CO2 Tötung - Wie Schweine und Küken vergast werden

CO2-Tötung: Wie Schweine, Küken und andere Tiere vergast werden

Wusstest du schon, dass Schweine, Küken und andere Tiere vergast werden, weil wir sie essen wollen? Tatsächlich gilt dieses Vorgehen als humanste Betäubungs- und Tötungsmethode in der Massentierhaltung. Da sie hinter den verschlossenen Türen von Schlachthäusern stattfindet, sind wir entsprechend erbost, wenn wir das erste Mal davon hören. Nicht zuletzt aufgrund unserer Historie.

In diesem Artikel möchte ich dir kurz und knapp die wichtigsten Informationen zur Vergasung von Schweinen, Küken und anderen Tieren an die Hand geben.

Hinweis: Möglicherweise empfindest du diesen Beitrag als zu brutal. Ich erkläre dir hier aber nur eine Methode mit der Tiere betäubt und getötet werden, bevor sie auf unseren Tellern landen. Wenn sich bei diesem Wissen also deine Nackenhaare hochsträuben, dann ist das ein Indiz dafür, dass du nicht weiter an diesem Grauen partizipieren solltest.

Was ist die CO2-Tötung von Tieren?

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Unter der CO2-Tötung versteht man eine Betäubungs- und Tötungsmethode in der Massentierhaltung, bei der „Nutztiere“ mit Kohlendioxid vergast werden. Dabei werden sie in Gondeln (bzw. Metallkäfigen) in eine Gaskammer unter den Boden gefahren, wo sie dann dem CO2 ausgesetzt werden. Die Vorgehensweise gilt als humanste Art und Weise, ein Tier zu töten und hat etwaige Vorteile für die Fleischindustrie. Zum Beispiel, dass Menschen bei der Tötung nicht mehr zusehen oder eingreifen müssen. Es ist keine Fixierung der Tiere nötig und möglich, mehrere Tiere auf einmal zu töten. Der Tod erfolgt außerdem mit hoher Sicherheit.

Kohlendioxid (CO2) ist ein Gas, das beispielsweise zur Betäubung und Tötung von Schweinen aller Altersklassen zugelassen ist. Die Methode sorgt für eine schnelle pH-Wert-Absenkung im Gehirn wodurch sich die Reizschwelle der Nervenzellen im Gehirn erhöht, sodass die Reizweiterleitung unterbrochen wird.₁ Auch schonendere Gase wie Argon oder Kohlenmonoxyd könnten alternativ eingesetzt werden, werden aber aus wirtschaftlichen Gründen von der Industrie abgelehnt.₂

Was ist so schlimm an der CO2-Tötung?

Die Betäubungswirkung tritt mit Kohlendioxid im Vergleich zum Bolzenschussgerät oder dem Elektrobad als Betäubungsmethode deutlich verzögert ein. Auf den feuchten Schleimhäuten der Atemwege der Tiere bildet sich Kohlensäure, die den Schweinen einen stechenden Schmerz zufügt.₃ Die Tiere versuchen unter Schreien (wie im eingebetteten Video (siehe auch Film Dominion) zu sehen) aus dem Käfig zu entkommen.

Neben Todesangst, Schmerzen und Panik kommt es häufig dazu, dass die Tiere im Schlachtprozess wieder aufwachen und die Tötung bei vollem Bewusstsein mitbekommen. Die unnötige Tierquälerei und der Gedanke daran, dass unschuldige, fühlende Lebewesen vergast werden, lässt die meisten Menschen mit Abscheu auf die Fleischindustrie blicken.

Hinweis: Auch aufgrund der Vergasung wird die Massentierhaltung häufig mit dem nationalsozialistische Völkermord an europäischen Juden verglichen. Im verlinkten Artikel erfährst du, welche Gemeinsamkeiten dabei sonst noch von KZ-Überlebenden erkannt werden.

Welche Tiere werden vergast?

Schweine werden in der Massentierhaltung mit der CO2-Tötung vergast

Mit Sicherheit gibt es noch viele weitere Tiere, die durch Kohlendioxid gezielt getötet werden. Doch hier sind drei Beispiele für die Vergasung von „Nutztieren“, von denen zwei (Stand 2021) sogar absolut legal sind:

  • Schweine & Ferkel: Die häufigste Betäubungs- und Tötungsmethode in der Massentierhaltung von Schweinen ist der Tod durch CO2-Vergasung. Auch viele Ferkel, die an den ersten Tagen nach der Geburt zu schwach sind, werden auf diese Weise oder durch Schläge gegen die Wand getötet.₄
  • Hühner & Küken: Auch Masthühnern und Millionen von männlichen Küken – unmittelbar nach ihrer Geburt – wird jedes Jahr durch die CO2-Tötung das Leben genommen.₅
  • Nerze & Füchse: Auch auf illegalen Pelzfarmen werden Tiere oft vergast. So zum Beispiel auf einer Pelzfarm in Wisconsin oder millionenfach in Dänemark.

Was kann man gegen die Vergasung von Schweinen, Küken und anderen Tieren tun?

Ich persönlich finde es gruselig, dass wir unschuldige, fühlende Tiere in Gaskammern stecken und töten, obwohl wir es nicht für unser Überleben tun müssten. Oder was denkst du? Wenn du das ähnlich siehst, dann sind hier einige Dinge, die du tun kannst, um diesen Wahnsinn der Massentierhaltung zu stoppen:

CO2-Tötung: Nicht zulassen, dass Tiere brutal für uns sterben

Die meisten Menschen wissen nicht einmal, dass Schweine, Hühner oder Nerze vergast werden. Und vielen scheint es nicht bewusst zu sein, wie sehr die Tiere tatsächlich bei der CO2-Tötung leiden. Ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag etwas Aufklärungsarbeit leisten und ein Umdenken einleiten konnte.

Hast du Fragen oder eigene Erfahrungen mit der Vergasung von Tieren in der Massentierhaltung gemacht, die du teilen möchtest? Dann schreibe mir wie immer gern einen Kommentar.

Bleib‘ tierfreundlich,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Ich halte die Milchindustrie sogar für noch brutaler als die Fleischindustrie. Im verlinkten Beitrag erfährst du jetzt als nächstes, warum ich diese Meinung vertrete.

Quellenangaben:
₁ Pulte GmbH & Co. KG: So leidende Tiere erlösen, abrufbar unter https://www.agrarheute.com/media/2017-11/nottotung.pdf. [20.07.2021].

₂ Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt u.a.: Vergasen, abrufbar unter http://www.schlachthof-transparent.org/pages/schlachtprozess/betaeubungsarten/vergasen.php. [20.07.2021].

₃ Annette Niemeyer (2020): Betäubung beim Schlachten – Wie Schweine leiden, https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Betaeubung-beim-Schlachten-Wie-Schweine-leiden,schweine650.html. [20.07.2021].

₄ H. Sezgin: Das Leid der Kollateralferkelhttps://www.zeit.de/kultur/2015-09/massentierhaltung-tierschutz-10nach8/seite-2. [20.07.2021].

₅ PETA Deutschland e.V.: Leid und Tod – Die Eierindustrie tötet jährlich Millionen von Küken (Stand: Februar 2021), abrufbar unter https://www.peta.de/themen/eier-kueken-sterben. [20.07.2021].

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Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.

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