Wie Meditation deine Abwehrkräfte stärkt

Meditation & Immunsystem: Wie du deine Abwehrkräfte durch das Meditieren stärkst

Katharina Blog, Gesundheit, Körper Leave a Comment

Kann Meditation tatsächlich das Immunsystem stärken? Was genau passiert eigentlich in deinem Körper, wenn du meditierst? Wenn du nach einer simplen und kostenfreien Methode suchst, deine Abwehrkräfte auf Vordermann zu bringen, bist du hier jedenfalls goldrichtig. Gleichzeitig tust du durch tägliches Meditieren deiner mentalen Gesundheit einen unglaublich großen Gefallen. Zahlreiche Studien belegen inzwischen die positive Wirkung der Meditation auf unsere psychische aber auch unsere physische Gesundheit.

Inwiefern das Meditieren Immunsystem und Abwehrkräfte stärkt, möchte ich dir jetzt in diesem Artikel erläutern. Viel Spaß!

Wie Meditation deine Abwehrkräfte stärkt

Du setzt dich bequem hin, schließt deine Augen und atmest tief ein und aus, leerst deinen Kopf und konzentrierst dich auf deinen Atem. Das tust du für etwa 20 Minuten täglich und schon verwandeln sich deine Abwehrkräfte in eine Eliteeinheit? Lass uns zunächst einmal schauen was in deinem Körper passiert, wenn du meditierst.

Einer der körperlichen Vorteile der Meditation ist das Gefühl von weniger Stress in allen Bereichen deines Körpers. Durch regelmäßige Meditation verringert sich die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Und Stress ist ein wahrer Killer für dein Immunsystem. Das wirst du sicher wissen. Hier finden wir also schon den ersten Hinweis darauf, dass du dein Immunsystem mit Meditation stärken kannst.

Die Amygdala – eine Region des Gehirns, die für die Verarbeitung von Emotionen wie Angst und Aggression wichtig ist – ist nach einer Meditationssitzung weniger aktiv. Dadurch werden Stress aber auch Angst reduziert. Weniger Angst bedeutet weniger Belastung für deinen Körper und dadurch kann dein Immunsystem besser arbeiten. Hinweis Nummer zwei, dass Meditation Abwehrkräfte stärken kann. So weit, so gut.

Blutdruck, Herz & Atmung

Während du meditierst, senkt sich dein Blutdruck nachweislich. Wenn der Blutdruck gut eingestellt ist, hilft das wiederum deinem Immunsystem. Hinweis Nummer drei für starke Abwehrkräfte durch Meditation.

Meditierst du regelmäßig, verlangsamt sich deine Herzfrequenz und deine Atmung reguliert sich. Dadurch wird das Risiko vieler Krankheiten verringert, einschließlich Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Und klar, du vermutest richtig, auch dein Immunsystem kann durch diesen positiven Effekt der Meditation natürlich besser arbeiten. Ein vierter Hinweis für die positive Auswirkung der Meditation aufs Immunsystem also.

Meditieren stärkt dein Immunsystem

Und last but not least: Meditation erhöht die Anzahl von Antikörpern im Blut, die bei der Bekämpfung von Infektionen helfen. Dadurch stärkt das Meditieren dein Immunsystem, was der wohl wichtigste Hinweis auf bessere Abwehrkräfte durchs Meditieren ist.

Meditation & Immunsystem: Drei Studien

Studien zu Meditation und stärkerem Immunsystem

Aber ich kann dir ja viel erzählen, oder? Schauen wir uns lieber mal die durch wissenschaftliche Studien gestützten Fakten an! Drei an der Zahl habe ich dir herausgesucht. Sie beweisen, dass du mit Meditation dein Immunsystem stärken kannst.

In dieser amerikanischen Studie der University of California wurde festgestellt, dass HIV-positive Patienten, die regelmäßig meditierten, ihren CD-4-Spiegel (weiße Blutkörperchen, die den Körper vor Infektionen schützen) beibehielten, während diejenigen, die nicht meditierten, einen gravierenden Rückgang dieser Werte zeigten.

In einer anderen Studie von Forschern der University of Wisconsin wurde einer Gruppe von Testpersonen Grippeschutzimpfungen verabreicht. 25 Personen davon, meditierten über einen Zeitraum von acht Wochen regelmäßig. Im Vergleich zu den restlichen Menschen der Kontrollgruppe, die nicht meditierten, wiesen sie einen weitaus höheren Antikörperspiegel im Blut auf.

Die Forscherin Carolyn Y. Fang von der Temple University in Philadelphia hat ebenfalls eine achtwöchige Studie durchgeführt. Eigentlich sollte es hier um Stressreduzierung durch Achtsamkeitsmeditation gehen. Durch Blutuntersuchungen fand sie allerdings heraus, dass neben dem besseren Umgang mit Stress auch eine deutliche Verbesserung des Immunsystems stattgefunden hatte. Und das in gerade mal zwei Monaten. Die sogenannten Killerzellen waren nach dem Ende der Studie deutlich aktiver.

Anstieg von Killerzellen gegen Viren

Killerzellen – auch bekannt als NK-Zellen – gehören zu den Lymphozyten, einer Untergruppe der weißen Blutzellen. Sie erkennen abnormale Zellen wie Tumorzellen oder Virus-infizierte Zellen und machen sie unschädlich. Neben der erhöhten Aktivität der NZ-Zellen war bei den Probanden außerdem weniger von dem Entzündungsmarker CRP im Blut vorhanden.

Meditieren stärkt dein Immunsystem also nachweislich. Und? Was sagst du? Zeit sich anzuschauen, wie genau du das Ganze angehen könntest, oder?

Meditieren, um das Immunsystem zu stärken: Die Umsetzung

Stärkere Abwehkräfte durch tägliches Meditieren

Eine sehr beliebte Meditation aus der Achtsamkeitslehre ist der Body-Scan. Dabei scannst du, wie der Name schon verrät, während der Meditation deinen gesamten Körper durch. Der Body-Scan hat viele positive Auswirkungen. Er hilft dir dabei mit deiner Aufmerksamkeit gezielt im Hier und Jetzt zu bleiben, du schulst deine Beobachter-Rolle, schaltest den inneren Nörgler und Bewerter gezielt aus und lernst dich und deinen Körper besser kennen. Du wirst bewusster für das, was in dir vorgeht und erkennst was du brauchst. Und natürlich stärkt diese Meditation deine Abwehrkräfte.

Mit der Meditation „Body-Scan“ das Immunsystem stärken

Als Erstes setzt oder legst du dich bequem hin und schließt deine Augen. Atme tief ein und aus und komme an.

Richte deine Aufmerksamkeit dann auf deinen linken großen Zeh. Spüre hinein, fühle deinen Zeh. Ist er kalt oder warm, kribbelt er leicht oder ist er völlig entspannt? Wichtig ist es dabei in der Rolle eines Beobachters zu bleiben. Das heißt, du nimmst wahr was du fühlst, aber du bewertest das Gefühlte nicht. Du lässt es einfach da sein.

Wandere dann weiter mit deiner Aufmerksamkeit zum nächsten Zeh. So gehst du alle 5 Zehen des linken Fußes nacheinander durch. Du beobachtest, spürst, nimmst wahr und bleibst dabei im Hier und Jetzt. Wenn deine Aufmerksamkeit wegwandert, hole sie sanft zurück und richte sie wieder auf deinen linken Fuß.

Ganz bei dir bleiben

Gehe dann weiter den linken Fuß entlang, spüre deine Fußsohle, deine Ferse, den Fußrücken, die Seiten und deinen Knöchel. Atme tief ein und stelle dir vor wie dein Atem durch deinen Körper in deinen linken Fuß strömt und sich dort ausbreitet. Spüre anschließend weiter hinauf über deinen Unterschenkel, dein Knie, deinen Oberschenkel. Sende deinen Atem in dein linkes Bein. Spüre einen Augenblick nach.

Um das Ganze auszugleichen, wiederholst du deine Körperreise natürlich auf der rechten Seite. Du beginnst wieder beim rechten großen Zeh und gehst weiter bis du beim Oberschenkel angekommen bist. Sende nun deinen Atem in das rechte Bein und spüre nach.

Konzentriere dich dann auf dein Becken, deine Hüften und die Empfindungen darin. Atme bewusst in diese Regionen deines Körpers und stell dir vor, wie der Atem sich darin ausbreitet. Wandere weiter in Richtung deines unteren Rückens. Erspüre Wirbel für Wirbel, atme in deinen Rücken und gehe dann weiter zu deinem Bauch.

Der Bauch als Zentrum deiner Gefühle

Dieser Bereich in der Mitte deines Körpers ist häufig besonders von Emotionen überladen. Verweile deshalb etwas länger bei deinem Bauch und nimm alles wahr was du spürst. Atme dann auch tief in deinen Bauch hinein und stelle dir vor, wie sich dein Bauchraum dabei ausweitet. Schaffe Platz für deine Gefühle.

Wandere weiter zu deiner Brust und deinem oberen Rücken. Spüre wie dein Brustkorb sich hebt und senkt, wie dein Herz schlägt und versorge schließlich auch diese Regionen mit frischer Atemluft.

Durch den Körper reisen ohne zu werten

Lenke deine Aufmerksamkeit jetzt auf die Finger deiner rechten Hand, auf deine Handfläche, deinen Handrücken und das Handgelenk, wandere weiter zu deinem rechten Unterarm, deinem Ellenbogen und deinem Oberarm. Wiederhole das Ganze mit dem linken Arm. Sende deinen Atem in beide Arme. Spüre wie der Sauerstoff hineinfließt und sich bis in die Fingerspitzen ausbreitet.

Richte deine Aufmerksamkeit als Nächstes auf deine Schultern, deinen Nacken und deinen Hals. Beobachte, ob du hier Verspannungen wahrnimmst, spüre jeden einzelnen Muskel. Beobachte ohne zu bewerten. Atme in deine Schultern und deinen Nacken. Lasse deinen Atem besonders die Regionen umfließen, die du als angespannt wahrgenommen hast.

Die Anspannung im Gesicht lösen

Wandere nun zu deinem Gesicht. Erspüre deinen Kiefer, deine Lippen, deine Zunge, weiter geht es in Richtung Nase, über deine Wangen zu den Augen. Reise mit deiner Aufmerksamkeit weiter nach oben zur Stirn, über deine Kopfhaut bis du am höchsten Punkt deines Körpers, dem Scheitelpunkt, angelangt bist. Atme in die gerade erspürten Regionen deines Gesichtes und spüre nach.

Nimm deinen Körper noch einmal als Ganzes wahr und beobachte wie du dich fühlst. Genieße das Gefühl der Ruhe und Entspannung.

Meditieren fürs Immunsystem & um den inneren Kritiker auszuschalten

Der Body-Scan ist eine wirksame Meditation, um dein Immunsystem zu stärken. Es ist gar nicht so einfach den inneren Kritiker abzuschalten. Aber, wie bei allem im Leben gilt auch hier: Übung macht den Meister! Wenn du am Ball bleibst, wird es dir mit der Zeit immer leichter fallen, zu beobachten ohne zu bewerten. Dann kannst du den größten Nutzen daraus ziehen und mit dieser Meditation deine Abwehrkräfte stärken.

Wenn das lange Stillsitzen so gar nicht dein Ding ist, kannst du trotzdem Meditieren, um dein Immunsystem zu stärken. Hä? Doch wirklich! Denn, es gibt auch Arten der Meditation, bei der du dich bewegen darfst! Ein Beispiel dafür stelle ich dir jetzt vor.

Mit bewegter Meditation Abwehrkräfte stärken

Die einfachste Art der meditativen Bewegung ist ein achtsamer Spaziergang. Am besten begibst du dich dafür in den Wald, an einen See oder ins Gebirge. Der städtische Park tut es aber auch. Bewege dich ganz bewusst während du läufst und spüre in deinen Körper hinein. Achtet auf deine Füße und das, was du mit ihnen spürst. Wie fühlt sich der Untergrund an? Fühle deine Beine beim Gehen, wie sie sich rhythmisch bewegen, deinen Bauch, deinen Rücken. Du merkst schon: Das Ganze ist wie ein kleiner Body-Scan beim Laufen. Achte auf Arme und Hände, wie sie beim Gehen mitschwingen. Spüre die frische Luft auf deinem Gesicht oder den Wind in deinen Haaren.

Von der inneren Wahrnehmung zur äußeren

Wenn du mit dir selbst fertig bist, schaust du dir deine Umgebung an. Was kannst du sehen, welche Farben und Formen gibt es um dich herum? Welche Geräusche hörst du und welche Gerüche nimmt deine Nase wahr? Betrachte Blätter und Blumen. Nimm ein Blatt in die Hand und fühle seine Struktur. Vielleicht ist es kühl und nass oder ganz trocken und rau. Wenn deine Gedanken abschweifen, suche dir einen Fokuspunkt, an dem du dich festhalten kannst, beispielsweise deinen Atem. Der achtsame Spaziergang ist eine Art der meditativen Bewegung, also eine Form der Meditation, die deine Abwehrkräfte stärkt.

Durch Meditation Immunsystem und Abwehrkräfte stärken – das funktioniert!

Meditation für stärkere Abwehrkräfte

Was wir also aus den vorangegangen Informationen und Beispielen ganz deutlich sehen, ist, dass du mit Meditation deine Abwehrkräfte stärken kannst. Und das auf eine sehr einfache Art und Weise. Zusätzlich tust du auch deiner psychischen Gesundheit viel Gutes, was in herausfordernden Zeiten wie diesen nicht verkehrt sein kann.

Hast du Fragen zum Thema Meditation und Abwehrkräfte? Dann schreibe mir gerne eine Nachricht auf meinem Blog bleib-entspannt.com oder hinterlasse mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Ich wünsche dir viel Freude bei der Umsetzung & bleib entspannt!

Kathi

PS.: Schau dich gern noch etwas mehr im Gesundheit Blog um, um mehr über ein natürlich-gesundes Leben zu lernen. Erfahre zum Beispiel, warum Konsum nicht zwingend glücklich macht oder warum du mehr Zeit draußen in der Natur verbringen solltest.

Ich bin Kathi Klaudel, Podcasterin von „Bleib entspannt! Der Meditations-Podcast“, Autorin, Sprecherin und Audioproduzentin. Auf meiner Seite bleib-entspannt.com findest du alles rund um (d)ein gesundes Leben. Ich schreibe über Meditation, Einschlafen und Kräuterwissen, verrate dir meine liebsten zuckerfreien Naschrezepte, produziere dir Silent Subliminals und poste vegane Rezepte für Kinder und Erwachsene.

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