Reise-Bericht Sri Lanka - Im Plastikmüll auf Sri Lanka

Sri Lanka Reise-Erfahrungen & Tipps

Seit einigen Tagen bin ich auf Sri Lanka, schaue mir die Plastikmüll-Problematik direkt vor Ort an und mache einen dreiwöchigen Natur-Urlaub. Sri Lanka gehört zu den zwanzig Ländern, von denen weltweit jährlich 80% des Plastikmülls ins Meer gelangen. Erschreckend? Sicher. Aber warum kommt auf Sri Lanka so viel Plastikmülls ins Meer? Die Antwort auf diese Frage und Tipps & Tricks für deinen Sri Lanka Urlaub bekommst du akkurat in diesem Artikel 🙂

Grundsätzliche Tipps & Tricks für deine Reise auf Sri Lanka

Basierend auf meinen weitergehenden Erfahrungen auf Sri Lanka, stelle ich dir hier meine wichtigsten Tipps für deinen/euren Urlaub auf Sri Lanka vor.

  • Verhandle die Preise: Egal, wo du im Urlaub bist, Preise lassen sich immer verhandeln. Besonders bei dein TukTuk-Fahrten kannst du eine Menge einsparen! 1€ sind umgerechnet etwa 160 Rupien. Optimal ist es, wenn du vorher die ungefähre Distanz zu deinem Zielort auf Sri Lanka kennst, dann kannst du die Preise wunderbar einschätzen. Ich habe knapp 50 Rupien pro Kilometer gezahlt, wenn du hartnäckig bist, geht es aber vielleicht noch günstiger.
  • Nutze die Fahrten als kleine Stadttour: Die TukTuk-Fahrer können in der Regel sehr gut Englisch sprechen und kennen sich bestens aus, weshalb du hier viele Fragen loswerden kannst. Wenn du freundlich bist, bekommst du auch nette und ausführliche Antworten.
  • Gehe offen auf die Menschen zu: Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Da es in Deutschland erfahrungsgemäß nicht immer so ist, schreibe ich es aber gerne zu den Reise-Tipps für Sri Lanka dazu. Die Menschen auf Sri Lanka sind sehr offen und freuen sich über jeden, der ebenfalls offen auf sie zu geht. So kommst du schnell ins Gespräch und findest Unterstützung bei Fragen.

Reise-Erfahrung Sri Lanka Tag 1 – Ankunft in Colombo

Plastikmüll Sri Lanka - Erfahrungen Reisebericht

Mein TukTuk-Fahrer Aravinthan

Nachdem ich gestern Nacht mit dem Flieger in Colombo gelandet bin, habe ich sehr schnell mein Gepäck bekommen und die rechtliche Einreise verlief ebenfalls reibungslos. Denn das Visum hatte ich mir einige Wochen vorher bereits online geholt. Dieses musst du hier bei ETA für 35$ online beantragen. Meine Wohnung für die ersten 3 Nächte habe ich über AirBnb* (hier kriegst du direkt 35€ AirBnb-Guthaben) gebucht und bin super froh über meinen tollen Host, der mich sogar zu einer späten Uhrzeit vom Flughafen in Colombo abgeholt hat. Das ist nicht selbstverständlich, da die Wohnung etwa 35 Minuten vom Flughafen entfernt liegt. Wenn du einen durchschnittlichen Host hast, der dich nicht abholt, dann ist eines der vielen TukTuk’s ebenfalls sehr günstig und bringt dich schnell ans Ziel. An meinem ersten Tag habe ich zunächst einmal Geld gewechselt. Wechsel dein Geld auf keinen Fall direkt bei einer Bank, sondern nutze reine Wechselstuben. Da kommst du deutlich besser bei weg. Mein netter TukTuk-Fahrer hat mich für 320 Rupien (etwa 2€) durch halb Colombo gefahren, mir sein Elternhaus gezeigt und seine Familie vorgestellt. Sei einfach offen und nett zu den Menschen, dann sind Sie auch nett zu dir. Die erste ganz einfache Regel. Im Supermarkt neben meiner Wohnung habe ich alles bekommen, was ich brauche. Sogar etwas zu viel, denn die vielen Plastiktüten wollte ich nicht. Leider ist es für die Abrechnung an der Kasse notwendig gewesen. Ein erstes Zeichen für die Antwort auf unsere Ausgangsfrage zum Plastikmüll auf Sri Lanka. Im weiteren Verlauf meines Reisetagebuches werde ich dir mehr darüber erzählen. Am Nachmittag ging es dann mit einem anderen TukTuk zum Mount Laviniya Beach im südlichen Teil der Haupstadt Colombo. Wenig Tourismus (zumindest an diesem Tag) und verhältnismäßig wenig Plastik. Auch wenn ich mich schon über jede Flasche die dort angespült wird aufregen könnte. Nach ein paar Gesprächen in den anliegenden Bars und Restaurants war klar, dass an diesem Strand jeden Tag Massen an Plastikmüll angespült werden. Jeder Wirt sorgt selbst jeden Tag dafür, dass sein Strandabschnitt sauber ist. Auch wenn längst nicht alles an angespültem Plastik verschwindet, ist das eine immerhin eine gute Tat. Doch einer der Hauptgründe für den Plastikmüll auf Sri Lanka ist mir bereits heute nach einigen Erzählungen klar geworden. Es ist die persönliche Einstellung jedes einzelnen. Die meisten Menschen auf Sri Lanka interessieren sich nicht für die Folgen des Plastikmülls in der Umwelt und schmeißen die Plastikflasche einfach direkt ins Meer. Traurig aber war. Nach ein paar netten Gesprächen ging es dann wieder zu meiner Wohnung und später in ein nettes Restaurant. Insgesamt kannst du dich darauf einstellen, dass du günstig über den Tag kommst. Achte aber darauf, dass dir nichts aufgeschwatzt wird. Es ist leider so, dass man mit weißer Haut auf Sri Lanka direkt als Tourist gesehen wird und hier möglicherweise mehr Geld zu holen ist. Tue einfach nur das, was du wirklich willst. Die zweite einfache Regel 🙂 In den nächsten Tagen geht’s weiter mit meinem Reisebericht aus Sri Lanka.

Reise-Erfahrung Sri Lanka Tag 2 – Ein weiterer Tag in Colombo

Reise Erfahrung auf Sri Lanka - Zwischen Plastikmüll und Tourismus

Ein Eisenholzbaum im Park in Colombo

Nun geht auch der zweite Tag meiner Reise auf Sri Lanka zu Ende. Heute ging es mit dem TukTuk zu allen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Für umgerechnet 6€ (2 Stunden Fahrt) kann man das schon machen. Ich möchte in diesem Reisebericht aber mehr über die natürlichen Seiten Sri Lankas berichten, weshalb ich dir lieber von meinem Besuch im Park Colombo berichten. Nachdem ich zuvor noch eine deutsche Travellerin in der Stadt kennengelernt habe, ging es in den Viharamahadevi Park, der sehr zentral liegt. Dort waren sehr viele Familien, die sich zum Neujahrsfest (13.04 & 14.04) . Alle Menschen auf Sri Lanka sind sehr offen und freuen sich über ein Gespräch. So eine Offenheit wünsche ich mir auch in Deutschland. 🙂 Insgesamt ein richtig schöner zweiter Tag meiner Reise auf Sri Lanka. Grundsätzlich denke ich aber, dass ein Tag in Colombo ausreichen sollte. Denn neben den tollen Menschen hier, hat Sri Lanka auch noch weniger touristische und reinere Spots zu bieten.

Reise Erfahrungen auf Sri Lanka - Plastikmüll und Tourismus in Colombo

Trotz Stadtreinigung liegt der Plastikmüll in Colombo einfach überall

Der Plastikmüll ist überall und das, obwohl die Stadtreinigung jeden Tag aktiv ist. Heute wurde mir klar, dass der Plastikmüll in Colombo auf jeden Fall auf die fehlenden Mülleimer in der Stadt, sowie auf die pfandfreien Flaschen im Supermarkt zurückzuführen sind. Schärfere Gesetze und Gebühren, sowie eine dringend notwendige Investition des Staates in das Entsorgungssystem sind nötig, damit der Plastikmüll in der Umwelt hier reduziert werden kann. An dieser Stelle sind neben Sri Lanka selbst, aber auch die wohlhabenden Länder in der Pflicht. Denn am Ende tragen wir alle gemeinsam die Folgen des Plastikmülls im Meer. Morgen reisen wir gemeinsam mit dem Zug weiter in den Süden nach Hikkaduwa. Dort erwarten uns tolle Strände, viele Tiere und einzigartige Natur.

 

Reise-Erfahrung Sri Lanka Tag 3 – Fahrt und Ankunft in Hikkaduwa

Strandbar Hikkaduwa auf Sri Lanka

Entspannung in einer Strandbar in Hikkaduwa

Nach zwei Tagen in Colombo ging meine Sri Lanka-Reise gemeinsam mit Jael, die ich in Colombo kennen gelernt habe, weiter in Richtung Hikkaduwa, einem fantastischen Strand-Ort im Süd-Westen von Sri Lanka. Um Hikkaduwa zu erreichen, haben wir den Zug von Colombo genommen, der beispielsweise auch die Städte Galle und Mirissa anfährt. Vom Fort in Colombo ist man in kurzer Zeit schon in Hikkaduwa. Die Fahrt kostet 160 Rupien (umgerechnet 1€) und dauert etwa 2 Stunden. Während der Fahrt beobachten wir sehr viel Plastikmüll an den Rändern der Schienen, der regelmäßig einfach aus dem Fenster geworfen und nicht aufgesammelt wird. Eine Unterkunft in Hikkaduwa hatte ich am Vortrag über AirBnb gebucht. Vom Bahnhof in Hikkaduwa waren es nur 5 Minuten mit dem TukTuk, bis wir die Unterkunft erreicht hatten. Dort begrüßte uns Kinchana, unsere nette Gastgeberin. Sie stellte uns ihre Familie vor, die zur Feier des buddhistischen Neujahrsfestes zu besuch war. Nachdem wir angekommen waren, ging es zum wunderschönen Narigama Beach, der nur ein paar Meter von unserer Unterkunft entfernt war. Der Strand ist sehr sauber, nur vereinzelt lag ein bisschen Plastikmüll herum. Den Abend ließen wir in einer Strandbar ausklingen, während wir die Pläne für den morgigen Tag machten.

Reise-Erfahrung Sri Lanka Tag 4 – Andahalena Wasserfall

Wasserfall Sri Lanka - Reise Erfahrungen

Der Andahalena Wasserfall in der Nähe von Hikkaduwa

Heute ging es mit dem TukTuk zum Wasserfall Andahalena. Er liegt etwa 35 km entfernt von Hikkaduwa und ist aufgrund der Entfernung und der langen Fahrt mit dem TukTuk nicht so touristisch. Auf der Fahrt kamen wir an einem Cricket-Spielt vorbei. Cricket ist übrigens der größte Volkssport auf Sri Lanka. Irgendwann wurde der Weg zum Wasserfall in Hikkaduwa so steil, dass wir nicht mehr mit dem TukTuk weiterfahren konnten. Ab hier ging es durch einen Dschungel-Abschnitt mit vielen kleinen Flüsse zu Fuß weiter. Nach etwa 15 Minuten hatten wir den Wasserfall erreicht. (Bilder folgen, sobald mein Internet wieder besser ist 🙂 ) Am Wasserfall trafen wir viele Locals, die hier regelmäßig vorbeischauten. Wir waren die einzigen Touristen hier und kamen wie immer auf der Reise leicht ins Gespräch. Neben dem Wasserfall führt eine kleine Treppe weiter nach oben. Nach etwa 100 Metern erreichten wir einen natürlichen Pool, in dem man schwimmen kann. Das kühle Wasser ist bei den Temperaturen um 32° G die ideale Erfrischung. Ein tolles Natur-Erlebnis. Der Andahalena Wasserfall ist wunderschön und nur zu empfehlen. Nachdem wir zurück in unsere Unterkunft kamen, haben wir von einer Tragödie in Colombo erfahren, die das Plastikmüll-Problem auf Sri Lanka auf die Spitze treibt. In Kolonnawa, am Stadtrand von Colombo, ist ein 90 Meter hoher Müllberg durch den starken Regen ins Rutschen gekommen und hat 40 Häuser unter sich begraben. Es starben 6 Menschen. Die offene Mülldeponie wächst täglich um 800 Millionen Tonnen Müll. Eine selbsterschaffene Gefahr, die nun die Weiterentwicklung des Recycling-Systems auf Sri Lanka schneller vorantreiben sollte.

Reise-Erfahrung Sri Lanka Tag 5+6 – Ankunft Mirissa

Urlaub auf Sri Lanka im Surferparadies Marissa

Das Strand-Paradies in Mirissa (aufgenommen mit meiner Drohne)

Plastikmüll auf Sri Lanka - Reise Erfahrungen

Plastikmüll direkt hinter einer Strandbar in Mirissa (Sri Lanka)

Heute ging es mit dem Bus weiter nach Mirissa, das nächste Surfer-Paradies an der Südküste von Sri Lanka. Denn in der Bucht bei Mirissa sind die Wellen besonders groß. Der Ort selbst liegt etwa zwei Bus-Stunden von Hikkaduwa entfernt. Die Fahrt kostete 200 Rupien (umgerechnet etwa 1,20€). Für alle die es noch nicht gemacht haben: Hier kann man wunderbar Whale-Watching machen 🙂 Diesmal habe ich vorher keine Unterkunft gebucht, sondern direkt vor Ort in mehreren Gästehäusern nachgefragt. Hier kann man je nach Saison, noch wunderbar handeln. Jetzt im April ist hier nicht die Hochsaison, weshalb die Gästehäuser längst nicht ausgelastet sind. Unsere Gastgeberin ist passend zu den bisherigen Erfahrungen unglaublich freundlich. Eine Nacht kostet umgerechnet etwa 8€. Nachdem wir also eine passende Unterkunft hatten, ging es an den Strand. Heute konnten wir Schildkröten beim schlüpfen beobachten, ein tolles Natur-Erlebnis, das leider durch die Masse an Touristen zur Nichte gemacht wurde. Eine Schildkröte schaffte zu Beginn den Weg ganz alleine ins Wasser, die anderen hatten diese Chance nicht, da die Touristen diese Aufgabe im wahrsten Sinne des Wortes, selbst in die Hand nahmen. Am Morgen des 6ten Tages war ich mit meiner Drohne am Strand unterwegs. Eines der Bilder siehst du oben, die anderen Aufnahmen inklusive Travel-Video stelle ich dir kurz nach Abschluss der Reise auf Sri Lanka zur Verfügung. Am selben Morgen habe ich den Strand von seinem Plastikmüll befreit, obwohl dieser Strand selbst noch verhältnismäßig sauber ist. Direkt hinter einer Strandbar bin ich dann auf den Berg aus Plastikmüll gestoßen, den du hier auf dem nebenstehenden Bild sehen kannst. Der Plastikmüll liegt hier nicht erst seit gestern und unterstreicht daher das Plastikmüll Problem auf Sri Lanka.

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