Verstecktes Plastik im Alltag

Verstecktes Plastik im Alltag – 33 Dinge, die dich überraschen werden

Christoph CareElite Blog, Natürliche Gesundheit, Plastikfrei leben 6 Comments

Verstecktes Plastik im Alltag? Gibt es denn tatsächlich Dinge in unserem Alltag in denen der Kunststoff steckt, ohne dass wir es bemerken? Ja – leider gibt es diese Gegenstände. Und wahrscheinlich lauert garantiert auch eins davon in deiner Wohnung, falls du nicht schon 100% plastikfrei lebst. 🙂

In diesem Artikel möchte ich dir deshalb jetzt 33 alltägliche Dinge vorstellen, von denen nur wenige Menschen wissen, dass sich darin tatsächlich Plastik versteckt. Besonders der Lebensmittelbereich wird dich überraschen!

  1. Haushaltsprodukte
  2. Lebensmittel
  3. Kosmetika
  4. Weitere Produkte
  5. Schlusswort

Verstecktes Plastik in alltäglichen Haushaltswaren

Verstecktes Plastik im Alltag

Ja, auch in gewöhnlichen Produkten aus der Rubrik Haushalt und Leben findet man bei sehr genauer Betrachtung auch Plastik, das viele dort nicht erwartet hätten. Die folgenden Artikel sind sehr gute Beispiele dafür, dass sich auch total gewöhnlichen Alltagsgegenständen aus der genannten Rubrik Plastik versteckt:

  1. Backpapier: Warum sollte Back-„Papier“ denn Plastik enthalten? Ganz einfach: Damit es nicht am Gitter oder dem Backblech kleben bleibt. Den Begriff „Papier“ hat das gewöhnliche Backpapier also eigentlich nicht im Namen verdient. Dieser Wirrwarr sorgt auch dafür, dass Backpapier meist im Papiermüll und nicht im Restmüll landet. Mehr über die richtige Mülltrennung erfährst du im separaten Artikel.
  2. Buntstifte & Bleistifte: Ja, auch im klassischen Buntstift aus Holz oder einem gewöhnlichen Bleistift versteckt sich Plastik. Die Minen der Stifte werden nämlich erst durch eine sehr dünne Kunststoffschicht bruchfest. Eine coole Alternative sind diese einpflanzbaren Bleistifte.
  3. Waschmittel: Wenn es um verstecktes Plastik im Alltag geht, dann darf auch das Waschmittel nicht fehlen. Denn darin findest du bei genauer Untersuchung leider auch Mikroplastik und sogenannte wasserlösliche Polymere. Waschmittel selber machen, ist eine der wenigen sicheren Alternativen.
  4. Putzmittel: In den meisten chemischen Putzmitteln aus der Plastikflasche versteckt sich leider auch häufig Plastik in Form von Flüssigkunststoffen (Cross-Polymeren). Das Mikroplastik soll besonders bei intensiven Putzmitteln für hartnäckigen Schmutz durch Reibung den Schmutz abschleifen. So zum Beispiel in Glasreinigern.
  5. Kissen: Fast jedes gewöhnliche Sofakissen enthält heute einen gewissen Anteil an Plastik. Ob es die Füllung aus Polyurethan oder der Reißverschluss es Kissenbezugs ist.
  6. Glitzer: Was hauptsächlich zu Dekorations-Zwecken verwendet wird und so unscheinbar wirkt, ist natürlich auch kein natürliches Material. Glitzer ist ist entweder reines Plastik oder mit Kunststoff beschichtetes Aluminium.
  7. Zigarettenfilter: Zigaretten enthalten nicht nur Schadstoffe – im Filter versteckt sich leider Kunststoff. Auch wenn die Filter häufig aus Bioplastik bestehen, zersetzen Sie sich nicht schnell genug. Und trotzdem landen weltweit jeden Tag 10 Milliarden Zigaretten in der Umwelt.
  8. Tampons: Dadurch, dass sich auch in klassischen Tampons Plastik versteckt kann der Kunststoff auch in den eigenen Körper gelangen. Denn neben dem Bändchen am Tampon besteht auch die Beschichtung des Tampons selbst aus Kunststoff.
  9. Textilien: In gewöhnlichen Kleidungsstücken finden wir heute Polyacryl, Polyamid, Polyurethan, Polyester und viele andere Kunststoffe. Plastik versteckt sich also auch in unserer Kleidung und das lässt sich am Etikett auch wunderbar ablesen. Dadurch, dass auch das verwendete Nähgarn auf Kunststoffbasis produziert wird, hat im Grunde jedes Kleidungsstück heutzutage einen geringen Plastik-Anteil. Darauf zu achten, nachhaltige Mode zu kaufen, ist eine sehr gute Alternative.
  10. Toilettenpapier: Fast jedes Toilettenpapier ist in Plastik verpackt. Dass sich aber auch im Papier selbst Plastikrückstände befinden, könnte überraschend für dich sein, oder?

FLUSTIX Plastlkfrei SiegelSelbst wenn wir also glauben, unser Leben ziemlich plastikfrei zu meistern, sind wir noch lange nicht am Ziel. Doch wir sind auf jeden Fall auf dem richtigen Weg. Dieser Artikel wurde übrigens in großartiger Zusammenarbeit mit dem Plastikfrei Siegel FLUSTIX erstellt – mehr über das Siegel, an dem du genauestens geprüfte, plastikfreie Produkte erkennen kannst, erfährst du unter flustix.de – schau‘ mal vorbei. Das Siegel hilft dabei, 100% plastikfreie Produkte auf den ersten Blick zu sehen.

Plastik versteckt sich in Lebensmitteln

Verstecktes Plastik im Alltag

Es ist noch nicht schlimm genug, dass wir verstecktes Plastik in alltäglichen Dingen wie Kosmetika oder Textilien finden – nein. Auch in vielen Lebensmittel versteckt sich der Kunststoff – wo genau, kannst du der folgenden Übersicht entnehmen:

  1. Kaugummis: Oh ja – richtig gelesen. Damit das Kaugummi so schön flexibel ist, wie man es kennt, besteht die Kaumasse bei gewöhnlichen Kaugummis aus Polymeren – also Kunststoffen. Mehr darüber erfährst du im Artikel Plastik in Kaugummis.
  2. Kaffeefilter: Viele Kaffee – und auch Teetrinker denken, dass die Filter und Beutel aus biologisch abbaubarem Material bestehen. Allerdings werden diese mit Kunststoffen versehen, um sie reißfester zu machen. Deshalb gehören Kaffeefilter und Teebeutel leider auch zur Übersicht über verstecktes Plastik im Alltag.
  3. Bier: Der schwer auszusprechende Kunststoff Polyvinylpolypyrrolidon wird von Braumeistern bei der Herstellung verwendet – Rückstände wurden bereits im Bier nachgewiesen. Das Plastik wird verwendet, damit das Bier möglichst lange klar bleibt.
  4. Konservendosen: Man könnte davon ausgehen, dass eine Konservendose einfach nur aus Weiß – oder Aluminiumblech besteht. Leider versteckt sich hier auch Plastik in Form der Innenbeschichtung der Blechdosen, damit das Metall nicht angegriffen wird.
  5. Wurst, Käse, Schokolade, usw.: Unglaublich, dass sich Plastik sogar in fertiger Wurst und anderen alltäglichen Lebensmitteln versteckt, oder? Leider ist das die Wahrheit und sogar gesetzlich erlaubt. Maximal 10% der Plastikverpackung dürfen sich auf das Lebensmittel übertragen – so sagt es die EU-Kunststoffverordnung.
  6. TetraPak: Viele Menschen entsorgen ein klassisches TetraPak leider im Papiermüll und nicht im gelben Sack. Dabei enthält es neben Papier auch Aluminium und einige, dünne Kunststoffbeschichtungen.
  7. Deckel von Glasflaschen: Leider versteckt sich auch in den Deckeln herkömmlicher Glasflaschen Plastik – auch wenn sie eigentlich wie gewöhnliches Metall aussehen.
  8. Wurst- und Käsepapier: Auch wenn man denkt, dass „Wurstpapier“ ja aus Papier besteht, täuscht man sich leider. Denn es hat eine dünne Kunststoffbeschichtung, die als Frischhalteschutz und Trenner der Lebensmittel dient. Das gleiche gilt auch für Backwaren- und Käsepapier. In vielen Supermärkten gibt es Käse jetzt auch abgepackt in Papierverpackungen – allerdings haben auch die dann eine Kunststoff-Schicht, um länger frisch zu bleiben.
  9. Mineralwasser: Tatsächlich wurden in 80% der geprüften Mineralwasser Mikroplastik nachgewiesen. Ein Grund mehr dafür, die wiederverwendbare Trinkflasche aus der Zero Waste Grundausstattung zu bevorzugen.
  10. Tiefkühlpackungen: Ich habe mich selbst davon täuschen lassen – aber leider enthalten auch die Pappverpackungen für Fischstäbchen oder gefrorenen Spinat eine Kunststoffschicht. Es handelt sich also nicht ausschließlich um Pappe und auch nicht ausschließlich um Kunststoff. Diese Verpackungen sind Verbundverpackungen und erschweren leider das Kunststoffrecycling.
  11. Tafelsalz: Verwendest du auch gerne Tafelsalz? Dann ist es sicher nicht uninteressant für dich, dass sich in knapp 90% aller geprüften Tafelsalze verstecktes Plastik befindet.

Auch wenn Plastik auf der einen Seite dabei hilft, unsere Lebensmittel länger haltbar zu machen, sorgt es auf der anderen Seite dafür, dass wir unseren Müll falsch trennen. Denn viele Menschen wissen einfach nicht, dass sich in Wurstpapier oder TetraPaks Kunststoff versteckt Hinzu kommt, dass sich in vielen Lebensmitteln Restbestände der Kunststoffverpackungen befinden – Wahnsinn, dass so etwas erlaubt ist.

Plastik versteckt sich in Kosmetika

Verstecktes Plastik im Alltag

Das sich Mikroplastik in Kosmetika versteckt, dürfte dir möglicherweise schon bekannt sein – denn das Thema wird mittlerweile viel diskutiert und ist immer wieder einmal in den Medien. In den folgenden Kosmetik-Produkten verstecken sich die kleinen Kunststoffe:

  1. Zahnpasta: Ja richtig gehört – zum einen entsteht schon Plastikmüll durch die Verpackung – allerdings enthalten viele Zahnpasten leider auch Mikroplastik in der eigentlichen Zahncreme. Erfahre im separaten Artikel, wie du deine natürliche Zahnpasta selber machen kannst.
  2. Lippenstifte: Ja, auch Lippenstifte können sich Plastik-Bestandteile verstecken – dasselbe gilt übrigens auch für Lidschatten und Puder. Der billige Kunststoff fungiert in diesem Fall als eine Art Bindemittel.
  3. Mascara: Tatsächlich ist fast jeder Mascara mit kleinen Mikroplastik-Bestandteilen versehen. Die Alternative ist, den Mascara auf natürliche Weise selbst herzustellen.
  4. Nagellack: Wenn wir über verstecktes Plastik im Alltag sprechen, dann muss auch zwingend der Nagellack genannt werden. Der Kunststoff macht den Lack dickflüssiger und widerstandsfähiger. Die plastikfreie Alternative? Aktuell nur der komplette Verzicht auf Nagellack, im Sinne des Zero Waste Lebensstils.
  5. Peelings: Das, was du in klassischen Peelings auf deiner Haut spürst, ist in der Regel häufig Plastik. Der Kunststoff versteckt sich in den Peelings, um die schleifende Funktion auf der Haut zu übernehmen.
  6. Feuchttücher: Es muss ja einen Grund dafür geben, dass Feuchttücher nicht so schnell reißen, wie herkömmliche feuchte Papiertücher. Leider liegt das häufig daran, dass die Tücher nicht aus Zellulose, sondern einem Polyester-Viskose-Mix bestehen. Hinzu kommt die Plastikverpackung.
  7. Sonnencreme: In Sonnencremes befinden sich in der Regel Flüssigpolymere. Der Kunststoff, der sich in der Sonnencreme versteckt, soll für Glanz und Geschmeidigkeit sorgen. Die Alternative heißt: Sonnencreme selber machen.
  8. Duschgels & Shampoos: Es ist unglaublich, in wie vielen bekannten Marken von Duschgels und Shampoos tatsächlich Kunststoffe in Form von Mikroplastik stecken. Die Alternative heißt natürliche Alepposeife am Stück.

Ganz schön beängstigend, oder? Zum einen, dass es in Deutschland überhaupt erlaubt ist, Plastik in solch alltäglichen Kosmetik-Produkten zu verstecken. Zum anderen, dass wir es ohne Fachwissen kaum erkennen können, selbst wenn wir es wollten. Was kann man also grundsätzlich tun, um vor dem Kauf eines Produktes zu prüfen, ob sich darin Plastik versteckt? Ich empfehle dir dafür die CodeCheck App, mit der du den Barcode eines Produktes einfach scannst und unmittelbar danach eine Antwort erhältst.

Wo sich sonst noch Plastik versteckt

Einige Dinge in denen du verstecktes Plastik finden kannst, konnte ich keiner der bisherigen Kategorien zuordnen. Im Folgenden stelle ich sie dir vor, da sie ebenfalls unbedingt auf die Liste mit verstecktem Plastik im Alltag gehören:

  1. Klebstoff: Fast jeder herkömmliche Kleber besteht aus Plastik – ob Kleber am Klebeband, in der Tube oder im Klebstift.
  2. Etiketten: Auch wenn man Obst und Früchte lose einkauft, ist das oft noch kein plastikfreies Einkaufen. Denn auf Äpfeln, Bananen und anderen losen Lebensmittel werden meist kleine Aufkleber geklebt, die entweder aus Kunststoff bestehen oder mindestens mit Plastik-Kleber versehen sind.
  3. Kassenzettel: Wenn du an der Kasse einen Kassenbeleg erhältst, dann ist der in der Regel aus Thermopapier, dass wiederum mit einer Kunststoffschicht versehen wird und deshalb im Restmüll entsorgt werden muss. Im Artikel App für Digitale Kassenbons stelle ich dir ein Projekt vor, dass dieses Müllproblem verändern wird.
  4. Pappkartons: Selbst ein Pappkarton muss nicht 100% aus Papier bestehen. Ein fertiger Karton hält oft nur zusammen, weil er mit Kleber aus Kunststoff zusammengeklebt wurde. Hinzu kommt, dass besonders in Kartons aus Recycling-Papier häufig noch Plastik-Rückstände aus dem Verarbeitungsprozess nachweisbar sind.

Wir finden verstecktes Plastik im Grunde überall

Wie du in diesem Artikel sicherlich gemerkt hast, finden wir den Kunststoff heutzutage leider in fast allen Gegenständen. Ob als Bindemittel, Frischhalteschutz, für eine bessere Haftbarkeit oder einfach, um Dinge reißfester zu machen.

Selbst wenn wir glauben, den Kunststoff aus unserem Leben verbannt zu haben, taucht er in meist unsichtbarer Form dann doch wieder irgendwo auf. Bitte siehe das Leben ohne Plastik deshalb immer als langfristiges Ziel, um auch immer motiviert zu bleiben. Es wird sicherlich einige Zeit in Anspruch nehmen bis wir es erreicht haben – doch die Alternativen sind bereits auf dem Vormarsch und werden dafür sorgen, dass der Kunststoff in unserem Alltag sich nach und nach reduziert bis wir ihn schließlich ersetzt haben. Mund abputzen – weitermachen! 😉

Hast du Fragen, Tipps oder weitere Produkte und Gegenstände, in denen sich Plastik versteckt, die du teilen möchtest? Dann hinterlasse mir doch unter diesem Beitrag gern einen Kommentar und ich baue deine Idee mit ein. Vielleicht interessiert dich auch der Artikel über die absolut überflüssigsten Plastikverpackungen, die jemals gesichtet wurden.

Bleib‘ sauber,

Plastikfrei leben - Weniger Plastikmüll in der Umwelt

PS.: Im Plastikfrei Blog von CareElite bekommst du laufend weitere Tipps rund um das plastikfreie Leben. Vielleicht hilft dir auch mein Zero Waste Online-Kurs „30 Days To Zero Waste“ weiter. Ich zeige dir hier in 30 Tagen, wie du deinen Plastikmüll im Alltag massiv reduzierst ohne dich zu verbiegen. Viel Spaß! 🙂

Verstecktes Plastik im Alltag

Ich bin Christoph und unterstütze und organisiere Plastikmüll CleanUps auf der ganzen Welt, um den Plastikmüll aus der Natur zu entfernen. Bei CareElite gebe ich dir zusammen mit anderen umweltbewussten Bloggern Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes und vor allem nachhaltiges Leben, mit fantastischen Natur- und Wildlife-Erlebnissen.Wenn du möchtest, dass wir weiter mit voller Kraft an CareElite arbeiten, kannst du uns gern ein paar Taler für die technische Verbesserung der Webseite, CleanUp-Material und neue aufklärende Blogbeiträge in unsere Kaffeekasse werfen. So oder so - danke, dass du da bist! :-)

Comments 6

  1. Es ist echt erschreckend, dass sich Plastik in so vielen Sachen befindet. Genauso aber auch Sand. In Waschmittel und in Zahnpasta befindet sich Sand. Ebenso wie in Wein. Schon erschreckend, wenn man sich mal näher damit auseinandersetzt. Wir müssen endlich etwas gegen das Plastik tun, damit es nicht zum Massensterben kommt. Und damit ess uns selber besser geht und wir gesünder leben.

    1. Post
      Author

      Hi Jona! Danke für deine Worte, absolut richtig. Jetzt entsteht in unserer Gesellschaft endlich ein neues Bewusstsein, wodurch wir die Veränderung auf jeden Fall schaffen.

      Beste Grüße
      Christoph

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