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Umweltfreundliche und nachhaltige Sauna Tipps

Nachhaltige Sauna – 10 Tipps für umweltfreundliches Saunieren

Du suchst Tipps für eine nachhaltige Sauna und möglichst umweltfreundliches Saunieren? Dann bist du hier genau richtig! In Deutschland gibt es rund 30 Millionen Saunagänger*innen.₁ Ein Saunagang ist unter anderem gesund für Herz, Haut und Abwehrkräfte. Er trägt zur körperlichen Erholung und mentalen Entspannung bei. Aber ist er auch gesund für die Umwelt? Herkömmliche Saunen sind schließlich extrem energieintensiv – und verbrauchen bei regelmäßiger Nutzung sehr viel Strom. Zudem benötigt ihre Herstellung viel Holz und ihre Platzierung viel Fläche.

Glücklicherweise stehen uns viele Möglichkeiten zur Verfügung, um in Zukunft wesentlich ökologischer zu schwitzen. Ob du dir eine umweltfreundliche Privatsauna bauen oder einfach nur möglichst nachhaltig im Wellnesshotel saunieren möchtest – in diesem Artikel findest du jetzt die wichtigsten Tipps dazu. Auf geht's.

  1. FSC-zertifiziertes Holz bevorzugen
  2. Gemeinsam in die Sauna gehen
  3. Energie möglichst mit Wärmepumpe erzeugen
  4. Nachhaltige Sauna mit Ökostrom aufheizen
  5. In der Solar-Sauna schwitzen
  6. In einer Fass- oder Bio-Sauna erholen
  7. Rekuperative Wärmerückgewinnung nutzen
  8. Nachhaltiges Zubehör besorgen
  9. Auf regelmäßige Pflege achten
  10. Sauna bewusst nutzen

1. FSC-zertifiziertes Holz bevorzugen

Tipps für eine nachhaltige Sauna
Nutze zukünftig eine umweltfreundliche Sauna | Credits: © Karibu Holztechnik GmbH

Beim Kauf einer neuen Sauna solltest du vor allem darauf achten, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Sehr gut erkennen lässt sich das am FSC-Siegel der Bonner Non-Profit-Organisation Forest Stewardship Council. Am besten wendest du dich für deine Sauna an Anbieter, die ganz bewusst ausschließlich auf FSC-zertifiziertes Material setzen. Wie die Firma Karibu zum Beispiel – das Unternehmen unterstützt zudem auch noch die Pflanzung neuer Bäume und Wälder in Mecklenburg-Vorpommern durch Schulwaldprojekte.

Zusatz-Tipp: Achte auch darauf, dass giftige Klebstoffe und Lacke bei deiner Wunsch-Sauna vermieden werden. Das RoHS-Siegel gibt dir da Sicherheit, da es bestätigt, dass schwer entsorgbare und umweltschädliche Gefahrenstoffe die erlaubte Höchstgrenze nicht überschreiten.

2. Gemeinsam in die Sauna gehen

Dieser Tipp meint, dass das Verhältnis zwischen Saunagröße und der Anzahl der Saunagänger*innen entscheidend für die Nachhaltigkeit ist. Schließlich benötigt eine größere Sauna im Regelfall wesentlich mehr Energie, um sich aufzuheizen. Je mehr Menschen in einer etwas größeren Kabine sind, desto sinnvoller wird es, sie zu erwärmen.

Beziehe also dein späteres Nutzungsverhalten schon in die Kaufentscheidung mit ein. Wenn du öfter saunabegeisterte Freunde zu Gast hast, dann lohnt sich beispielsweise die Investition in eine Sauna für 4-5 Personen schon etwas mehr. Wenn du eher alleine oder ihr oft zu zweit sauniert, dann reicht auch eine kleinere und energieschonendere Variante. Schlussendlich kannst du so auch langfristig durch Nachhaltigkeit Geld sparen.

3. Energie möglichst mit Wärmepumpe erzeugen

Bei einer Banja Sauna (70-80°C), einer Finnischen Sauna (80-100°C) oder einer Erdsauna (etwa 130°C) müssen in der Kabine beachtliche Temperaturen erzeugt werden. Bis der Saunaofen diese erreicht hat, vergehen meist 20-30 Minuten. Hinzu kommt die Nutzungszeit. Laut EnBW verbraucht ein Saunagang auch deshalb in etwa so viel Strom, wie 300-400 Stunden Arbeit am Laptop.₂

Das Stromsparen durch ein bewusstes Nutzungsverhalten, ist die eine Sache – der Ursprung der Energie die andere. Mit einer installierten Erdwärmepumpe lässt sich die Wärme für deine Sauna oder dein Dampfbad beispielsweise wesentlich effizienter bereitstellen, da sie die vorhandene Wärme aus der Erde zum Heizen sowie zur Warmwasserbereitung nutzt.

4. Nachhaltige Sauna mit Ökostrom aufheizen

Ökostrom für umweltfreundliches Saunieren

Der Umstieg auf eine Wärmepumpe bewirkt für deine nachhaltige Sauna sehr viel – das kann jedoch zu Beginn – zugegeben – auch ein relativ kostspieliger Tipp sein. Der Umstieg auf Ökostrom ist hingegen eine Möglichkeit, die jeder in 5 Minuten mit wenigen Klicks und ohne Mehrkosten umsetzen kann. Der Strom zum Aufheizen deiner Sauna stammt dann aus erneuerbaren Quellen, wie Solar-, Wasser- oder Windkraft – und nicht aus Kohle- oder Atomkraftwerken.

5. In der Solar-Sauna schwitzen

Mittlerweile gibt es auch erste „Null-Energie-Saunen“ oder Solar-Saunen, die ihren benötigten Strom selbst erzeugen und speichern können und deren Kollektoren sich sogar automatisch auf die Sonne ausrichten. So kannst du deine Saunagänge und deinen Wunsch nach einem klimafreundlichen Leben miteinander verbinden und emissionsfrei Wellness-Momente genießen.

6. In einer Fass- oder Bio-Sauna erholen

Nicht vergessen dürfen wir Saunatypen, die von ihren Merkmalen aus umweltverträglicher und energieschonender sind. Eine Fass-Sauna lässt sich beispielsweise schon aufgrund ihrer runden Form schneller und stromsparender aufheizen, als klassische Saunen.

Auch in einer umweltschonenden Bio-Sauna ist der gewohnte Aufguss mit geringem Energieeinsatz möglich. Die Temperatur liegt am Ende „nur“ bei etwa 55°C – die Luftfeuchtigkeit dafür zwischen 40 und 55 Prozent. Das Besondere ist vor allem die angenehme Wechselfolge von Schwitzen und Abkühlung.

7. Rekuperative Wärmerückgewinnung nutzen

Die Gebäudetechnik ist heute mittlerweile so weit, dass die in der Sauna erzeugte Wärme über Lüftungsanlagen wiederverwertet werden kann, um frische Luft aufzuwärmen und Energiekosten zu sparen. Wenn du also gerade dein nächstes Wellness-Wochenende planst, dann halte auch genau nach solchen Angeboten Ausschau und frage bei den Verantwortlichen nach, wenn du dein nachhaltiges Saunieren noch weiter optimieren möchtest.

Tipp: Die Wärmerückgewinnung ist übrigens auch ein Aspekt, den du beim nachhaltigen Hausbau unbedingt berücksichtigen solltest.

8. Nachhaltiges Zubehör besorgen

Nachhaltiges Zubehör für deine Sauna

Ob Handtuch, Bademantel, Saunakübel, Saunakelle, Fußbadekübel, Saunaaufguss Set, Sanduhr, Aufgusskonzentrat oder Saunasalz – wer nachhaltig ausschwitzen will, sollte auch auf umweltfreundliches Zubehör setzen. Achte darauf, dass die Produkte deiner Wahl aus zertifiziertem Material hergestellt werden, sowie möglichst plastikfrei verpackt und nicht zuletzt auch langlebig sind. So hast du ewig Freude daran, schonst dein Portemonnaie und natürlich auch die Umwelt.

9. Auf regelmäßige Pflege achten

Langlebigkeit ist das Stichwort! Damit du die verbrauchten, natürlichen Ressourcen für die Herstellung deiner Sauna möglichst lange nutzen kannst, solltest du sie regelmäßig prüfen und reinigen. Entferne zum Beispiel Wasser- und Kalkflecken am Saunaofen mit einer Bürste und mache es zur Gewohnheit, dass du deine nachhaltige Sauna lüftest. Wische die hölzernen Sitz- und Liegebereiche außerdem mit einem feuchten Lappen und Sauna-Holzreiniger ab. Auch der Boden, die Wandverkleidung und die Saunatür solltest du hegen und pflegen.

10. Sauna bewusst nutzen

Zu empfehlen ist es nicht nur, deine nachhaltige Sauna richtig zu putzen, sondern auch, sie richtig zu nutzen. Dass du die Saunagröße entsprechend deines favorisierten Nutzungsverhalten anpassen solltest, hatte ich ja eingangs schon erwähnt. Ergänzen möchte ich hier noch, dass du deine Sauna im Idealfall nicht jeden Tag aufheizt – zum einen, damit du lange Spaß daran hast und Geld sparst. Zum anderen aber auch, damit du die Umwelt schonst, während du bewusst saunierst, genießt und entspannst.

Nachhaltig saunieren – Das ist kein Problem!

Nachhaltig in der Sauna

Die eine perfekte Sauna gibt es nicht. Ob eine Sauna nachhaltig ist, hängt von vielen Faktoren ab. Zum Beispiel vom Standort, dem Nutzungsverhalten und nicht zuletzt vom Ursprung der Energie und des Holzes. Wir als Verbraucher und Nutzer haben glücklicherweise einen entscheidenden Einfluss darauf. Wir können beispielsweise FSC-zertifiziertes Holz bevorzugen, den Stromverbrauch reduzieren, Wärme speichern und wiederverwenden, sowie die Sauna grundsätzlich bewusst nutzen und regelmäßig pflegen.

Schlussendlich gibt so viele Dinge, die Saunafans für mehr Nachhaltigkeit beim Saunen tun können. Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel weiterhelfen konnte. Hast du Fragen oder weitere Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Sauna-Bereich? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

Bleib‘ nachhaltig,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben

PS.: Apropos Schweiß! Wie du nachhaltiger trainieren und Sport treiben kannst, erläutere ich dir jetzt im nächsten Artikel. Viel Spaß!

Quellenangaben:
₁ Handelsblatt: Rund 30 Millionen Saunagänger in Deutschland (Stand: 27.09.2004), abrufbar unter https://www.handelsblatt.com/archiv/rund-30-millionen-saunagaenger-in-deutschland/2406902.html. [10.06.2022].

₂ EnBW Energie Baden-Württemberg AG: Sauna für zuhause: So hoch ist der Stromverbrauch (Stand: 29.11.2021), abrufbar unter https://www.enbw.com/blog/wohnen/energie-sparen/sauna-fuer-zuhause-tipps-fuer-den-kauf-und-betrieb. [10.06.2022].

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Christoph Schulz

Ich bin Christoph, Umweltwissenschaftler und Autor - und setze mich hier bei CareElite gegen den Plastikmüll in der Umwelt, den Klimawandel und alle anderen großen Umweltprobleme unserer Zeit ein. Gemeinsam mit weiteren, umweltbewussten Bloggern will ich dir Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes, nachhaltiges Leben sowie deine persönliche Weiterentwicklung an die Hand geben.

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