur-Reisen. Mit jedem Einkauf, jedem Like und regelmäßigen Besuchen auf meinem Nature Blog unterstützt du mich unglaublich in meiner Arbeit als Umweltschützer! Danke, dass du dabei bist! :-)

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