Plastik-Müll im Meer - Zahlen, Fakten, Studien 2016/2016

Plastikmüll Zahlen, Fakten & Studien 2017/2018

Christoph CareElite Blog, Plastikfrei leben, Plastikmüll in der Umwelt, Recycling & Upcycling, Umweltschutz 34 Comments

Du suchst Plastikmüll Zahlen, Fakten und Studien? Im Jahr 2050 könnte dreimal mehr Plastik im Meer schwimmen als Fische. Diese und weitere Zahlen, Fakten und Studien zum Thema Plastikmüll erwarten dich in diesem Beitrag. Die Ergebnisse der Plastik-Studien, sowie die Statistiken und Fakten zum weltweiten Plastik-Müll sind entscheidend, um die Menschen für das Plastik-Problem zu sensibilisieren. Wie du in den einzelnen Fakten sicher bemerken wirst, ist das Problem mit dem Plastikmüll viel zu wenigen Menschen bekannt. Teile diesen Artikel über Plastikmüll Statistiken und mache es den Menschen in deinem Umfeld bewusst. Nur so können wir dabei unterstützen, dass nicht weiterhin mit steigender Tendenz jährlich etwa 32 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Umwelt gelangen.

Verbrauchsdaten zum Plastikmüll

Diese Fakten1)http://advances.sciencemag.org/content/3/7/e1700782/tab-article-info – Production, use and rate of all plastisch ever made by Roland Geyer, Jenna R. Jambeck and Kara Lavender Law machen dir innerhalb von ein paar Sekunden das gesamte Problem mit dem Plastik-Müll in Europa und der Welt bewusst:

  • Seit 1950 wurden 8,3 Mrd. Tonnen Kunststoff (Vgl.: entspricht dem Gewicht von 80.000.000 Blauwalen) erzeugt (Plastikmüll Statistik 2017)
  • Von 8,3 Mrd. Tonnen aus der Plastik Herstellung wurden nur 600 Mio. Tonnen tatsächlich recycelt, 800 verbrannt. (Plastikmüll Statistik 2017)
  • Die Recyclingraten sind niedrig: Europa (30%), China (25%) und USA (9%). (Plastikmüll Statistik 2017)
  • Jeder Deutsche produziert durchschnittlich 37 kg Plastikmüll nur aus Verpackungsmüll pro Jahr (Plastikmüll Statistik 2017)
  • Insgesamt erzeugt jeder Deutsche 611 kg Müll pro Jahr! (Plastikmüll Statistik 2012)
  • Nur Estland (46,5 kg), Luxemburg (52 kg) und Irland (71 kg) produzieren mehr Plastikmüll als Deutschland pro Kopf (Plastikmüll Statistik 2017)
  • Mit 11,7 Mio. Tonnen verbraucht Deutschland so viel Plastik wie kein anderes Land in Europa. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Jährlich werden in Deutschland 6 Milliarden Plastik-Tüten verbraucht. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Die durchschnittliche Gebrauchsdauer für eine Plastik-Tüte in Deutschland liegt bei 25 Minuten. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Nur etwa 42% des Plastik-Mülls in Deutschland werden recycelt. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Dänemarks Recycling-Rate für Plastik liegt bei etwa 90%. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Europa belegt ein Viertel des weltweiten Plastik-Verbrauchs. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • 35% des weltweiten Plastik-Verbrauchs sind alleine auf Verpackungen zurückzuführen. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Bei uns in Europa werden durchschnittlich nur 7 von 100 Plastiktüten recycelt. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Die Herstellung von Plastik erfordert rund 8% der weltweiten Ölproduktion. 2050 könnte der Wert schon bei 20% liegen. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • 1950 startete das erste Plastik-Produkt auf dem Markt. Zu dieser Zeit wurden weltweit jährlich etwa 1,5 Millionen Tonnen Plastik produziert. Heute sind es 300 Millionen Tonnen. (Plastikmüll Statistik 2016)
Massenhaft Plastikmüll am Strand von Canggu auf Bali

Massenhaft Plastikmüll am Strand von Canggu auf Bali

Umweltbezogene Daten zum Plastikmüll

Die Fakten zum Plastik-Müll in den Ländern hast du nun kennen gelernt. Mit den folgenden Fakten werden dir die Auswirkungen des übermäßigen Plastik-Konsums auf die Umwelt bewusst:

  • Jährlich verenden etwa 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger durch den Kontakt mit unserem Plastikmüll. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • In weiten Teilen des Meeres gibt es mittlerweile 6 Mal mehr Plastik als Plankton. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Eine Plastikflasche benötigt 450 Jahre im Meer, um sich zu zersetzen. Dabei löst sich das Plastik allerdings nur in kleinere, kaum sichtbare Plastik-Teilchen auf. Wie lange eine Blechdose, eine Angelschnur und viele andere Dinge zur Zersetzung benötigen, erfährst du auf dieser Grafik des Umweltbundesamtes. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • Das United Nations Environment Programme (UNEP) schätzt, dass sich bis zu 99 Prozent des Plastik-Mülls im Meer, entweder schwebend in der Wassersäule oder am Meeresboden befindet. (Plastikmüll Statistik 2016)
  • 10% des Plastics im Ozean sind Mikroplastik-Pellets, die genauso aussehen wie Fischeier. Das Plastik saugt zusätzlich ölige Schadstoffe wie Pestizide und Herbizide aus der Landwirtschaft auf. (Plastikmüll Statistik 2016)
Müllstrudel im Meer - Meeresstrudel Müll

Hier sind die großen 5 Müllstrudel im Meer / Copyright CareElite.de

Plastikmüll Zahlen & Prognosen für die Zukunft

Immer wieder hört man von Prognosen von Wissenschaftlern. Hier habe ich dir die mit Vorsicht zu genießenden, aber keinesfalls unrealistischen Schätzungen einmal festgehalten:

  • Forscher schätzen, dass bis zum Jahr 2050 weitere 34 Milliarden. Tonnen Kunststoff produziert werden.
  • Wenn der Plastik-Konsum mit der aktuellen Geschwindigkeit voranschreitet, haben wir im Jahr 2050 3x Plastik im Meer, als Fische

Gesundheitliche Folgen durch (Mikro-)Plastik

Die folgenden Fakten2)http://corporate.codecheck.info/wp-content/uploads/2016/10/Codecheck_Mikroplastikstudie_2016.pdf – Codecheck-Studie zu Mikroplastik in Kosmetika / Bund for Umwelt und Naturschutz Deutschland, 2016. zeigen, dass das Plastik auch unsere Gesundheit wesentlich beeinflusst und wir diese gesundheitliche Beeinträchtigung durch die falsche Produktwahl beschleunigen:

  • Phtalate (Weichmacher) bewirken eine Auf- / Abregulierung der Funktion unserer Gene. Sie verändern die genetische Information. Diese Chemikalien können vom Gehirn bis zum Immunsystem aller Teile unseres Körpers verändern.
  • Diese Mikroplastik-Bestandteile kommen besonders häufig in Duschgel, Peelings und vielen weiteren Kosmetik-Produkten vor:
  1. Polyethylen (PE)
  2. 
Polypropylen (PP)
  3. 
Polyethylenterephthalat (PET)
  4. 
Nylon-12 

  5. Nylon-6 

  6. Polyurethan (PUR)
  7. 
Acrylates Copolymer (AC) 

  8. Acrylate Crosspolymer (ACS) 
P
  9. olymethyl methacrylate (PMMA) 

  10. Polyacrylate (PA)
  11. Polystyrene (PS) 

  12. Polyquaternium (P)
  • Mehr als jede 3. untersuchte Sonnen- creme enthält Acrylates/ C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Mindestens jede 5. untersuchte Gesichts- creme enthält Acrylates/ C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Mehr als jedes 10. untersuchte Körper- peeling enthält Polyethylen (PE). Doch Polyethylen ist nur ein Teil des großen Mikroplastik-Problems.
  • Kosmetik braucht kein Plastik: Synthetische Polymere in Kosmetika könnten einfach durch natürliche Stoffe wie Salze, geschrotete Kerne, Mais oder Cellulose ersetzt werden.

Fazit zu den Plastikmüll Zahlen 2017/2018

Wir sollten im Kopf behalten, dass wir Verbraucher nichts verbrochen haben, auch wenn manche Vertreter der Kunststoffindustrie es behaupten. Ich glaube ja nicht einmal das die Kunststoff-Industrie bewusst Material genutzt hat, das nicht biologisch abbaubar ist. Wir alle sind irgendwann in den die Plastik-Euphorie geraten. Wir müssen jetzt aber neu überdenken, wie wir zu synthetischen Materialien stehen. Unternehmen wir nichts, sägen wir nur weiter an dem Ast, auf dem wir sitzen. Den Plastikmüll, den wir falsch entsorgen, haben wir schlussendlich wieder auf dem Teller (siehe dazu den Artikel Bioakkumulation der Gifte – Plastik in der Nahrungskette). Denn gerade die Tiere aus dem maritimen Raum halten das Plastik für Nahrung und verenden daran. Alle Menschen müssen für das Plastik-Thema sensibilisiert werden. Das ist nicht nur meine, sondern auch die Aufgabe desjenigen, der diese Zeilen liest. Denn du bist ein umweltbewusster Mensch und hast verstanden, was der übermäßige Plastik-Konsum und der falsche Umgang mit dem Kunststoff auf unserer Welt anrichten.

Bleib‘ sauber,

Plastikfrei leben - Weniger Plastikmüll in der Umwelt

 

 

PS.: Lerne im Artikel Plastikfrei leben, wie du das Leben ohne Plastik ganz einfach meistern kannst, ohne dich zu verbiegen!


Quellenverzeichnis:

ELLEN MACARTHUR FOUNDATION – Rethinking the future of Plastics, 2016.

The New Plastics Economy Rethinking the future of plastics, WORLD ECONOMIC FORUM, 2016.

MARINE PLASTIC DEBRIS AND MICROPLASTICS – Global lessons and research to inspire action and guide policy change, UNEP 2016. (online leider nicht mehr verfügbar)

Titelbild „Geisternetze in der Ostsee“ – picture-alliance/dpa

Plastikmüll Zahlen Daten und Fakten - Statistiken Plastik

Ich bin Christoph und unterstütze und organisiere Plastikmüll CleanUps auf der ganzen Welt, um den Plastikmüll aus der Natur zu entfernen. Auf CareElite.de gebe ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes Leben ohne Müll, mit fantastischen Natur- und Wildlife-Erlebnissen. Mit jedem Einkauf, jedem Like und regelmäßigen Besuchen auf dem CareElite Blog unterstützt du mich unglaublich in meiner Arbeit für den Erhalt unserer Natur! Danke, dass du da bist! :)

Einzelnachweise   [ + ]

Comments 34

  1. Liebe Naturschützer,

    Ihr habt vollkommen recht: Wir stehen vor einer Müllkatastrophe. Nicht nur in den Meeren. Zur Vermeidung müssen vor allem in Europa politische Regelungen getroffen werden. Vor allem in Südeuropa – Griechenland, Italien (Sizilien) etc. wird die Natur und das Meer seit Jahrzehnten bewusst als Müllkippe missbraucht. Der Grund z.B. für Müll an Land und im Meer, insbesondere Plastik- und Glasflaschen: Kein Rücknahmesystem, kein Recycling, keine Müllabfuhr, und eine katastrophale Einstellung zur Umwelt. Bei diesem Problem gibt es ein deutliches Nord-Südgefälle, wobei es hier auch genug Umweltsäue gibt, die ihren Müll in den Wald werfen. Für die Hauptverursacher die Mittelmeeranrainer bleiben nur straffe EU-Vorschriften bzw. Regelungen. Z.B. Recycling- oder Rücknahmevorschriften! Aber: Wer diese Länder kennt, weiß um deren Lebenswelt und Einkaufskultur. Da gibt es eben kaum Großmärkte wie ALDI etc., umso mehr kleine Läden, welche solche Verfahren nicht stemmen können. Im Süden Europas und in großen Teilen der Welt gibt es nirgends ein Rücknahmeverfahren für Plastikflaschen etc.. Solange da nichts geregelt wird brauchen wir über den Rest der Welt und der Meere keine Sekunde nachdenken. Leider! Mit gut gemeinten Apellen und Aktionen kommen wir Mitteleuropäer so keinen Schritt weiter. Ein paar Müllsammelschiffe oder engagierte Aktivisten kommen auch mit vielen Spendenmitteln nicht voran. Der Hebel liegt erstmal bei der (Europa)-Politik. Wo sind unsere GRÜNEN in Europa?
    Schöne Grüße

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      Hallo Fritz, vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! 🙂

      Du hast völlig Recht. Ich hoffe, dass die Politik aufwacht. Wir können nur unsere Hausaufgaben machen und unsere Gewohnheiten anpassen, plastikfreier Leben und den Müll so gut es geht reduzieren. Aufgrund der veränderten Nachfrage müssen Politik und Unternehmen ebenfalls nachziehen. Von Der Politik wünsche ich mir den Schritt natürlich sofort, denn mit Gebühren, Steuern und Strafen lässt sich in den Köpfen der Menschen schnell etwas bewirken.

      Beste Grüße
      Christoph

    2. Sicher in Europa ist auch Verbesserungspotential vorhanden. Die Millionenstädte in Afrika produzieren riesige Mengen von Müll und dort wird praktisch nichts verbrennt oder recycliert. Ich denke die Europäer sind schon ziemlich fortschrittlich.

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        Hi Dominik! Fortschrittlich sind wir auf jeden Fall, allerdings wurden bisher auch Massen an Plastikmüll nach China verschifft, weil wir der Lage nicht mehr Herr sind. Jetzt steht Deutschland aufgrund des vielen Plastikmülls vor einer großen Herausforderung und ich hoffe, dass ein generelles Umdenken stattfindet.

        Es ist aber auch egal, wo der Müll herkommt, denn am Ende essen wir alle die Fische, die Mikroplastik in den Zellen haben.

        Viele Grüße,
        Christoph

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      Hi Blck! Was meinst du? Ob der Anteil des Mülls der nicht recycelt wird ins Meer gelangt? Ein Großteil gelangt in die Umwelt und dann früher oder später auch ins Meer, genau.

      Habe gerade einen neuen Artikel über die Müllstrudel im Meer veröffentlicht, schau‘ ihn dir mal an.

      Liebe Grüße
      Christoph

      1. Christoph,

        was „Blck“ meinte (und ich denke, das hast du auch verstanden), ist dass Plastikmüll, der in Deutschland anfällt, verbrannt oder recycelt wird. Da landet nichts im Meer. Allein schon deswegen, weil es wirtschaftlich keinen Sinn macht.

        Es bringt also Null Komma Garnichts in Deutschland die Steuerlast für den Normalbürger ins unermessliche zu treiben, als Strafe dafür, dass Drittweltländer ihren Müll in den Ozeanen entsorgen.

        Das ist blinder Aktionismus und spielt einzig und allein der Politik in die Karten, die sich hier mit der Unwissenheit und Gutgläubigkeit der Menschen die Taschen voll macht.

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          Hi Timo! Danke für deinen Kommentar. Die Steuerlast muss auch nicht erhöht werden, wer sagt das? Es geht eher um Verbote von überflüssigem Plastik, wie zum Beispiel Plastiktüten. Das sollte auch nicht nur in Deutschland, sondern weltweit eingeführt werden. Aktuell fangen erste Städte und Länder damit an.

          Gruß Christoph

  2. Pingback: So wenig Plastik wird wirklich recycelt 😵?! - plastic isnt fantastic

  3. Lieber CHristoph,

    darf ich fragen woher du diese Zahl hast bzw. in welcher Umfang (Mio, Mrd. oder pro Kopf?).Leider finde ich in der aktullen (angegebenen Statikstik) nix dazu.
    Danke

    „Mit 11,7 Tonnen verbraucht Deutschland so viel Plastik wie kein anderes Land in Europa. (Plastikmüll Statistik 2016)“

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      Hi Lina, der Wert kommt aus einer separaten Statistik Namens „The Plastic Age“ – allerdings kann ich dir gerade keinen Download-Link anbieten, aber mache mich noch einmal auf die Suche.

      Viele Grüße
      Christoph

      Viele Grüße, Christoph

  4. Hallo Christoph,
    vielen Dank für diesen Artikel. Mich würden die direkten Links zur Plastikmüll Statistik 2016 und 2017 interessieren. Ich finde den Kontext immer ganz interessant.
    Vielen Dank für deine Zeit und Hilfe,
    Manuela

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  5. Hallo Christoph,

    ich bin neu in der Blogger/less Waste Welt – aber besser spät als nie 🙂

    Ich habe deinen Blog bei mir verlinkt und würde mich freuen, wenn Du mal vorbeischaust.
    Ein schönes Wochenende Dir!

    Viele Grüsse aus Frankfurt,
    Laura

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      Hi Laura! Eine tolle Seite hast du da auf die Beine gestellt 🙂

      Danke für dein Feedback und lass‘ uns gemeinsam etwas verändern!

      Viele Grüße,
      Christoph

  6. Gibt es konkrete, valide Zahlen in Bezug auf:
    Wieviele PlastikTÜTEN aus Deutschland landen im Meer?
    Wie schneiden 1x gebrauchte Plastiktüten ab im Vergleich mit 1x gebrauchten Papiertüten, wenn sie nach Gebrauch verbrannt werden?
    Gibt es ernstzunehmende Untersuchungen, die nachweisen, dass und wie vorbildliches deutsches Verhalten die Einstellungen der III. Welt ändern?
    MfG

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      Hi Hanns,

      leider habe ich dazu keine Zahlen parat, da die Fälle sehr spezifisch sind.

      Wir verändern nur etwas in dritte Welt Ländern, wenn wir in den direkten Austausch miteinander gehen.

      Wir müssen unser Wissen weitergeben, damit dort keine Zeit verloren geht.

      Bleib‘ sauber,
      Christoph

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      Hi Max und danke für deine Hinweise! Ist schon angepasst.

      Jeder muss sich selbst an die eigene Nase fassen, Konsument, Hersteller, Großkonzern, Politik.

      Wenn wir den Plastikmist nicht mehr kaufen, werden das auch Hersteller nach und nach verstehen. Doch wir haben keine Zeit zu verlieren.

      Liebe Grüße
      Christoph

  7. Lieber Christoph,

    Wir finden diese Website seeeehr informativ und würden uns sehr über weitere beiträge freuen.

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  8. Hallo Christoph,
    Ich verstehe irgendwie nicht ganz warum ich meinen Plastikkonsum für die Umwelt reduzieren sollte, wenn ich das Plastik ganz normal im Müll entsorge. Anscheinend wird ja so gut wie alles in Deutschland entweder verbrannt oder recycelt und es landet so gut wie nichts auf Mülldeponien. Es ist mir klar, dass mehr Plastik werkstofflich verwertet werden sollte und mir ist auch das Plastikproblem in der Welt bewusst ,nur ist Deutschland für andere Länder ja eigentlich eher ein Vorbild was die Verwertung angeht oder nicht?
    Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen 🙂

    Liebe Grüße,
    Sarih

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      Hi Sarih, danke für deinen Kommentar.

      Plastik besteht aus Erdöl bzw. Rohbenzin, einem begrenzten Rohstoff. Auch wenn unsere Recyclingquote hoch ist, wird zu viel verbrannt -> das heißt, der limitierte Rohstoff wird hier vernichtet. Auch wenn wir im Vergleich eine hohe Recyclingquote haben, heißt das nicht, das wir uns darauf ausruhen sollten. Denn die Quote ist immer noch mies.

      Auch in Deutschland haben wir eine Menge Plastikmüll in der Umwelt, ganz besonders auch Mikroplastik.

      Und ist es nicht ein cooles Gefühl, wenn du es schaffst umweltbewusst zu konsumieren, sodass du nicht jeden Monat 10 Säcke Plastikmüll produziert hast? 🙂 Schau‘ dir dazu gern den Artikel Zero Waste Lebensstil an.

      Ich freue mich auf deinen nächsten Kommentar und wünsche dir einen schönen Abend.

      Bleib‘ sauber,
      Christoph

    1. Post
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  9. Hi Christoph,

    ich finde es sehr gut, dass Du Dich in dieser Sache engagierst. Ich beschäftige mich auch beruflich sehr mit dem Thema Recycling, Biokunststoffe und dem gesamten Müllproblem.

    Ich arbeite in einer Firma, die Kunststoffverpackungen herstellt. Wir sind sehr damit konfrontiert, dass aufgrund der immer mehr (zurecht) in den Vordergrund tretenden Diskussion über die Kunststoffabfälle unsere Businesskunden zurückhaltend mit dem Thema Kunststoff umgehen.

    Was mir dabei aber immer wieder auffällt ist, dass der Fokus der Diskussionen am eigentlichen Thema vorbeigeht oder zumindest den eigentlichen Kern nicht trifft. Auch Du schreibst in Deinem Blog über die Kunststoff-Bestandteile unserer Kosmetika. Dies ist ja nun auch schon seit mehreren Jahren in der Diskussion und sicher auch nicht unbedingt notwendig.

    Allerdings ist dieser (unnötige) Anteil an Mikroplastik verschwindend gering im Vergleich mit anderen Quellen von Mikroplastik. Der weitaus größte Teil an Mikroplastik entsteht z.B. durch Reifenabrieb bei Fahrzeugen; selbst der Abrieb von Kunstfasern bei der Textilwäsche wird in einer Studie des Fraunhofer-Instituts UMSICHT mit dem 4-fachen angenommen.
    Genauso hat das Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung Leipzig in einer Studie weltweit nur 10 Flüsse als Ursache von 90% aller Abfälle in den Meeren als Ursache benannt.

    Jeder Mensch kann für sich selber einen Weg finden, nachhaltiger zu leben. Das eigentliche Problem bekommen wir jedoch nur in den Griff, wenn wir weltweit ein Umdenken erreichen. Und das ist natürlich ein sehr schwieriges Unterfangen.

    Mach weiter so mit Deiner Seite, ich finde sie gut.

    Liebe Grüße, Michael

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      Moin Michael! Danke dir für deinen sachlichen Kommentar. Ich versuche auch immer beide Seiten zu sehen. Zum Mikroplastikproblem weiß ich natürlich auch, dass Kosmetika nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was Reifenabrieb anrichtet. Ich sehe aber auch, dass wir uns diese Plastik-Kosmetika ins Gesicht schmieren oder dass wir unseren Körper damit einreiben – sehr bedenklich für unsere Gesundheit, egal in welchen Mengen.

      Richtig, wir müssen weltweit agieren – zusammen. Ich gebe mein Bestes, Menschen für das Thema zu begleiten. Lass‘ uns so weitermachen und weiter etwas bewegen. Selbst wenn es gefühlt langsam vorangeht, kommen wir dem Ziel näher.

      Bleib‘ sauber,
      Christoph

  10. Hallo, toll das ich eure Seite gefunden habe. Es ist wirklich erschreckend das die intelligenteste Spezies auf diesem Planet sich langsam aber sicher selbst abschafft. Wir müssen in die Köpfe der Menschen um zu zeigen das es auch anders geht.
    Ich habe mich beruflich neu orientiert und biete dem optischen Einzelhandel Sonnen und Korrektur Brillen aus maritimem Plastikmüll und gebrauchten Fischernetzen an. Dazu sammeln wir täglich bis zu 1 Tonne an Plastikmüll an Stränden in Spanien. Die dortigen Fischer unterstützten uns und bringen den Müll aus ihren Netzen ebenfalls an Land. Bitte unterstützt unsere kleine Firma.

    1. Post
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      Hallo Dirk! Das finde ich großartig, danke für deinen Kommentar. Vielleicht solltest du dich Mal mit Pure Clean Earth in Barcelona zusammen tun, die sammeln auch fast jeden Tag Müll. Komme gern in unsere weltweite Beach CleanUp Group für mehr Unterstützung.

      Gruß Christoph

  11. Hallo,

    vielen Dank für die interessante Seite. Bin seit einiger Zeit an der Plastikvermeidung sehr interessiert und versuche mein Verhalten zu ändern. Leider ist es so, dass wir in Deutschland kaum etwas direkt an der Vermüllung der Weltmeere ändern können, außer mit gutem Beispiel voran zu gehen. Die Hauptverursacher sind eben nicht die Europäer oder die USA sondern hauptsächlich China, Indonesien, die Philippinen, Vietnam und Thailand. Grund ist meines Wissens nach eine überhaupt nicht funktionierende Müllentsorgung bzw. freie Lagerung von Müll, wobei das Plastik über den Wind ins Meer eingetragen wird. D.h. nicht, dass wir so weiter machen sollen wie bisher, aber diese Fakten muss man leider zur Kenntnis nehmen. Wir können das Problem also nicht alleine bzw. gar nicht lösen.

    1. Post
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      Hi Hannes, danke für deinen Kommentar. Wir können es lösen, allerdings nur gemeinsam. Du hast Recht, dass das „Dumping“ des Mülls ein sehr großes Problem ist. Wir müssen unser Wissen über moderne Recycling-Methoden und den Umgang mit Plastik an alle Länder weitergeben. Ich freue mich, wieder von dir zu hören.

      Bleib‘ sauber,
      Christoph

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