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Nachhaltige Schädlingsbekämpfung – 20 Schädlinge und wie du sie tier- und umweltfreundlich fernhältst

Nachhaltige Schädlingsbekämpfung – Tipps für einen umweltfreundlichen Umgang mit Ungeziefer

Wie funktioniert eine nachhaltige Schädlingsbekämpfung? Wenn du Ungeziefer und Schädlinge möglichst umweltfreundlich fernhalten oder los werden willst, bist du hier genau richtig! Sowohl tierische als auch pflanzliche Lebewesen, die in der Welt des Menschen einen Schaden anrichten, werden von uns als Schädlinge bezeichnet.

Sie mindern zum Beispiel den Ertrag angebauter Kulturpflanzen, fressen Vorräte, beschädigen Kleidungsstücke und zerstören Bauwerke. Glücklicherweise gibt es Mittel und Wege, um die sogenannten Schädlinge umweltfreundlich und natürlich fernzuhalten oder loszuwerden.

In diesem Artikel möchte ich dir jetzt die besten Tipps für eine schonende, biologische Schädlingsbekämpfung im Innen- und Außenbereich an die Hand geben. Auf geht's!

Vorab findest du hier schon eine kurze Übersicht:

  1. Arten
  2. Vorteile
  3. Schädlinge und Tipps
  4. Schlusswort

Definition: Was sind eigentlich Schädlinge?

Ich persönlich bin zwar kein Fan davon, andere Lebewesen als „Schädlinge“ zu bezeichnen, weil sie alle eine individuelle Aufgabe in der Natur. Dennoch hat sich der Begriff als Kollektivbezeichnung für tierische, pilzliche und pflanzliche Organismen durchgesetzt, die im menschlichen Alltag einen wirtschaftlichen oder optischen Schaden hinterlassen oder einfach generell als störend empfunden werden.

Das Gegenteil von Schädlingen sind Nützlinge. Darunter versteht man in unserem Sprachgebrauch Tiere, die uns Menschen durch ihr Verhalten nützen. Zum Beispiel, weil sie Schädlinge fressen oder sie vernichten.

Doch die Natur ist natürlich viel komplexer und denkt nicht in Schubladen! Ein Schädling kann nämlich auch ein Nützling sein, weil er beispielsweise ein natürlicher Feind anderer Schädlinge ist, Pflanzen bestäubt, zur Humusbildung im Boden beitragen oder als Nahrungsquelle dient und weitere Nützlinge anlockt.

Und was ist Ungeziefer? Unter diesem Begriff versteht man vor allem kleinere Tiere, wie Ratten, Mäuse, Kakerlaken, Kellerasseln, Silberfische oder Motten, die viele Menschen als lästig erachten. Das Wort „Ungeziefer“ wird aber häufig auch als Synonym für das Wort „Schädlinge“ verwendet.

Arten: Welche Schädlingstypen richten Schaden an?

Die Arten von Schädlingen im Überblick

Für eine nachhaltige Schädlingsbekämpfung solltest wir uns zunächst noch mit den unterschiedlichen Arten von Schädlinge im Garten und im Haushalt beschäftigen. Eingeteilt werden sie zum Beispiel basierend auf ihren Merkmalen, ihrem Lebensraum, den Pflanzen oder Materialien, die sie befallen und auch nach den Schäden, die sie verursachen.

Hier findest du eine geläufige Einteilung von Schädlingen in verschiedene Schadenskategorien. Dazu gebe ich dir jeweils einige Beispiele als direkten Praxisbezug.

Vorratsschädlinge

Vorratsschädlinge sind meist tierische Organismen, die gelagerte Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte befallen und schädigen. Sie können in der Landwirtschaft, in Lagerhäusern, Geschäften oder Privathaushalten vorkommen und die Qualität von Nahrungsmittel beeinträchtigen, zu Verlusten führen und in einigen Fällen sogar Krankheiten übertragen.

Beispiele für Vorratsschädlinge: Kleidermotten, Mehlmotten, Speckkäfer, Kornkäfer, Reismehlkäfer, Küchenschaben, Brotkäfer, Getreideplattkäfer, Dörrobstmotte und Hausmäuse.

Holzschädlinge

Holzschädlinge sind tierische oder pilzartige Organismen, die Holzprodukte angreifen und zerstören. Sie können sowohl in Waldgebieten als auch in bebauten Gebieten vorkommen, wo sie ästhetische oder strukturelle Schäden an Gebäuden, Möbeln und anderen Holzstrukturen verursachen.

Beispiele für Holzschädlinge: Holzwespen, Termiten, Hausbockkäfer, Holzwürmer, Anobiidae und einige Pilzarten, die Holz zersetzen. (z.B. Hausschwamm oder Zaunblättling).

Agrarschädlinge

Agrarschädlinge sind Tiere und Unkräuter, die Nutzpflanzen Schaden zufügen. Vor allem in der Landwirtschaft können sie zu erheblichen Ernteausfällen, Qualitätseinbußen und nicht zuletzt zu wirtschaftlichen Verlusten führen.

Beispiele für Agrarschädlinge: Kartoffelkäfer, Getreidehähnchen, Apfelwickler, Blattläuse, Traubenkirschen-Gespinstmotte, Schnecken, Maulwurf, Feldmäuse und bestimmte Unkrautarten.

Forstschädlinge

Forstschädlinge sind tierische und pilzartige Organismen, die an Bäumen bzw. in Waldbeständen große Schäden anrichten und sowohl in natürlichen als auch in bewirtschafteten Wäldern vorkommen. Sie beeinträchtigen schlussendlich das Wachstum von Bäumen, verkürzen ihre Lebensdauer und beschleunigen das Waldsterben.

Beispiele für Forstschädlinge: Borkenkäfer, Eichenprozessionsspinner, Fichtenborkenkäfer, Splintholzkäfer, Kiefernnematoden, Schwammspinner, Eschenprachtkäfer und verschiedene Pilzarten. (z.B. Eschentriebsterben oder die Rotfäule)

Vorteile: Warum sollte man Schädlinge nachhaltig und tierfreundlich bekämpfen?

Schädlinge umweltfreundlich fernhalten und loswerden für Gesundheit und intakte Ökosysteme

Chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel mögen vielleicht einfach in der Anwendung sein und schnell und zuverlässig gegen Schädlinge wirken. Doch sie ziehen einen echten Rattenschwanz an Problemen mit sich. Hier stelle ich dir deshalb – kurz und knapp – einige Gründe, Vorzüge und Chancen der nachhaltigen Schädlingsbekämpfung vor.

Artenvielfalt schützen

Nachhaltige Schädlingsbekämpfung trägt zum Erhalt der Vielfalt von Tieren und Pflanzen bei, da sie Nützlinge schützt, den giftigen Pestizideinsatz verhindert und das natürliche Gleichgewicht im Ökosystem aufrechterhält.

Umweltbelastung vermeiden

Da Schädlinge natürlich vertrieben wird auch der Eintrag von Chemikalien in Wasser, Boden und Luft verhindert, sodass die Umwelt keinen Schaden davonträgt.

Tierleid verhindern

Die Verwendung von umwelt- und tierfreundlichen Bekämpfungsmethoden minimiert das Leiden der Schädlinge und auch aller Wild- und Haustiere, die mit den Mitteln in Kontakt kommen könnten.

Bildung von Resistenzen vermeiden

Nachhaltige Schädlingsbekämpfung setzt auf ein breites Spektrum von Methoden, um Resistenzen von Schädlingen gegenüber Chemikalien zu vermeiden und die Wirksamkeit der natürlichen Maßnahmen langfristig zu erhalten.

Von wirtschaftlichen Vorteile profitieren

Schädlinge nachhaltig zu bekämpfen, kann vor allem Landwirt:innen langfristig wirtschaftliche Vorteile bieten, da sie weniger abhängig von teuren, chemischen Pestiziden sind und die Qualität der Ernte und des Bodens auf Dauer erhalten.

Menschliche Gesundheit schützen

Da die biologische Schädlingsbekämpfung auf gefährliche Chemikalien bzw. Pestizide verzichtet, schützten die Maßnahmen auch die menschliche Gesundheit – vor allem von Landwirt:innen, Mitarbeiter:innen und Verbraucher:innen.

20 Schädlinge und wie du sie möglichst tier- und umweltfreundlich vertreibst und fernhältst

Öle und Zedernholz sind wirkungsvolle Mittel zur Schädlingsbekämpfung

Man kann Schädlinge auch ohne den Einsatz von Giften oder anderen umweltschädlichen oder tödlichen Mitteln fernhalten und loswerden. Zum Beispiel durch natürliche Fressfeinde, eine geschickte Pflanzenwahl oder natürliche Hausmittel.

Hier stelle ich dir nun einige der sogenannten „Schädlinge“ in Haus, Garten und Landwirtschaft vor und erläutere dir jeweils, wie du sie auf eine natürliche, biologische und nachhaltige Art und Weise bekämpfen kannst.

1. Motten

Kleidermotten lassen sich vor allem durch den für die Tiere unangenehmen Geruch von Zedernholz im Kleiderschrank vertreiben. Auch der Duft von Lavendel oder ätherischen Ölen sind sehr wirkungsvoll. Dieser Ratschlag ist grundlegend dafür, dass auch deine Kleidung möglichst lange hält und somit nachhaltiger wird.

2. Schnecken

Mit intensiv riechenden Kräuter wie Rosmarin und Thymian oder auch Gräsern und Farnen, kannst du Schnecken in die Flucht schlagen. Da klassische Bänderschnecken (mit Schneckenhaus) in aller Regel nur tote Pflanzenabfälle fressen, müssen sie nicht einmal bekämpft werden.

Nacktschnecken fressen bedienen sich gerne an Salaten und anderen angebauten Lebensmitteln. Streue aber niemals Salz auf Nacktschnecken, das ist extrem qualvoll und brutal. Ein Schneckenzaun oder das Aussetzen auf einer Wiese ist wesentlich tier- und umweltfreundlicher.

3. Weiße Fliege

Die zu den Mottenschildläusen zählende Weiße Fliege lässt sich gern auf Farnen, Tomaten, Paprikas oder auch Rhododendren nieder. Indem du Basilikum oder Thymian in der Nähe anpflanzt, kannst du ihnen entgegenwirken. Natürliche Feinde der Weißen Fliege sind zum Beispiel Schlupfwespen, die unter anderem durch Wildkräuter oder Kornblumen angelockt werden.

Tipp: In einem separaten Artikel erläutere ich dir, ob Veganer:innen Fliegen, Mücken und andere Insekten töten, oder nicht. Schau gerne mal rein. Es ist eine interessante Auseinandersetzung mit der Frage „Wo endet die Tierliebe?“.

4. Spinnmilben

Erhöhe die Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen, indem du sie regelmäßig mit Wasser besprühst. So beugst du einem Spinnmilbenbefall vor. Auch das Ausbringen von Neemöl und Rapsöl kann helfen. Fördere außerdem die Bedingungen für Raubmilben, da sie natürliche Feinde der Spinnmilben sind.

5. Kohlweißlingsraupen

Gleich nach der Anpflanzung von bestimmten Kohlarten, solltest du sie mit einem Schädlingsschutznetz absichern. Thymian, Beifuss oder Anis helfen dabei, das Insekt von dem Kohlduft abzulenken.

6. Trauermücken

Auch Backpulver und Natron sind kostengünstige, nachhaltige Schädlingsbekämpfungsmittel. Du kannst sie einfach mit einem Sieb auf der Erde im Pflanzentopf verstreuen und etwas anfeuchten, um die Larven abzutöten. Eine Gelbtafel hilft dabei, die erwachsenen Trauermücken zu schnappen.

7. Ameisen

Ameise sind sowohl Schädlinge als auch Nützlinge

Störe die Ameisenstraßen, indem du Zitronensaft oder Essig auf ihre Wege sprühst. Du kannst auch Barrieren aus Kreide oder Diatomeenerde errichten, um Pflanzen vor Schädlingen wie Ameisen schützen.

Natürliche Feinde der Ameise sind im Übrigen Amphibien, Spinnen und auch andere Insekten wie Käfer und Tausendfüßler. Vergiss aber nicht, dass Ameisen auch Nützlinge im Kampf gegen Blatt- und Schildläuse sind.

8. Hausmäuse und Ratten

Auf den Gifteinsatz und mechanische Schädlingsbekämpfung wie Mäuse- und Rattenfallen solltest du natürlich verzichten. Wenn die Tiere bereits im Haus sind, verwende kreative Lebendfallen und entlasse sie in die Freiheit.

Um sie vor dem Eintritt in deine vier Wände zu bewahren, solltest du alle möglichen Eingänge, wie Kabelkanäle, undichte Fugen und Versorgungsleitungen abdichten, Mülltonnen weit weg vom Haus platzieren und geruchsintensive Hausmittel wie Pfefferminzöl oder Essig nutze, um Mäuse und Ratten fernzuhalten.

9. Raupen des Buchsbaumzünslers

Die Raupen des Buchsbaumzünslers richten leider in vielen Gärten große Schäden an. Entferne die Raupen und Gespinste per Hand und setze Pheromonfallen ein, um die Population zu überwachen. Fördere zudem die Lebensbedingungen für natürliche Feinde wie Vögel oder Schlupfwespen.

Tipp: Wie du einen vogelfreundlichen Garten anlegst, erläutere ich dir in einem separaten Blogartikel.

10. Kartoffelkäfer

Kartoffelkäfer lieben neben Kartoffeln auch Auberginen und Paprika. Entferne die Käfer und ihre Larven einfach per Hand oder setze auf natürliche Fressfeinde wie Zauneidechsen, Grasfrösche, Kröten, Schildwanzen und Vögel. Auch der Anbau von Meerrettich und Ringelblumen wirkt Wunder, um Kartoffelkäfer abzuwehren.

11. Kakerlaken

Um Kakerlaken in die Flucht zu schlagen, solltest du Essensreste stets verstauen und den Boden fegen. Auch die Kombination aus Essig und Pfeffer ist eine unüberwindbare Barriere für die Schädlinge. Auch der Geruch von Lorbeere und Katzenminze kann dir dabei helfen, Kakerlaken auf eine tierfreundliche und ökologische Weise zu vertreiben.

12. Erdflöhe

Kleine Löcher an jungen Pflanzen sind häufig das Werk von Erdflöhen. Um einem Befall eines Beetes vorzubeugen, helfen am Boden befestigte Gemüseschutznetze oder auch das regelmäßige Entfernen von Unkräutern im Frühjahr vor dem Anbau, die sie einfach liebend gerne essen.

Sind die Erdflöhe erst einmal da, soll das Bestäuben von befallenen Jungpflanzen mit Gesteinsmehl per Sieb helfen. Laufkäfer, Raubkäfer, Schlupfwespen, Spitzmäuse und Igel sind beispielsweise natürliche Feinde der kleinen Flohkäfer aus der Familie der Blattkäfer.

13. Wühlmäuse

Schädlinge wie Wühlmäuse nachhaltig bekämpfen und vertreiben

Gegen Schäden durch Wühlmäuse helfen Wühlmausgitter rund um empfindliche Pflanzen. Auch Duftbarrieren wie Knoblauch oder Lavendel dienen zur Abschreckung. Natürliche Feinde sind zum Beispiel Mauswiesel oder Marder, die also stets Zutritt zum Grundstück bekommen sollten.

14. Fliegen

Auch Fliegen gelten als Schädlinge und lassen sich mit natürlichen Mitteln bekämpfen. Damit sie draußen an der frischen Luft bleiben, solltest du Fliegengitter nutzen und Nahrungsquellen wie herumliegendes Obst und Speisereste eliminieren.

Errichte außerdem eine Duftbarriere aus Tomaten, Lavendel oder Basilikum auf deiner nachhaltigen Terrasse. Fliegen mögen diese Pflanzen nämlich nicht wirklich gern. Auch die Düfte von Lavendelölen oder Eukalyptusölen können weiterhelfen.

15. Gallmilben

Auch eine nachhaltige Schädlingsbekämpfung von Gallmilben sollte mit Vorbeugungsmaßnahmen beginnen. Dafür kannst du beispielsweise früh reifende Obstsorten, den spät reifenden Sorten vorziehen, da Letztere stärker von Gallmilben befallen werden. Auch ein selbst zubereiteter Knoblauch-Sud sowie eine Brennnesseljauche helfen weiter.

Raubmilben sind natürliche Feinde der Milben, die auf den Blättern von Pflanzen wie winzige Beulen aussehen.

16. Schildläuse

Schildläuse zählen zu den häufigsten Schädlingen – sowohl an Zimmer-, als auch an Balkon- und Gartenpflanzen. Ein leichter Befall lässt sich per Hand mit einer Zahnbürste oder einem feuchten Lappen entfernen. Auch eine Lösung aus Wasser, Orangenöl und natürlichem Spülmittel kann Abhilfe schaffen.

Zu den natürlichen Feinden der Schildläuse zählen übrigens Schlupfwespen, Florfliegen, Ohrwürmer und Marienkäfer, deren Lebensbedingungen du zur Unterstützung fördern solltest. Schon ein einziger Marienkäfer frisst in seinem ganzen Leben etwa 40.000 Schildläuse.₁

17. Zikaden

Zikaden ernähren sich von Pflanzensäften und können Pilze auf Pflanzen übertragen. Um die Schädlinge nachhaltig fernzuhalten, kannst du zum Beispiel stark verdünnte Essig-Essenz auf die Blattunterseiten der jeweiligen Pflanzen sprühen. Zudem solltest du ihren natürlichen Feinden, wie Erzwespen, Florfliegen, Raubwanzen und Vögeln, eine Lebensgrundlage bieten.

18. Blattläuse

Blattläuse können große Schäden bei Pflanzen anrichten. Sud oder Jauche aus Ackerschachtelhalm, Knoblauch und Oregano können dir dabei helfen, die Schädlinge nachhaltig aus deinem Garten zu vertreiben. Auch abgekühlter, schwarzer Tee aus der Sprühflasche hilft gegen Blattläuse.

Zu den natürlichen Feinden der kleinen Läuse zählen Nützlinge wie Marienkäfer, Schwebfliegen und Florfliegen.

19. Frostspanner

Der Frostspanner macht sich gern über Obstbäume, Laubbäume, Beerensträucher und auch Rosen her. Leider gibt es meiner Erfahrung nach keine wirkungsvollen Hausmitteln. Um einem Schaden vorzubeugen, solltest du deshalb Nistkästen für Kohlmeisen, ihre natürlichen Feinde, aufstellen. Auch Schlupfwespen ernähren sich von Frostspannern und können dich bei der nachhaltigen Schädlingsbekämpfung unterstützen.

20. Wespen

Wespen sind vielmehr Nützlinge als Schädlinge

Da sie die Larven von Käfern, Schmetterlingen sowie Fliegen und sogar Aas fressen, sind Wespen eigentlich ziemlich hilfsbreite Nützlinge. Doch da sie uns Menschen ab und an stechen, gelten sie vor allem am Kaffeetisch als lästige Schädlinge.

Grundsätzlich solltest du deshalb Marmeladengläser verschlossen halten und auch andere, verlockende Lebensmittel stets abdecken. Wirkungsvolle, natürliche Hausmittel gegen Wespen sind beispielsweise Nelken-, Citrus- und Teebaumöl oder auch angebranntes Kaffeepulver. Ebenso hilft ein Topf mit Basilikum oder eine angeschnittene Knoblauchzehe.

Vorbeugung und nachhaltige Schädlingsbekämpfung haben Priorität

Nun weißt du, warum es sich lohnt, Schädlingen vorzubeugen und sie im Falle der Fälle auf eine schonende und natürliche Weise zu vertreiben. Im Laufe der Zeit lernst du, sie fernzuhalten, bevor sie Schaden anrichten können. Wenn es jedoch bereits zu spät und ist, hast du nun auch einige Fressfeinde, abschreckende Pflanzen und natürliche Schädlingsbekämpfungsmittel an der Hand, auf dir weiterhelfen können.

„Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“

Arthur Schopenhauer (mehr unter Tierschutz Zitate)

Ich hoffe, das sich dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnte. Hast du Fragen, Anregungen oder weitere Tipps für mehr Nachhaltigkeit bei der Schädlingsbekämpfung ohne Gift und Chemie? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

Bleib‘ nachhaltig,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS: Wie du dir einen wirklich nachhaltigen Garten anlegst, erläutere ich dir jetzt im nächsten Blogartikel. Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Quellenangaben:
₁ M. Frietsch: Käfer – Nützlinge und Schädlinge (Stand: 15.06.2020), abrufbar unter https://www.planet-wissen.de/natur/insekten_und_spinnentiere/kaefer/pwienuetzlingeundschaedlinge100.html. [26.04.2023].

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Christoph Schulz

Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.

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