Was ist Plastik? Herstellung und Bestandteile von Kunststoffen

Was ist Plastik? Kunststoff Herstellung, Recycling & Co.

Christoph CareElite Blog, Plastikfrei leben, Recycling & Upcycling 25 Comments

Was ist Plastik? Eine berechtigte Frage, die eine Antwort verdient. Denn wir nutzen jeden Tag Plastikgegenstände und während ich diesen Artikel über Kunststoffe verfasse, schlagen meine Finger auf eine Plastiktastatur. Wir kommen täglich mit Plastik in Kontakt und es scheint, als erhöhe der Kunststoff unsere Lebensqualität. Doch was ist Plastik eigentlich? Wie wird Plastik hergestellt und welches Material wird für die Kunststoffherstellung verbraucht? In diesem Beitrag möchte ich diese Fragen zum Plastik beantworten und dir auch noch mehr über die Vor- und Nachteile, Plastik als Wirtschaftsfaktor und Umweltproblem, sowie das Recycling von Plastikmüll erklären. Außerdem lernst du, weshalb Plastik nicht gleich Plastik ist. Auf geht’s!

Hier noch ein kurzes Inhaltsverzeichnis des Artikels über Kunststoffe

  1. Herstellung
  2. Formen Merkmale
  3. Vor- und Nachteile
  4. Wirtschaftsfaktor
  5. Umweltproblem
  6. Recycling
  7. Alternativen
  8. Fazit

Plastik – Herstellung & Geschichte des Kunststoffs

In den Zeiten, als Plastik noch Zukunftsmusik war, wurde Milch in Glasflaschen und großen Kannen aufbewahrt und Holzzahnbürsten gehörten zum Standard. 1839 brachte Charles Goodyear dann mit der Kombination von Kautschuk und Schwefel die Kunststoffherstellung ins Rollen, die nicht mehr aufzuhalten war. Knapp 100 Jahre und einige Entwicklungsversuche später, lief Plastik dann regelmäßig über das Band. Während 1950 weltweit zunächst eine Millionen Tonnen produziert wurde, stellen wir heute jedes Jahr etwa 370 Millionen Tonnen Kunststoff her. Mit der Entwicklung der PET-Flasche Ende der 1960er Jahre, fiel der endgültige Startschuss des Plastiks, das dann so richtig Fahrt aufnahm. Plastik ist bisher das einzige Material, das leicht, bruchfest, elastisch, temperaturbeständig und vor allem in unterschiedlichen Härtegraden herstellbar ist. Sobald ein ansatzweise ähnlich flexibles, massentaugliches und hoffentlich biologisch abbaubares Material ans Tageslicht kommt, wird Plastik, wie wir es kennen, überflüssig. Doch was ist Plastik eigentlich? Und wie wird der Kunststoff überhaupt hergestellt?

Was ist Plastik - Plastikherstellung, Kunststoffherstellung Erdöl

Aus dem verarbeiteten begrenzten Rohstoff Erdöl resultiert später Plastik in den unterschiedlichsten Formen.

Wie viele wissen, wird Plastik aus dem begrenzten Rohstoff Erdöl hergestellt. Doch bis zur fertigen Plastikflasche, sind noch einige weitere Schritte der Kunststoffherstellung notwendig.

  1. Erdöl wird destilliert und das für die Plastikherstellung wertvolle Rohbenzin Neben dem Rohbenzin fallen mit Gas, Diesel, Heizöle und Gasöl weitere Bestandteile des Erdöls an.
  2. Rohbenzin / Napthta wird durch das Cracking-Verfahren zu Ethylen, Propylen, Butylen und anderen Kohlenwasserstoff-Verbindungen aufgespalten.
  3. Durch Synthese (Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition) kann dann endlich Kunststoff hergestellt und beliebig verformt werden.

Sogenannte Monomere werden aneinandergereiht und durch Synthese zu netz- und kettenförmigen Molekülen, den Polymeren. Plastik ist aber nicht gleich Plastik. Deshalb entscheidet das gewählte Herstellungs-Verfahren bzw. das gewünschte Endprodukt darüber, welche Form der Kunststoff später haben wird.

Die 3 Arten der Plastik-Herstellung

Um Plastikflasche, Spülschwamm und andere Gegenstände aus Plastik herstellen zu können, werden also mithilfe von Synthese-Verfahren mehrere Bausteine (Monomere) zu Ketten zusammengesetzt (Polymere). Die folgenden 3 Synthesen 1)Synthese-Verfahren auf http://www.tis-gdv.de/tis/verpack/kunststo/bildung/bildung.htm werden zur Herstellung von Plastik angewendet:

Polymerisation: Mehrere kleine Moleküle werden aneinandergereiht zu einem großen Molekül. Folge der Polymerisation sind z.B. die Kunststoffe Polystyrol (PS), Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE).

Polykondensation: Bei der Polykondensation werden unterschiedliche Ausgangsstoffe zu einem Molekül zusammengefügt. Im Gegensatz zur Polymerisation entsteht ein Nebenprodukt, z.B. Wasser. Es entstehen Thermoplaste oder Duroplaste (siehe nächster Absatz: Formen von Plastik).

Polyaddition: Unterschiedliche Ausgangsstoffe werden unter Wanderung von Wasserstoffatomen zusammengefügt ohne ein Nebenprodukt zu bilden. Ein Endprodukt ist zum Beispiel Polyurethan (PUR).

Das Video hat es noch einmal gut erklärt. Die Wahl des Synthese-Verfahrens entscheidet schlussendlich über die Merkmale des späteren Plastik-Produktes. Im folgenden Absatz möchte ich dir deshalb erklären, warum Plastik nicht gleich Plastik ist und durch welche Merkmale sich Kunststoffe unterscheiden.

Kunststoff-Formen – Unterschiede & Merkmale von Plastik

Kunststoff bedeutet Fortschritt. Das Plastik hilft uns dabei, Dinge flexibel gestalten zu können. Sehr flexibel. Denn Plastik unterscheidet sich anhand vieler Merkmale und kann nach Wunsch gestaltet werden. Beispielsweise kann man Kunststoffe durch die folgenden Eigenschaften unterscheiden:

  • Zugfestigkeit
  • Härtegrad / Dichte
  • Bruchdehnung
  • Durchschlagsfestigkeit
  • Feuchtigkeitsaufnahme
  • Temperaturbereich
  • Wärmebeständigkeit

Plastik ist bisher das einzige Material, das leicht, bruchfest, elastisch, temperaturbeständig und in unterschiedlichen Härtegraden herstellbar ist. Sobald ein ansatzweise ähnlich flexibles, massentaugliches und hoffentlich biologisch abbaubares Material ans Tageslicht kommt, macht es den Kunststoff überflüssig. So wie Polymilchsäure (kurz: PLA), ein Biokunststoff aus Maisstärke und Zuckerrohr. Doch bisher gibt es für Kunststoffe aus Naturmaterial aufgrund der geringen Mengen noch kein eigenes Recycling-System. Soja, Mais, Zuckerrohr und Überreste von Schalentieren hätten jedenfalls das Potenzial, Plastik langfristig zu ersetzen.

Die 3 Formen von Plastik

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Formen von Plastik, dich sich anhand der genannten Merkmale unterscheiden. Ich nenne dir jeweils ein Beispiel zu der Plastikform, damit du dir es besser vorstellen kannst:

  • Thermoplaste: Diese Kunststoffform ist sehr flexibel und kann durch erhitzen beliebig oft in beliebige Formen verändert werden. Thermoplaste bestehen aus unvernetzten Polymeren. (z.B. Plastikbecher)
  • Duroplaste: Kann nur einmal erhitzt und verformt werden und ist meist hart und spröde. Duroplaste bestehen aus engmaschig vernetzten Polymeren. Der Trabant wurde immer „Duroplast-Bomber“ genannt, vielleicht weißt du jetzt warum. 🙂 (Weiteres Beispiel: Steckdosengehäuse)
  • Elastomere: Das ist Plastik, dass sich von Hand verbiegen lässt und sehr elastisch ist. Elastomere bestehen aus weitmaschig vernetzten Polymeren.(z.B Spülschwamm)

Damit der Kunststoff nach der Herstellung nun auch wirklich superflexibel ist, werden bei der Produktion des Plastiks sogenannte Additive beigemischt. Das können Weichmacher, Färbemittel, Stabilisatoren, Flammschutzmittel und viele weitere Dinge sein.

Und das sind die aktuell wichtigsten Kunststoffe:

  1. Polyethylen (PE): z.B. für Getränkekästen, Eimer, Schüsseln. Polyethylen ist sehr schwer zu zerbrechen. Unter angepasster Form hat Polyethylen ideale filmbildende Eigenschaften wird besonders für die Herstellung von Verpackungsfolien, CD’s oder auch Bücher genutzt.
  2. Polypropylen (PP): z.B. für Gaspedale, Toilettendeckel, Brillenetuis. Polypropylen ist ein sehr harter, belastbarer Kunststoff mit einer sehr geringen Dichte.
  3. Polyvinylchlorid (PVC): z.B. für Bodenbeläge und Abwasserrohre. Polyvinylchlorid ist sehr beständig gegenüber aggressiven Säuren und ist grundsätzlich hart und spröde.
  4. Polystyrol (PS): z.B. für Dämmstoffe und Verpackungsmaterial. Polystyrol weist Feuchtigkeit ab und ist besser bekannt unter dem Namen Styropor.
  5. Polyurethan (PUR): z.B. für Textilfasern, Matratzen. Polyurethan ist ein sehr elastischer Kunststoff den man unter Zugabe weiterer Chemikalien beliebig variieren kann.
  6. Polyethylenterephthalat (PET): z.B. für Plastikflaschen, Computer, Implantate. Polyethylenterephthalat hat eine hohe Steifigkeit und ist sehr hart.


Vor- und Nachteile von Plastik (Kunststoff)

Auch wenn wir hier im Blog sehr häufig gegen Plastik argumentieren, hat der Kunststoff natürlich nicht nur Nachteile. Es erhöht unsere Lebensqualität und sorgt dafür, dass unsere Autos weniger verbrauchen und die Wärme in unseren Wohnungen bleibt. Hier habe ich eine kleine Tabelle mit den Vor- und Nachteilen von Plastik zusammengestellt, die du mit einem Kommentar dieses Artikels gerne erweitern darfst.

VorteileNachteile
FlexibelNicht biologisch-abbaubar
KostengünstigGesundheitsgefährdende Stoffe (BPA, PVC, Phthalate)
WärmedämmendBrennbar
Elektrisch isolierendErfordert Erdöl (begrenzter Rohstoff)
Ermöglicht Kraftstoffersparnis (Auto, Flugzeug etc.)Plastikmüllproblem in der Umwelt
WiederverwendbarNicht kratzfest
LeichtKann von organischen Lösungen angegriffen werden

Plastik-Produkte – Kunststoff als Wirtschaftsfaktor

Für die Wirtschaft hat Plastik eine unfassbar wichtige Bedeutung. Mittlerweile werden jedes Jahr etwa 370 Mio. Tonnen Plastik produziert. Plastik kann aktuell noch günstig beschafft werden und dient für Unternehmen neben der Verwendung für die Produkte selbst natürlich auch für die Produktverpackungen. Mit dem Kunststoff können Autos sehr leicht gemacht werden, sodass sie einen geringeren Kraftstoffverbrauch haben. Auch Flugzeuge sind durch den Kunststoff so leicht, dass sie deutlich weniger Kerosin verbrauchen. Auch erneuerbare Energien, wie die Windenergie, könnten ohne Kunststoff nicht eingefangen werden. Plastik hat für die Wirtschaft eine massive Bedeutung. Besonders wehren sich natürlich die Kunststoff-Hersteller selbst gegen die aufkommende Plastikfrei-Bewegung und den Hang zum natürlichen Leben. Viele Unternehmen können nur durch kontrollierte Gesetze dazu bewegt werden, weniger Plastikmüll in Umlauf zu bringen. Ab 2019 wird die Bundesregierung ein neues Verpackungsgesetz einführen, dass die Unternehmen hier stärker in die Pflicht nimmt.


Plastik in der Umwelt – Kunststoff als Umweltproblem

Auch wenn Plastik aus einem Natürlichen Rohstoff gewonnen wird, ist der Kunststoff nicht biologisch-abbaubar. Plastik verrottet nicht. Genau diese Eigenschaft sorgt dafür, dass Plastik auch ein Umweltproblem verursacht hat. Eine Plastikflasche bleibt mindestens 450 Jahre im Meer, bis sie sich zu kleinerem Mikroplastik zersetzt hat. Unten diesen Absatz habe ich dir noch eine Grafik2)Oliver Lüde / Museum für Gestaltung Zürich, ZHdK über die ungefähre Zersetzungszeit von Dingen aus Kunststoff abgebildet. Das auf massive Weise Plastikmüll in die Umwelt gelangt, interessiert den Großteil der Unternehmen leider herzlich wenig. Der Profit steht im Vordergrund. Durch diese Geldgier in Kombination mit mangelnder Bildung und schwachen Recycling-Systemen, ist nach und nach das, neben dem Klimawandel, größte Umweltproblem unserer Zeit entstanden: Plastikmüll im Meer. Jedes Jahr gelangen etwa 32 Mio. Tonnen Plastikmüll in die Umwelt und davon 8 Mio. Tonnen Plastik ins Meer. Tendenz steigend. Besonders für viele Entwicklungsländer auf dem Südostasiatischen Raum kam der Kunststoff zu plötzlich und hat die Lebensqualität stark erhöht. Die gesamte Welt hat sich bei Einführung des Plastiks keine Gedanken über die Folgen gemacht, die wir jetzt vorfinden. Es gibt viele Hilfsprojekte gegen den Plastikmüll und viele Menschen, die sich wirklich aktiv gegen den Kunststoffmüll einsetzen. Einerseits müssen wir den bestehenden Plastikmüll nun beseitigen, andererseits müssen wir das Übel aber auch an der Wurzel packen. Denn jeder einzelne muss seinen Umgang bzw. seinen Konsum hinterfragen und wissen, wie er Plastikmüll vermeiden kann.

Was ist Plastik? Herstellung, Material und Co.

Recycling von Kunststoffen

Bei uns in Deutschland werden ungefähr 90% aller Kunststoffabfälle wieder eingesammelt, aber nur 43% davon tatsächlich auch recycelt. Mehr als die Hälfte des Plastikmüll wird in deutschen Müllverbrennungsanlagen verbrannt und nicht wiederverwertet. Grund dafür, dass so viel Plastik verbrannt und nicht recycelt wird, ist der höhere Profit der Entsorgungsfirmen. Wenn der Entsorger den eingesammelten Müll zur Verbrennungsanlage bringt, verdient er daran besser, als wenn er den Kunststoffmüll zum Recyceln bringt. Die Bundesregierung muss hier dringend etwas unternehmen, um das Recycling für die Unternehmen attraktiver zu machen, die unmittelbar am Recycling-Prozess beteiligt sind. Dennoch gilt Deutschland als absolutes Vorbild, was das Thema Plastikmüll Recycling angeht. Etwa 65 Prozent des kommunalen Mülls werden recycelt. Ein großes Problem für Recycling-Firmen sind Plastik-Gegenstände, die aus unterschiedlichen Kunststoff-Formen bestehen. Denn so lässt sich das Plastik nur schwer voneinander trennen.


Plastikalternativen und Bioplastik

Die Borsten der Holzzahnbürsten von CareElite sind aus Holzkohle und einem Bioplastik hergestellt, der biologisch abbaubar ist. Es gibt also bereits viele Alternativen zum herkömmlichen Plastik aus Erdöl, allerdings sind die Recycling-Anlagen noch nicht auf die neuen Kunststoffe ausgerichtet, sodass das Recycling aktuell sehr mühsam ist. So wie bereits weiter oben im Beitrag erwähnt, gibt es bereits einige Ideen und Materialien, die das Potential zu einer echten und nachhaltigen Alternative zu Plastik haben. Dazu zählen:

  • Polymilchsäure (PLA): Danone bereits einen Joghurtbecher aus PLA präsentiert, die Klimabilanz ist sei um 25% besser als bei der Produktion herkömmlicher Becher. PLA lässt sich aber leider nur industriell und bei hohen Temperaturen herstellen. Benötigt werden dazu Pflanzen. Maisstärke wird bereits häufig (Marktanteil von 80%) für die Herstellung von Bioplastik verwendet. Polymere kann man auch aus Zuckerrohr herstellen. In Brasilien gibt es mit Braskem dazu die bisher größte Produktion. Durch Hefepilze vergärt der Pflanzensaft des Zuckerrohrs zu Ethanol. Und auch aus Rüben lässt sich PLA produzieren.
  • Chitin: Das natürliche Polymer ist ein Abbauprodukt in Schalentieren. Auch Spinnen, Insekten und Krustentiere haben es in ihren Panzern. Chitin ist nachgewiesen biologisch abbaubar und birgt großes Potential, um Plastik irgendwann ersetzen zu können.
  • Mycelium: Der Pilz kann unabhängig von Ort und Klima angebaut werden und kann umweltfreundlich hergestellt werden. Diese Alternative zum Plastik kann theoretisch überall angebaut werden, die Forschung steht hier aber noch am Anfang.
  • Natriumalginat: Ein isländischer Student hat ein bisschen mit roten Algen und Wasser experimentiert und daraus eine Flasche entwickelt, die zur Aufbewahrung ausreichend fest und sogar essbar ist. Da die Flasche aus natürlichen Materialien besteht, zersetzt sie sich nach kurzer Zeit.
  • Weizen und Gerste: Besonders Plastikringe von Sechserträgern Bier oder anderen Getränken sind eine große Gefahr für Meeressäuger und Seevögel. Eine amerikanische Firma hat deshalb diese Ringe aus Weizen und Gerste angefertigt, die Tiere essen können.
  • Stroh: Muss es Styropor sein? Nein, gepresstes Stroh ist genauso isolierend und nimmt sogar Feuchtigkeit auf. Mit dem Projekt hat das Unternehmen Landbox begonnen.

Bitte schreibe mir einen Kommentar, sollte ich eine Plastik-Alternative vergessen haben. Neben den „echten“ Alternativen gibt es auch Möglichkeiten, bestehenden Plastikmüll schneller zersetzen zu lassen. Eine Forscherin hat durch Zufall herausgefunden, dass die Raupen der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) Plastik fressen und eine gewöhnliche Plastiktüte in kurzer Zeit zersetzen. Eine weitere Möglichkeit bietet das Bakterium Ideonella sakaiensis 201-F6. Die Bakterien fressen vorzugsweise den Kunststoff PET und können dabei helfen, Plastik aus der Umwelt zu entfernen.

Fazit – Was ist Plastik?

Die Erfindung des Plastiks hat unsere Lebensqualität wesentlich erhöht. Während wir die Vorteile genossen haben, fehlte uns der Blick auf die Probleme, die der Kunststoff im Laufe der Zeit mit sich brachte. Denn Plastik ist nicht biologisch abbaubar und verbraucht mit Erdöl eine für uns begrenzt zur Verfügung stehende Ressource. Nun bringen wir jedes Jahr etwa 32 Mio. Tonnen Plastikmüll in die Umwelt und ganz besonders in die Meere, der sich nicht von alleine beseitigt. Wir müssen den optimalen Umgang mit dem Kunststoff lernen. Denn daran, dass er unsere Lebensqualität erhöht, habe auch ich keine Zweifel. Wir dürfen nur nicht so naiv sein, die aus dem Kunststoff resultierenden Probleme zu ignorieren. Ansonsten haben wir (siehe dazu den Artikel Plastikmüll Statistiken) im Jahr 2050 etwa 3x so viel Plastik in den Meeren, wie es Fische gibt.

Bleib‘ sauber,

Plastikfrei leben - Weniger Plastikmüll in der Umwelt

 

 

PS.: Ich habe diese weltweite Beach CleanUp Gruppe auf Facebook ins Leben gerufen. Alle Mitglieder teilen ihre persönlichen Aktionen gegen den Plastikmüll in der Umwelt. Werde auch ein Teil davon! 🙂

Was ist Plastik? Kunstoff Herstellung Material

Ich bin Christoph und unterstütze und organisiere Plastikmüll CleanUps auf der ganzen Welt, um den Plastikmüll aus der Natur zu entfernen. Auf CareElite.de gebe ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes Leben ohne Müll, mit fantastischen Natur- und Wildlife-Erlebnissen. Mit jedem Einkauf, jedem Like und regelmäßigen Besuchen auf dem CareElite Blog unterstützt du mich unglaublich in meiner Arbeit für den Erhalt unserer Natur! Danke, dass du da bist! :)

Einzelnachweise   [ + ]

Comments 25

  1. Pingback: Die KW 33/2017 im Link-Rückblick | artodeto's blog about coding, politics and the world

  2. Lieber Christoph,
    Vielen Dann für deine Erläuterung.
    Welcher unweltbelastender Nachteil entsteht (bis auf den „Verlust“ des Begrenzten Rohstoffs Erdöl) bei der Verbrennung von Plastik?
    Wenn ich meinen Vater ermahne er solle doch seinen Plastikmüll reduzieren erhalte ich jedesmal das Argument „Mein Plastikmüll schwimmt nicht im Meer sondern wird durch Verbrennung in Energie umgewandelt – was ist daran schlimm?“

    1. Post
      Author

      Liebe Anja,

      wenn dein Vater verantwortungsvoll mit seinem Müll umgeht, ist das auch okay. Allerdings wird ein Großteil des Plastikmülls aus unseren Haushalten verbrennt, weil die Trennung zu kosten- und ressourcenintensiv wäre.

      Trotzdem kann man nicht einfach sagen, das das Verbrennen eine gute Lösung ist. Es ist in der Regel Ressourcen-schonender, wenn wir den Plastikmüll wiederverwerten, denn bei der Verbrennung verpufft ja der Teil der Energie, der bei der Produktion des Plastiks investiert wurde.

      Meine Lebensqualität hat sich nicht verschlechtert, sondern verbessert, seit ich meinen Plastikkonsum minimiert habe. Würde mich freuen, wenn du deinen Vater doch noch von deinem Lebensstil überzeugen kannst. 🙂

      Viele Grüße
      Christoph

      1. hi ich mache demnächst einen Vortrag vor der schule und wollte fragen ob du mir da ein par tips geben . alleine komm ich nicht weiter

        1. Post
          Author

          Moin Luca! Cool. Was willst du wissen? Steht doch eigentlich alles im Artikel drin 🙂

          Schaue auch gern im Artikel Plastikfrei leben nach, falls der Vortrag so weit geht.

          Maximalen Erfolg und viele Grüße,
          Christoph

  3. Guten Tag,

    Ich würde diesen Text super gerne als Quelle für eine Arbeit brauchen. Wenn es möglich wäre, könnte ich vielleicht das Datum haben, an dem dieser Artikel publiziert wurde?

    Danke schonmal im Voraus!
    Liebe Grüsse,
    Lilian

    1. Post
      Author

      Hallo Lilian! Vielen Dank für deinen Kommentar, das freut mich riesig.

      Publiziert wurde der Artikel am 15.08.2017. Worum geht es in deiner Arbeit?

      Beste Grüße
      Christoph

      1. Lieber Christoph,

        ich würde ebenfalls gern diesen Artikel als Quelle für meine Bachelorarbeit verwenden.
        Wenngleich ich trotz des Datums noch Probleme mit der Anführung der Quelle habe. Vielleicht mit deinem Namen? Oder mit deiner Organisation?
        PS: Mein Thema lautet: „Plastic Oceans: Die sozioökonomischen Gründe und Folgen der Plastikverschmutzung der Weltmeere“

        1. Post
          Author

          Hi Lukas, superspannend! Gern kannst du mich zitieren, z.B. mit „Christoph Schulz, CareElite.de/was-ist-plastik …“

          Schick‘ mir gerne deine Ergebnisse zu, sobald du die Arbeit hinter dir hast. Ich wünsche dir viel Erfolg! 🙂

          Viele Grüße
          Christoph

  4. Hallo,
    hatte gerade anhand einer Rewe Tragetasche gesehen dass sie u.a. aus 2 PET Flaschen hergestellt wurde.
    Da hatte ich mich direkt mal für das Thema interessiert! …Ja, hab früher im Chemie Unterricht oft „geschlafen“ 🙂

    1. Post
      Author
  5. Hallo Christoph,
    ich habe mal eine Frage. Ich habe hier ein kosmetisches Produkt, welches definitiv Mikroplastik enthält. Der Hersteller gibt jedoch an, dass sein Produkt ohne Paraffin-, Silikon- und Mineralöle hergestellt ist. Kann das sein? Mineralöl hatte ich mit Plastik gleichgesetzt. Deshalb ist es für mich unlogisch wenn ein Produkt Mikroplastik enthält aber Mineralölfrei sein soll. Mache ich einen Denkfehler? Auf der Flasche stehen weitere lustige bla bla Dinge wie Umwelt- und ressourcenschonende Unternehmensphilosophie und Firma X setzt sich für das Wohlergehen von Mesch und Tier ein….
    Ich bin völlig entsetzt und dabei der Firma eine Email zu schreiben, brauche aber diese Info…
    Vielen Dank im Voraus.

    1. Post
      Author

      Hi Patrizia! Wow, das klingt unfassbar mies.. Es ist natürlich nicht die gleiche chemische Bezeichnung wie Mikroplastik, aber besteht aus dem verwenwandten Rohstoff. Ich bin aber kein Chemiker und kann dir das daher nicht chemisch begründen. Kontaktieren solltest du den Hersteller in jedem Fall, weil das Produkt offensichtlich Bullshit ist.

      Hoffe, dass ich dir weiterhelfen konnte.

      Viele Grüße
      Christoph

  6. Ein schöner Artikel und geeignet, sich ein Bild über die Entstehung der Plastik-Problematik zu machen. Die Entwicklung geht in Richtung Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen und in kompostierbare Kunststoffe. Probleme treten immer dann auf, wenn die Mengen überhand nehmen. Die enorme Menge an Autos führte zu bekannten Problemen, die man nur allmählich in den Griff bekommt (Smog, Lärm). Der steigende Stromverbrauch führte zum Bau von AKWs in vielen Ländern. Doch wohin mit dem Atommüll? Und jetzt auch noch Plastikmüll in den Weltmeeren. Immerhin hat man Alternativen zur Atomkraft in Deutschland gefunden, ebenso für den Benziner. Plastik lässt sich nicht so einfach ersetzen. Man könnte den Verkauf von Plastiktüten, Einweggeschirr aus Plastik einschränken, Die Industrie müsste sich finanziell an der Beseitigung des Plastikmülls beteiligen, über einen Fonds. Es gibt die CO2-Steuer. Eine Plastiksteuer wäre daher auch ein Weg, um die produzierten Mengen zu begrenzen.

    1. Post
      Author

      Hallo Thomas,

      danke für deinen Kommentar. Plastik lässt sich Stück für Stück ersetzen, es gibt immer mehr Alternativen für herkömmliche Plastik-Artikel. Im Artikel Plastikfrei leben findest du viele Tipps dazu. Verbote und Steuern müssen her, die Unternehmen, die Plastikmüll in Umlauf bringen, müssen dafür auch die Verantwortung tragen.

      Bleib‘ sauber,
      Christoph

  7. Hallo Christoph,

    wird jede Form von Plastik durch Erhitzung hergestellt? Und was ist wenn Plastik schmilzt, wird es dann giftig? Hatte schon öfter Diskussionen mit Leuten die meinten Plastik würde nicht giftig, wenn z.B. eine Zigarette an eine Plastiktüte kommt und diese schmilzt.

    Viele Grüße,

    Maike

    1. Post
      Author

      Hallo Maike,

      entschuldige meine späte Antwort. In Kombination mit Hitze ist es Giftig. Plastik ist Gift, in fester Form passiert aber nichts. Wenn es erhitzt wird, werden natürlich die Giftstoffe frei. Ob es bei wirklich jeder Kunststoff-Form so ist, kann ich dir aber nicht sicher sagen.

      Viele Grüße
      Christoph

      1. Hallo Christoph,

        hauptsache reiserisch behauoten, dass Plastik girft ist. Um es dann gleich wieder zu relativieren….
        Das Beispiel der Tüte, die hier aufgeführt ist, läßt sich einfach erklären. Tüte = Polyethylen = [C2H4]n. Also die Tüte besteht aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Bei Kombination mit Hitze schmilzt der Kunststoff und die Makromolekühle können sich frei(er) bewegen. Wo ensteht da Gift? Bei der Verbrennung kommt noch Sauerstoff hinzu und es ensteht CO2 und Wasser. Wo ist da das Gift?

        VG Olaf

        1. Post
          Author

          Hi Olaf! Beim Schmelzvorgang können giftige Dioxine entstehen und es Plastik ist Gift für unseren Körper. Ich gebe aber zu, dass es etwas überspitzt formuliert ist.

          Viele Grüße,
          Christoph

  8. Hallo Christoph,
    dein Artikel war sehr hilfreich, denn ein Normalsterblicher wie ich es bin, weiß sehr wenig über Plastik. Dass die Ressourcen von Erdöl abnehmen ist bekannt und es wundert mich, dass so wenig dafür getan wird, mit Alternativen, wie erwähnt, zu arbeiten. Eine neue Industrie könnte entstehen, die nicht nur den Bauern mit Zuckerrohr und Mais wirtschaftliche Impulse gibt, nein und das ist in meinen Augen sehr entscheidend, man würde sich von den Erdölstaaten unabhängig machen. Einen Schritt in die richtige Richtung macht doch auch die Autoindustrie mit den Elektroautos. Alles nur eine Frage der Zeit.
    Fakt ist: Es wird geforscht.
    Welche Firmen sind am Start in punkto Mais, Zuckerrohr. … alternativ zum Erdöl und in welchen Ländern.
    Dankeschön
    Brigitte

    1. Post
      Author

      Hi Brigitte! Ich bin voll und ganz deiner Meinung, danke für deinen Kommentar!

      In Deutschland gibt es zum Beispiel „FKuR“, die biologischen Kunststoff produzieren. Anbieter wie Papstar verkaufen z.B. „Pappteller“ aus Zuckerrohr, die sich in der Umwelt zersetzen würden.

      Bleib‘ sauber,
      Christoph

  9. Ein schöner, wertvoller und interessanter Blog. Mit vielen guten Links. Danke. Bin selber leider ein bißchen flegmatisch; auf der einen Seite will ich etwas verändern, aber auf der anderen Seite bin ich irgendwie auch gefangen im Alltag. Nach zwei Wochen haben mein Sohn und ich einen gelben Sack komplett mit Verpackungsmüll voll. Obwohl ich mir immer vornehme, bewußter einzukaufen (Fleisch und Wurst vom Metzger-natürlich mit deutlich weniger Verpackung, Obst und Gemüse vom Markt) wird der Sack nur langsam leerer. 🙁 Man kann die Industrie zwar mit Auflagen zwingen, aber irgendwo findet sich dann doch wieder eine Lücke. M.E. gibt es nur den Weg, den mein Sohn und ich einschlagen: weniger Plastikverpackung einkaufen. Der Verbraucher macht den Markt – nicht die Industrie.
    Wie Michael Jackson schon sang, wenn Du die Welt verändern möchte, fang mit dem im Spiegel an. In unserem letzten Türkei-Urlaub in Kusadase (Ägäis) sind wir am „Long beach“ ins Meer und haben nach jedem Badegang immer zwei Hände voll Plastikmüll mit an Land gebracht und (hoffentlich) ordentlich entsorgt. Hätte das jeder so gemacht, wäre der Badespaß für viele andere (insbesondere Kinder) deutlich größer.

    1. Post
      Author

      Moin Alexander! Entschuldige meine späte Rückmeldung.

      Es freut mich, dass du plastikfreier werden willst! Aktuell verändert sich von allein Seiten etwas. Ab 2019 werden Hersteller für die in Umlauf gebrachten Verpackungen verantwortlich gemacht und in unserer Gesellschaft klären viele Menschen über die Plastikmüllproblematik auf.

      Nutze das als Antrieb, auch gezielt nach Alternativen im Sinne des Zero Waste Lebensstils zu finden.

      Bleib‘ sauber,
      Christoph

  10. Hallo Christoph,

    vielen Dank für deinen interessanten Artikel.
    Du hast das Plastikmüll-Problem sehr gut veranschaulicht. Ich verstehe, dass die Herstellung von Plastik durch den Einsatz von Erdöl sehr bedenklich ist.
    Was ich mich aber frage:
    Warum ist es in Deutschland schlecht Plastikverpackungen im Supermarkt zu kaufen, wenn unser Plastikmüll zu ca. 90% energetisch oder stofflich verwertet wird. Das bedeutet doch, das von unserem Plastik (abgesehen von Mikroplastik) eigentlich fast nichts in die Meere gelangen dürfte oder?

    Viele Grüße
    Sarah

    1. Post
      Author

      Hi Sarah, danke für deinen Kommentar und dein nettes Feedback. Ein Großteil des Plastikmülls wird verbrannt. Da Erdöl bzw. Rohbenzin eine begrenzte Ressource ist, ist das doch keine gute Lösung. Warum sollten wir dann nicht wo es möglich ist, auf Plastik verzichten? 🙂 Aus unseren Haushalten in Deutschland kommt vor allem Mikroplastik aus Kosmetika in die Umwelt. Kläranlagen können es nicht aufhalten und es gelangt direkt in die Flüsse und schlussendlich ins Meer. Es gibt also gute Gründe dafür, auch bei uns auf den eigenen Plastikkonsum zu achten.

      Gruß Christoph

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