Grünes Marketing - So setzt man Ökomarketing um

Grünes Marketing – Wie nachhaltiges Ökomarketing Erfolg und Umweltschutz verbindet

Christoph Arbeit & Beruf, CareElite Blog, Nachhaltig leben, Wissen Leave a Comment

Grünes Marketing – hast du schon einmal davon gehört? Unternehmen die ökologieorientiert auf sich aufmerksam machen, sind die Zukunft. Sie kombinieren Wirtschaftlichkeit mit möglichst geringen Umweltbelastungen – und sind damit nachhaltig erfolgreich. Diese Form der nachhaltigen Werbung ist im Prinzip der Schlüssel, der uns die Tür von der Wegwerf- zur Nachhaltigskeits-Gesellschaft öffnet.

In diesem Beitrag möchte ich dir alles über das sogenannte Ökomarketing erklären. Von der Definition, über Vorteile, bis hin zu Beispielen für die praktische Umsetzung. Auf geht’s!

Hier ist noch ein kurzes Inhaltsverzeichnis für dich:

  1. Definition
  2. Umsetzung & Beispiele
  3. Schlusswort

Hinweis: Dieser Artikel spricht auf den ersten Blick sicherlich eher Unternehmer an. Allerdings denke ich, dass er auch aus Konsumentensicht einen großen Mehrwert für dich haben wird. Du lernst beispielsweise, wie du Greenwashing von ehrlichem grünen Marketing unterscheiden kannst.

Was ist grünes Marketing überhaupt?

Grünes Marketing - Definition, Vorteile und mehr

Grünes Marketing bzw. Ökomarketing bezeichnet die verkaufsfördernden Aktivitäten eines Unternehmens, mit dem bewussten Ziel, bei der Planung, Koordination, Durchsetzung und Kontrolle aller marktgerichteten Transaktionen eine Vermeidung und Verringerung von Umweltbelastungen zu bewirken.1)

Im Vergleich zu bisher üblichen Marketing-Aktivitäten finden im grünen Marketing neben der Abnehmer- und Wettbewerbsorientierung also ganz besonders ökologische und ethische Entscheidungskriterien Berücksichtigung. Der bewusste und ehrliche Umweltgedanke erhöht in der Folge die Absatzchancen eines Unternehmens.

Gebräuchlich sind für diese Form des Marketings auch die Bezeichnungen Green Marketing, Umweltschutzmarketing, nachhaltiges Marketing oder ökologieorientiertes Marketing.

Hinweis: Die Definitionen von Ökomarketing gehen grundsätzlich sehr weit auseinander. Einfach, weil grünes Marketing ein so unglaublich breites Feld ist. In diesem Artikel versuche ich natürlich, dir das Thema so greifbar wie möglich zu machen.

Arten & Merkmale des nachhaltigen Marketings

Da Definitionen in ihrem Wesen meist etwas staubig daherkommen, habe ich dir noch einmal die wesentlichen Arten und Merkmale aufgelistet, mit denen du grünes Marketing betreiben bzw. an denen du grünes Marketing erkennen kannst.

Arten

  • Passiv: Wie der Name schon erwarten lässt, werden die eigenen Marketing-Aktivitäten nachhaltiger, weil (neue) Gesetze und Vorschriften eingehalten bzw. umgesetzt werden.
  • Selektiv: Unternehmen lassen ihre eigenen Aktivitäten vom Verhalten der Konkurrenz leiten und wagen maximal einige Versuche aus Eigenantrieb.
  • Intern: Hier lassen sich Unternehmen zuordnen, die zwar mit den Prozessen innerhalb der Organisation, aber weniger mit den angebotenen Produkten nachhaltig sind.
  • Innovativ: Umweltschutz und Nachhaltigkeit haben hier Priorität – sowohl intern, wie auch extern. Es wird eine umfassende Strategie zur Lösung bestimmter Missstände oder Umweltprobleme geschaffen.

Merkmale

Hier sind einige Merkmale und Wirkungsweisen, an denen du Unternehmen mit ernst gemeinten, nachhaltigen Marketing-Strategien beispielsweise erkennen kannst:

  • Verantwortungsbewusstsein
  • Ressourcenschonung
  • Wirtschaftlichkeit
  • Zusätzliches Alleinstellungsmerkmal bzw. Verkaufsargument
  • Relevanz
  • Storytelling
  • Ehrlichkeit
  • Überzeugung
  • Verantwortung

Sowohl ökologische und ökonomische als auch soziale Aspekte müssen also beim Ökomarketing berücksichtigt werden.

Unterschied zu Greenwashing: Der negativ behaftete Begriff des Greenwashings meint verbrauchertäuschende Marketing-Maßnahmen, die ein Unternehmen oder einzelne Produkte als besonders umweltfreundlich und nachhaltig darstellen, obwohl sie es nicht sind. Greenwashing ist also weder ehrlich, noch relevant und auch nicht wirtschaftlich – schlussendlich schadet es einem Unternehmen mehr, als das es hilft.

Nachhaltiger Marketing-Mix:

Da ich Online-Marketing studiert habe, ist mir der Marketing-Mix bekannt. Doch wie wäre es, wenn man die vier Punkte einfach einmal mit den Aspekten der Nachhaltigkeit verbindet. Dann sähen die 4 P’s des grünen Marketings inhaltlich in etwa so aus:

  • Produktpolitik (Product): Angebotene Produkte und Dienstleistungen tragen zum Schutz unserer Umwelt bei und bekämpfen im Idealfall sogar bestehende Umweltprobleme, wie zum Beispiel die Wasserknappheit.
  • Preispolitik (Price): Die Preisrange liegt im grünen Marketing etwas höher. Kunden sind bereit, die durch Umweltaspekte entstehenden Mehrkosten in Maßen mitzutragen, solange die Arbeit des Unternehmens transparent ist und die Maßnahmen plausibel sind.
  • Distributionspolitik (Place): Die Vertriebs- und Transportwege eines Unternehmens sind vor allem unter Gesichtspunkten der nachhaltigen Mobilität wichtig für grünes Marketing. Unternehmen, die sich hier umwelt- und ressourcenschonend organisieren, haben Vorteile.
  • Kommunikation (Promotion): Alle Werbemaßnahmen sollen so umweltfreundlich wie möglich kommuniziert werden. Beispielsweise vermitteln Unternehmen, die grünes Marketing betreiben, die Inhalte ihres Angebotes meist digital, um Papier zu sparen.

Vorteile des Green Marketings

Welche Gründe haben jetzt Unternehmen genau, zukünftig nur noch grünes Marketing zu betreiben? Und was genau regt die Kunden an, das Angebot von nachhaltigen Unternehmen zu bevorzugen? Hier ein paar Chancen und Vorteile, die mit dieser Form der umweltbewussten Öffentlichkeitsarbeit einhergehen:

Für Unternehmen selbst

  • Stärkeres Vertrauen (zum Beispiel von Kunden, die feststellen, dass Nachhaltigkeit bei den angebotenen Produkten groß geschrieben wird)
  • Tiefere Identifikation der Mitarbeiter (zum Beispiel, weil Mitarbeiter wissen, dass sie in ihrem Job Gutes tun)
  • Wachstum (zum Beispiel durch größere Bekanntheit in Folge der Beseitigung von Umweltproblematiken)
  • Image-Verbesserung (zum Beispiel langlebige, wiederverwendbare Produkte)
  • Kosteneinsparungen (zum Beispiel durch kürzere Transportwege)

Im Grunde hat nachhaltiges Handeln für niemanden echte Nachteile. Als Unternehmersicht könnte man aber die aufgrund der vermutlich höheren Produktionskosten und der damit verbundenen neuen Preispolitik die bestehende Gefahr ins Greenwashing abzurutschen, nennen.

Für unsere Gesellschaft

  • Weniger Greenwashing: Als Konsument findet man Vertrauen in bestimmte Marken, die ehrliches, grünes Marketing bevorzugen. Das minimiert wiederum die Erfolgschancen von Unternehmen, die Greenwashing betreiben.
  • Gesundheit: In fairen und nachhaltigen Unternehmen zu arbeiten, lässt dich in einem Job wirken, der glücklich macht.
  • Fairness: Viele Unternehmen, die bewusst nachhaltiges Marketing betreiben, arbeiten auch intern nachhaltig – und sorgen beispielsweise für faire Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.
  • Gutes Gewissen: Als Mitarbeiter umweltbewusster Unternehmen weiß man, dass man etwas Gutes tut und Mehrwert für sich selbst, aber auch für unsere Umwelt und unsere Gesellschaft schafft.
  • Jobchancen: Die Chancen darauf, seinen Job langfristig zu behalten, sind bei nachhaltigen wirkenden Unternehmen häufig größer. Lasse dich gern im Jobportal für nachhaltige Stellenausschreibungen inspirieren.
  • Aufklärung: Grünes Marketing klärt unsere Gesellschaft über Probleme auf – positives Handeln als vorrangiger Persönlichkeitswert bekommt dadurch automatisch mehr Beachtung.

Auch für Konsumenten hat nachhaltiges Marketing von Unternehmen grundsätzlich keine echten Nachteile. Nennen könnte hier die vermutlich höheren Preise. Als Gegenargument möchte ich dann aber auch nicht unerwähnt lassen, dass man durch ernstgemeint-nachaltiges Verhalten aber auch viel Geld sparen kann.

Hinweis: Das nachhaltiges Marketing natürlich auch einen besonders großen Vorteil für unsere Umwelt bzw. den Kampf gegen die großen Umweltprobleme unserer Zeit hat, sollte auch klar sein. Unerwähnt wollte ich es dennoch nicht lassen. 😉 Durch CO2-Einsparungen wirkt man beispielsweise dem Klimawandel entgegen. Fallen dir noch weitere Vorteile und Chancen für Unternehmen oder Konsumenten ein? Dann schreibe gern einen kurzen Kommentar.

Grünes Marketing – Praktische Umsetzung mit Beispielen

Ökomarketing - Definition, Vorteile und mehr

Nun habe ich dir einiges über die Definition und die Vorteile dieser zukunftsträchtigen Form des modernen Marketings gezeigt. Doch wie sieht das ganze in der Praxis aus? Hier lernst du jetzt viel praktische Beispiele, als auch Tipps für die Umsetzung in deinem Unternehmen kennen.

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1. Philosophie & Storytelling

Die Philosophie eines Unternehmens, sowie nachhaltiges Storytelling sind Beispiele für langatmige, aber langfristig umso effektivere Marketing-Strategien. Unternehmen, die soziale Verantwortung übernehmen und transparent arbeiten, werden im Laufe der Zeit große Wettbewerbsvorteile genießen.

Beispiel 1: Ein StartUp macht einen Team-Ausflug und unterstützt dabei Vereine beim Aufräumen der Strände. Die Fotos werden in den sozialen Medien geteilt.

Beispiel 2: Ein Unternehmen das Trinkflaschen verkauft, bedruckt diese mit inspirierenden Botschaften für den Umweltschutz und fördert mit einem Teil der Einnahmen Gründer bei dem Aufbau von nachhaltigen Unternehmen.

2. Grüne Werbeartikel

Das Image von Werbeartikeln hat in unserer Gesellschaft etwas gelitten. Das liegt daran, dass sie häufig mit billigen Wegwerfartikeln gleichgesetzt werden. Doch mittlerweile gibt es auch viele Anbieter, die ganz bewusst auf eine ressourcenschonende, faire und eben nachhaltige Produktion und Nutzung ihrer Werbeartikel setzen.

Beispiel: Ein Unternehmen, das Werbeartikel als billige Massenware vertreibt entscheidet sich bewusst dafür, nur noch langlebige Artikel aus recycelten oder biologischen Rohstoffen anzubieten, die unter fairen Bedingungen produziert werden.

Tipp: Falls du selbst nachhaltige Werbeartikel wie Notizbücher oder Taschen bedrucken lassen willst, ist zum Beispiel Laprinta.de eine sinnvolle Anlaufstelle.

3. Kampagnen ohne direkten Produktbezug

Die Kampagnen eines Unternehmens, müssen nicht immer das angebotene Produkt in den Fokus rücken. Stattdessen kann eine Initiative, die sich beispielsweise für bewusstes, nachhaltiges Handeln unserer Gesellschaft einsetzt, zunächst neues Vertrauen schaffen und schlussendlich ebenfalls die Verkaufszahlen erhöhen. Grünes Marketing kann auf diese Weise auch ganz ohne produktbezogene Botschaft funktionieren – und Erfolg und Umweltschutz miteinander verbinden.

Beispiel: Ein Messeveranstalter für nachhaltige Wirtschaft wirbt in der U-Bahn mit großen Plakaten dafür, dass man Kapsel-Kaffee vermeiden sollte, weil dadurch jedes Jahr 8.000 Tonnen Müll entstehen und der Kaffee dadurch unbemerkt 70€ pro Kilogramm kostet.

4. Spenden an soziale Projekte (Cause-Related Marketing)

Diese Form des grünen Marketings ist etwas umstritten. Oft ist nämlich nicht das Produkt, sondern nur die versprochene Zusatzleistung nachhaltig. Doch grundsätzlich ist diese Form des Ökomarketings unter vielen Gesichtspunkten wirklich sinnvoll. Man vertreibt ein Produkt, motiviert potentielle Kunden durch Spenden an Tierschutzorganisationen oder andere soziale Unternehmen und klärt zudem die Gesellschaft über bestehende Missstände und unterstützenswerte Einrichtungen auf. Das eigene Image wird gefördert – und das erhöht die Chancen auf langfristigen Erfolg.

Beispiel: Ein Unternehmen, dass Bio-Nussriegel, Bio-Handseifen und Mineralwasser anbietet, spendet – absolut transparent – für jeden gekauften Riegel eine Mahlzeit, für jede gekaufte Handseife ein Stück Seife und für jedes gekaufte Mineralwasser einen Tag Trinkwasser an Bedürftige. (um Problemen wie dem Welthunger oder der Wasserknappheit entgegen zu wirken)

Frage: Fallen dir weitere Umsetzungs-Beispiele für grünes Marketing ein? Dann schreibe mir gern einen Kommentar.

Nachhaltiges Marketing – Die Chance für Unternehmen und unsere Umwelt

Damit Green Marketing effektiv funktioniert, ist ein langer Prozess notwendig – aber genau aus diesem Grund hebt man sich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit von der Konkurrenz ab. Nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen, birgt daher eine unglaublich große Chance für Unternehmen. Dabei müssen Verantwortliche lediglich darauf achten, authentisch und ehrlich zu bleiben. Für Kosteneinsparungen neigen viele Unternehmer leicht dazu, bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit ins Greenwashing abzudriften. Das gilt es zu vermeiden. Ehrlichkeit und die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit werden hingegen von umweltbewussten Kunden belohnt.

Hast du Fragen, Tipps oder Anregungen rund um das Thema des grünen Marketings? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

Bleib‘ umweltbewusst,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Wenn du dir auch vorstellen kannst, auch selbst ein Unternehmen zu gründen, das einen Mehrwert für unsere Gesellschaft und die Umwelt schafft, dann schaue dir unbedingt den Beitrag über nachhaltiges Gründen an.

Ich bin Christoph und unterstütze und organisiere Plastikmüll CleanUps auf der ganzen Welt, um den Plastikmüll aus der Natur zu entfernen. Bei CareElite gebe ich dir zusammen mit anderen umweltbewussten Bloggern Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes und vor allem nachhaltiges Leben, mit fantastischen Natur- und Wildlife-Erlebnissen.Wenn du möchtest, dass wir weiter mit voller Kraft an CareElite arbeiten, kannst du uns gern ein paar Taler für die technische Verbesserung der Webseite, CleanUp-Material und neue aufklärende Blogbeiträge in unsere Kaffeekasse werfen. So oder so - danke, dass du da bist!

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