Veganer Strom und Ökostrom - Die ökologische Elektrizität

Veganer Strom und Ökostrom als Alternativen

Die Art wie wir leben entscheidet über unsere Zukunft und die, kommender Generationen. Immer mehr Menschen entscheiden sich daher heute vegan zu leben. Kein Wunder, wenn man bedenkt, wie sehr in den letzten Jahren die Schädigung der Umwelt zugenommen hat, ebenso wie die daraus resultierenden Katastrophen mehr und mehr unsere Nachrichten dominieren. Schadstoffe in den Lebensmitteln, Reaktorkatastrophen, Wetterkapriolen Klimawandel – fast jeden Tag sehen wir uns mit den negativen Folgen unserer Lebensweise konfrontiert. Da wechseln viele lieber zu umweltschonenden und tierfreundlichen Alternativen. Hast du da auch schon mal drüber nachgedacht? Eine vegane Lebensweise kann mehr sein als nur der Verzicht auf tierische Produkte beim Essen. Viele Alltagsdinge können heute nachhaltig und vegan produziert werden. Wie wäre es, wenn auch Strom vegan wäre? Die gute Nachricht ist: veganer Strom ist in Deutschland leicht zu bekommen. Der Anbieter vegawatt hat sich auf die vegane Herstellung von Strom spezialisiert. Und auch Gas gibt es nicht nur in einer ökologischen, sondern auch veganen Variante. Zeit also sich einmal mit der Frage zu beschäftigen, was genau den Strom zu veganem Strom macht. Wo liegt der Unterschied zwischen ökologisch und vegan und was genau haben wir davon? Veganer Strom als Alternative – klappt das?

Hier noch ein kurzes Inhaltsverzeichnis über den Artikel für dich:

Wo kommt unser Strom bisher her?

Energie ist ein wichtiges Thema. Steigende Bevölkerungszahlen bedeuten auch einen steigenden Bedarf an Energie. Aber wo nehmen wir diese her? Die fossilen Ressourcen sind fast aufgebraucht und darüber hinaus ist die aus ihnen gewonnene Energie nicht gut für die Umwelt. Wenn du an Strom denkst, dann denkst du wahrscheinlich zunächst einmal an die vielen schönen Dinge, die mit einem einfachen Kabel in der Steckdose uns den Alltag erleichtern. Zack, einstecken und das Leben wird ein Stückchen leichter. Aber denkst du auch weiter als bis zur eigenen Steckdose? Und wenn du dann an die Entstehung von Energie denkst, welche Bilder entstehen in deinem Kopf? Da fallen einem erstmal riesige qualmende Schornsteine und Atomkraftwerke ein. Gruselig, oder? Diese Methoden sind nicht nur in der Gegenwart schädlich für Mensch und Umwelt, sie stellen uns auch zukünftig vor Probleme. Luftverschmutzung, Artensterben und die große Frage nach einer Endlösung für Atommülllagerung sind wahre Alpträume. Dann doch lieber Wind- und Wasserkraft, oder etwa doch nicht? Diese werden zwar als Biostrom und Ökostrom angepriesen und ja, zugegeben, sie sind sauberer als Atom- und Kohlekraft und ihre Gewinnung ist klimaneutral. Allerdings stellen die Rotoren und Turbinen eine Bedrohung für Vögel und Fische dar.

Sonnenenergie – Photovoltaik als Alternative?

Es gibt aber noch eine weitere Lösung, die in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt hat, den meisten Menschen aber eher als eine Art Einzellösung erscheint: Photovoltaik-Anlagen. Diese wandeln Sonnenstrahlen in Energie um, der dann durch unsere Steckdosen fließt. Auf vielen Dächern finden sich diese großen dunklen Platten schon. Hierbei handelt es sich um kleine Solaranlagen, die einzelne Häuser mit Wärme und Elektrizität versorgen und deren überschüssige Energie in das allgemeine Netz eingespeist werden kann. Wer kein eigenes Haus hat und damit kein eigenes kleines Kraftwerk sein Eigen nennt, der braucht einen zuverlässigen externen Anbieter. Neben den altbekannten gibt es auch bereits Photovoltaik im großen Stil. Hier werden große Solarkraftwerke eingesetzt, die über thermische Solaranlagen Wärme oder über große Parabolspiegel Sonnenenergie aufnehmen, die dann in Wärmekraftwerken in Elektrizität umgewandelt werden. Aber wie weißt du, dass diese Energie vegan ist? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst klären, was ökologischer und was veganer Strom ist.

Ökostrom ist nicht gleich veganer Strom

Als ökologisch bezeichnen wir die sogenannten erneuerbaren Energien, also die, die uns unbegrenzt zur Verfügung stehen. Allgemein wird hier auch gerne vom grünen Strom gesprochen. Dieser wird gewonnen durch Wind in großen Windparks, im Wasser in den sogenannten Offshore-Anlagen, durch Sonne in den Solarkraftwerken oder durch die sogenannte Biomasse, also den organischen Abfällen. Die Stromgewinnung durch Biomasse erfolgt wie auch bei Kohle und Kernkraft über das Verbrennungsprinzip: durch Wasserdampf werden große Turbinen angetrieben, deren Bewegung dann in Energie umgewandelt wird. Wo verbrannt wird, da entstehen immer auch Abgase. Also ist Biomasse zwar vom Rohstoff her nachhaltig, aber nicht klimaneutral. Dazu wird bei Biomasse auch gerne auf Abfälle aus der Massentierhaltung zurückgegriffen. Damit ist auch diese Energiegewinnung nicht vegan! Auch Wind und Wasser wirken sich negativ auf die Tierwelt aus, wie du oben schon lesen konntest. Damit sind auch sie keine Vertreter veganer Energie.

Was ist veganer Strom?

Veganer Strom wird nur der genannt, dessen Gewinnung sich weder auf die Umwelt auswirkt, wie es bei Atom und Kohle der Fall ist, noch die Tierwelt eine Bedrohung darstellt. Denn genau das ist der Unterschied zwischen ökologisch gewonnenem und veganem Strom. Veganer Strom hat den Anspruch der Nachhaltigkeit noch ein Stück weitergedacht als seine ökologischen Mitkonkurrenten im Bereich Ökostrom und Ökogas. Photovoltaik-Anlagen haben den großen Vorteil, dass sie ganz salopp gesagt nur dastehen und die Sonnenstrahlen absorbieren. Keine gefährlichen Rotationen, kein Ausstoß von Abgasen und vor allem auch keine Endlagerung! Die Anlagen werden dazu noch in Europa gefertigt und aufgestellt. Die hier geltenden hohen Standards sind zusätzlich im Sinne der Umwelt. Photovoltaik-Anlagen sind damit klimaneutral, vegan und ungefährlich für die heimische Tierwelt. Natürlich kann man nun auch die kritische Frage nach dem Aufbau stellen. Die großen Solarplatten der Photovoltaik-Anlagen müssen auch aufgestellt werden. Nicht jeder kann sich eine eigene Anlage auf’s Dach montieren. Aber im Gegensatz zu den Rotoren und Turbinen der Wind- und Wasserkraft besteht keine Gefahr für die Tierwelt. Auch eine Lärmbelästigung, wie sie bei Windanlagen von Anwohnern häufig geschildert wird, ist bei Solarenergie ausgeschlossen.

Gibt es neben veganem Strom auch veganes Gas?

Bei der Gewinnung von Gas hat sich der Mensch wie schon beim Strom einige sehr zerstörerische Maßnahmen einfallen lassen. Erdgas wird über lange Pipelines aus dem Ausland importiert. Die durch Zertifikate als klimaneutrales Erdgasangebote, von denen du vielleicht schon gelesen hast, sind zwar CO2-neutral, aber auch dieses Gas kommt durch Pipelines nach Deutschland. Deren Bau hat aber ebenfalls Auswirkungen auf den Lebensraum von Tieren an Land und im Wasser. Bestimmt hast du auch schon von Fracking gehört. Das ist eine sehr umstrittene Methode, bei der ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien in Gesteinsschichten gepumpt wird, um diese aufzuspalten. Die Auswirkungen von Fracking sind verheerend für die Natur und die Tierwelt. Das Grundwasser wird durch die Chemikalien verseucht und damit die Umwelt in großem Ausmaß geschädigt. Tiere wie Pflanzen sterben. Daher wurde im Februar 2017 in Deutschland das Wasserhaushaltsgesetz verschärft und Fracking-Vorhaben, die einem konventionellen Zweck dienen, werden einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen, an der auch die Öffentlichkeit beteiligt wird (Näheres dazu findest du beim Umweltbundesamt). Einen Schaden an der Umwelt richten diese Verfahren dennoch an. Biogas kann hier eine Alternative darstellen, denn Biogas ist klimaneutral. Da könnte man auf die Idee kommen, dass dieses Gas vegan sein könnte. Leider wird bei der Gewinnung in den Anlagen auf tierische Abfälle aus der Massentierhaltung zurückgegriffen, auch wenn diese nur einen Teil darstellt. Damit Gas also nicht nur Ökogas sein kann, sondern vegan, muss in der Herstellung zwingend auf tierische Produkte verzichtet werden.

Wie Zuckerrübenschnitzel die Welt verändern können

Biogasanlagen sind in den letzten Jahren stetig mehr geworden. Aus pflanzlichen und tierischen Abfällen wird in diesen Anlagen Gas produziert. Als Hauptbestandteil auf pflanzlicher Basis wird häufig Mais aus extra angelegten Feldern verwendet oder Zuckerrübenschnitzel. Zuckerrübenschnitzel sind Reste, die bei der Zuckerherstellung entstehen. Nachdem der Zucker im heißen Wasser herausgelöst wurde, werden die Überreste in vielen Fällen zu Pressschnitzeln oder Pellets, also zu Futtermitteln für Tiere zusammengepresst. Diese werden dann in der Massentierhaltung verfüttert oder zusammen mit den tierischen Abfällen in den Biogasanlagen verfeuert. Damit sind wir schon zum Teil auf dem richtigen Weg zum veganen Gas. Verzichtet man in den Biogasanlagen auf die tierischen Abfälle und verwendet nur die Zuckerrübenschnitzel, dann kann somit veganes Gas gewonnen werden. Der Strom- und Gasanbieter vegawatt hat sich bereits mit einem Hersteller zusammengetan, der seine Biogasanlage ausschließlich mit Zuckerrübenschnitzeln betreibt und ganz auf tierische Biomasse verzichtet. Es lohnt sich daher immer nachzufragen, welche „Zutaten“ in deinem Strom sind. Du siehst, es ist manchmal nur ein kleiner Schritt.

Veganer Strom als ökologische Alternative

Es kann also klappen! Veganer Strom kann eine echte Alternative sein zu herkömmlichem und Ökostrom. Damit sind die Weichen gestellt für eine bessere, umweltfreundlichere und damit weniger belastete Zukunft. Um das zu erreichen ist es wichtig genau zu prüfen, auf welche Art und Weise ein Anbieter seinen Strom produziert. Weißt du, für welche Art der Energiegewinnung sich dein Anbieter entschieden hat? Begriffe wie Ökostrom sind nicht rechtlich geschützt und bieten damit keine Sicherheit. Wie auch bei Lebensmitteln ist ein Blick auf die Inhalte ratsam. Vielleicht bist du schon bei einem Anbieter wie vegawatt, der die Solartechnik als Hauptquelle der Energiegewinnung nutzt. Vegawatt hat sich als Anbieter bereits zu 100% veganem Strom und Gas verpflichtet und bietet reine Solarenergie und veganes Gas. Die Solartechnik ist eine Technik der Zukunft, denn sie bietet die Möglichkeit ausreichend Strom zu liefern ohne dabei die Natur zu schädigen. Und sie hat den Vorteil, dass Sonnenenergie überall auf der Welt nutzbar ist. Wenn du in Zukunft auch deine Energie auf vegane Art und Weise produziert wissen möchtest, dann achte darauf, dass der Anbieter seine Energie ausschließlich über Solarkraftwerke und damit über Sonnenenergie produziert.

Beste Grüße

Nadine

PS.: Lebst du selbst vegan? Im Artikel Vegan leben bekommst du alle nötigen Tipps!

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Nadine Ernst ist als selbstständige Kulturreferentin Ansprechpartnerin für Kultur- und Tourismuseinrichtungen rund um die Themen Marketing und Qualitätsmanagement. Wenn sie nicht gerade an einem Projekt sitzt, lebt sie ihre Leidenschaft als Texterin, genießt die Freiheit eines minimalistischen Lebensstils und verbringt ihr Freizeit meist mit Pferd und Hund in der Natur.

Kommentare 1

  1. Christine

    Hallo Nadine,
    Ein sehr informativer Artikel, vielen Dank dafür. Was mich allerdings wundert, ist dass bei allen Optionen die Negativen Seiten aufgezählt werden nur nicht beim Photovoltaik. Natürlich entstehen dort kein Lärm und Abgase und es besteht auch nicht die Gefahr dass Tiere durch Rotiorblätter verletzt werden. Aber man sollte, finde ich, bedenken, dass es riesige Flächen, welche nicht zwingend nur die Dächer von Häusern sind, benötigt um aufgestellt zu werden. Und ich kann mir, bei der Bevölkerungsdichte heut zu Tage, beim Besten Willen nicht vorstellen, dass dafür nur Flächen genutzt werden, welche sowieso niemand braucht. Ich denke, es werden auch Flächen genutzt, welche Ursprünglich vielleicht dem Anbau von Lebensmitteln gedient haben, oder es werden fürs Klima und die Tier- und Pflanzenwelt wichtige Grünflächen gerodet. Und es gab Zeiten, in denen Häuser auf denen Photovoltaik Anlagen montiert waren von der Feuerwehr nicht gelöscht wurden weil es zu gefährlich war. Ich denke man sollte auch solche Tatsachen in seine Überlegungen welcher Strom gut ist und welcher verteufelt gehört mit einbeziehen. Vg Christine

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