Plastikfrei Leben ohne Plastik im Alltag vermeiden

100 Tipps & Tricks – Plastikfrei Leben ohne Müll

Christoph CareElite Blog, Nachhaltig leben, Natürliche Gesundheit, Plastikfrei leben, Umweltschutz 124 Comments

Plastikfrei leben hat etwas Befreiendes! Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, mit wie vielen Plastik-Produkten du jeden Tag so in Berührung kommst? Es sind zu viele. Selbst während ich diese Zeilen hier schreibe, tippe ich auf einer Tastatur aus Plastik. Wir befinden uns im Plastik-Zeitalter, doch Plastik hat gefährliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Natur. Denn Plastik verrottet nicht.

Neben den gesundheitlichen Folgen für uns, leidet ganz besonders die Tierwelt unter dem vielen Plastikmüll, der früher oder später in die Ozeane gelangt. In diesem Beitrag erfährst du deshalb, wie du plastikfreier leben kannst, wie der Alltag in einem Leben ohne Plastik aussehen kann und wie du persönlich deinen Teil dazu beitragen kannst, dass unsere Welt ein bisschen plastikfreier wird und unsere Gesellschaft bewusster konsumiert.

Der Beitrag zum plastikfreien Leben ist etwas länger geworden, deshalb hier ein kurzes Inhaltsverzeichnis für dich 🙂

  1. Körperpflege
  2. Mobilität & Aufbewahrung
  3. Küche
  4. Einkaufen
  5. Do It Yourself
  6. Grundsätzliches
  7. Sonstige Tipps
  8. Einstellung
  9. Schlusswort

Tipp: Seit kurzem ist auch mein Buch Plastikfrei für Einsteiger sowohl online als auch im Buchhandel erhältlich. Damit hast du auch einen super Start ins plastikfreie Leben. Eine gute Alternative zu diesem Artikel ist auch mein Online Kurs „30 Days To Zero Waste“.

Körperpflege ohne Plastik

Leben ohne Plastik mit Holzzahnbürste
Die Holzzahnbürste ist das Paradebeispiel für Plastikfreiheit im Badezimmer.

Für unsere Körperpflege nutzen wir unglaublich viele Pflege-Produkte mit Plastik. Mikroplastik in Kosmetika ist keine Seltenheit. Viele Duschgels, Shampoos und Cremes enthalten Plastik und machen viel Verpackungsmüll. Doch ist Plastik da wirklich nötig? Ich zeige dir ein paar Dinge in deiner täglichen Pflege-Routine, die du auch wunderbar ohne Plastik bewältigen kannst. Ausführlicher behandelt, kannst du dich im Artikel Badezimmer ohne Plastik schlau lesen.

1. Seife am Stück statt Plastik-Seifenspender

Bei Seifen am Waschbecken haben wir grundsätzlich drei Möglichkeiten. Wir können die Flüssigseife aus dem Plastikspender verwenden, weil sie mit dem Plastik-Seifenspender bequem und einfach zu verwenden ist. Das macht aber Plastikmüll ohne Ende! Die zweite und schon etwas umweltfreundlichere Lösung ist, den Seifenspender nicht wegzuwerfen, nachdem die Seife aufgebraucht ist, sondern ihn mit Hilfe eines Vorratspacks einfach wieder zu befüllen. So entsteht zumindest weniger Plastikmüll. Die beste und ökologischste Lösung ist, die Seife einfach am Stück zu nutzen, denn die kann man auch komplett ohne Plastik bekommen. So einfach kann es hier schon sein, eine Seife plastikfrei zu nutzen. Ich kann dir diese Seife ohne Plastik* empfehlen.

2. Holz und Metall, statt Einwegrasierer

Es ist heutzutage schwierig, einen komplett plastikfreien Rasier zu finden. Durch eure Hilfe konnte ich dieses Absatz aber wunderbar ausbauen. Ich hoffe, dass heute eigentlich jeder auf Einwegrasierer verzichtet und stattdessen einen plastikfreien Rasierhobel aus Holz und Metall* verwendet. Es gibt nur wenige Angebote solcher Holz-Rasierer mit Metall-Klinge. Als Alternative zum Plastik bietet sich aber auch dieses Rasier-Set* an. Jonas hat mir noch einen Vorschlag gemacht, mit dem es sich auch wunderbar plastikfrei leben lässt: Verwende solche klassischen Rasiermesser*!

3. Menstruationstassen und waschbare Binden verwenden

Das hier geht logischerweise an alle Damen! Ein Thema über das man ungerne spricht, dabei gehören Damenhygiene-Artikel zu den größten Plastik-Müll-Produzenten. Verwendet ganz einfach solche Menstruationstassen aus Silikon* und schon entsteht an dieser Stelle kein unnötiger Plastik-Müll mehr. Mehrere Jahre lang, können solche Menstruationstassen verwendet werden. Auch bei den Binden wird eine Menge an Plastikmüll produziert. Die plastikfreie Lösung bieten waschbare Slipeinlagen aus Baumwolle, wie z.B. diese hier*.

4. Nutze wiederverwendbare Wattepads

Bleiben wir gleich bei den Damen – Beim Abschminken entsteht durch das direkte Wegwerfen der Wattepads massiv Müll. Die plastikfreie Alternative um Müll zu vermeiden, sind diese wiederverwendbaren Öko-Wattepads*. Oder du machst dir die Pads aus alten Stoffresten einfach selbst. Danach einfach waschen und erneut verwenden. Geringere Kosten, weniger Plastikmüll.

5. Plastikfreie Taschentücher aus Stoff nutzen

Das, was früher ganz normal war, wird durch den Zero Waste Lebensstil heute wieder zum Trend: Stoff-Taschentücher! Vielleicht sind sie für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig, aber solche Stoff-Taschentücher ohne Plastik sind 1) nicht teuer und 2) ewig einsetzbar, wiederverwendbar und waschbar! Somit entsteht kein Plastikmüll durch die vielen Taschentuch-Packungen und du sparst wirklich Geld. Auch hier lohnt es sich also, auf die plastikfreie Alternative umzusteigen.

6. Natürliches, plastikfreies Kokosöl verwenden

Kokosöl ist natürlich und so vielseitig, dass ich dafür eigentlich eine neue Plastikfrei-Kategorie anlegen müsste. Denn Kokosöl ist sowohl als plastikfreie Naturkosmetik (Haut, Haare, Gesicht), als auch zum Kochen und Braten bestens geeignet. Es ist reich an gesättigten Fettsäuren und enthält Laurinsäure, die antibakteriell wirkt und einen zusätzlichen Schutz vor Keimen und Bakterien bietet. Ich kann dir dieses Bio-Kokosöl empfehlen, da es plastikfrei im Einmachglas geliefert wird. Aber wie so oft, gibt es auch hier viele weitere plastikfreie Alternativen.

7. Stoffwindeln & windelfrei statt Einwegwindeln

Gewöhnliche Einwegwindeln bestehen zu 70% aus Plastik und sind nach einer Anwendung Müll. Wie können wir also Windeln plastikfrei ersetzen? Ganz einfach: Durch solche waschbare und wiederverwendbaren Stoffwindeln* oder einfach ganz ohne Windeln. Wie das geht erklärt Anna in ihren Windelfrei Erfahrungen.

8. Plastikfreies Deo in fester Form verwenden

Viele Alternativen zum herkömmlichen Deo in Plastikverpackungen gibt es aktuell noch nicht auf dem Markt, aber mit diesem Deo ohne Plastik* kann man auch hier Plastik gegen plastikfrei tauschen. Das Deo wurde bewusst so zusammengestellt, dass wenig Müll entsteht. 100% vegan und ohne Aluminium-Bestandteile oder Alkohol. Das Deo hält in etwa so lange, wie zwei gewöhnliche Roll-On-Deo’s. Alternativ kannst du dein Deo auch selber machen.

9. Nutze ökologische Holz-Zahnbürsten mit Naturborsten

Zahnärzte empfehlen, die Zahnbürste alle 3 Monate zu wechseln. Das ist auch richtig, allerdings sollte uns dann auch schnell bewusst werden, dass wir besser keine Plastik-Zahnbürste verwenden sollten. Denn Plastik-Zahnbürsten sind nicht nur aus gesundheitlicher Sicht fragwürdig (Weichmacher, Phthalate) sondern produzieren alle drei Monate Plastik-Müll. Nutze deshalb diese Holz-Zahnbürste mit Naturborsten*, die wir selbst herstellen lassen.

Nachhaltiges Bambus-Holz und Naturborsten aus dem biologisch-abbaubaren Bio-Kunststoff Nylon 4 und Bambus-Kohle, die ebenfalls sehr gesund für starke und weiße Zähne sind. Nutze die Holzzahnbürste ohne Plastik, denn Plastik im Mund ist nicht gesund.

Schon komisch, wenn man bedenkt, wie lange wir selbstverständlich eine Plastik-Zahnbürste genutzt haben. Übrigens gibt es auch die Zahnseide aus natürlichen Materialien und ohne die Verwendung von Plastik. Dazu kann ich dir diese Naturseide von Vömel* empfehlen.

10. Duschgel und Shampoo ohne Plastik-Verpackung

Vielleicht hast du dir beim Lesen dieses Satzes schon die Frage nach der plastikfreien Alternative zu den zahlreichen Plastik-Shampoos gestellt. Zurecht. Denn es gibt tatsächlich wenige Shampoos und Duschgels, die nicht in einer Plastik-Verpackung sind. Eine gute Lösung bieten alternativ auch Nachfüllpacks. Wer komplett ohne Plastik Duschen möchte, kann aber beruhigt auf diese Haarwaschseife* oder diese Reiseseife von Savion* zurückgreifen. Wie du merkst, geht es immer ohne Plastik bei der Körperpflege.

11. Besorge dir eine Haarbürste ohne Plastik

Es ist schwierig eine Haarbürste ganz ohne Plastik zu finden. Allerdings lohnt sich die Anschaffung einer Holzhaarbürste, denn Plastik ist nicht gut für unsere Haare. Bei der Herstellung der Haarbürste ist es aufgrund der Tatsache, dass die Stifte irgendwo gebettet werden müssen schwierig, komplett auf Plastik verzichten. Besorge dir z.B. diese Bambus-Haarbürste*, die dein natürliches Haarfett perfekt über die Haarlängen verteilt, die Haare entwirren kann und dir zusätzlich in einer ökologischen Verpackung geliefert wird. So kannst du bei deiner Haarbürste weites gehend auf Plastik verzichten.

12. Plastikfreie Wattestäbchen aus Papier & Baumwolle

Wattestäbchen aus Plastik sind direkt nach der einmaligen Verwendung Plastikmüll. Auch die Verpackung ist häufig aus Plastik. Warum solltest du nicht auf eine Alternative ohne Plastik umsteigen, wenn sie existiert? Ganz im Sinne des plastikfreien Lebens kannst du Papierwattestäbchen bei DM oder auch hier plastikfrei online bekommen*. Wattestäbchen ohne Plastik aus Bambus & Baumwolle gibt es hier.*

13. Verzichte auf PE, PP. PA und PET

Verzichte auf Kosmetik-Artikel mit den Mikroplastik-Bestandteilen Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) und Polyethylenterephtalat (PET). Unglaublich genug, dass der Zusatz von Mikroplastik in Kosmetikartikeln bei uns überhaupt noch erlaubt ist. Verpackungen verursachen Plastikmüll der in die Umwelt gelangen kann und das Mikroplastik in Peeling, Shampoo, MakeUp, Duschgel und Co. gelangt definitiv ins Meer. Denn zum aktuellen Zeitpunkt kann keine Kläranlage diese kleinen Plastik-Teile aufhalten. Das Mikroplastik aus den Kosmetikartikeln gelangt ins Meer, wird von Fischen gefressen und landet früher oder später wieder bei uns auf dem Teller.

Hinweis: Unter Bio-Akkumulation der Gifte erfährst du noch mehr darüber.

14. Plastikfreie Zahnputztabletten

Ja, richtig gehört. So langsam nutzen immer mehr Menschen plastikfreie Zahnputztabletten. Die Tabletten werden einfach zerkaut und dann wie gewöhnliche Zahnpasta im Mund angewendet. Kein Fluorid, kein Aspartam und vor allem kein Mikroplastik in der Zahnpasta! Dazu noch plastikfrei verpackt.

15. Rasierseife ohne Plastik

Rasierschaum aus der Plastikdose gehört der Vergangenheit an, wenn du einfach auf die plastikfreie alternative Rasierseife umsteigst. So vermeidest du Plastikmüll und kannst dich wie gewohnt rasieren. Die Rasierseife bekommst du hier bei Mühle.*

16. Plastikfreies Rasiermesser aus Edelstahl

Der Einwegrasierer hat ausgedient. Denn durch ihn entsteht Plastikmüll, wie durch kaum ein anderes Utensil aus dem Badezimmer. Wenn noch nicht geschehen, ist es jetzt Zeit für den Umstieg aus plastikfreie Rasierer oder eben RasiermesserDieses Rasiermesser aus Edelstahl* kannst du wunderbar mit der eben genannten Rasierseife anwenden und erzielst wie gewohnt ein schönes Hautbild.

17. Prüfe Produktetiketten vor dem Einkauf

Nutze einfach die CodeCheck App, damit du keine Produkte mehr kaufst, die Mikroplastik oder Palmöl enthalten oder anderweitig umwelt- und gesundheitsschädlich sind. Mit der App scannst du einfach den Barcode auf der Rückseite von Duschgel und Co. und siehst in einer Sekunde, ob das Produkt schädlich ist. So kannst du nicht nur plastikfrei leben, sondern auch mikroplastikfrei leben.

18. Mundspülung ohne Plastik

Mundspülungen enthalten viel Chemie und kommen in der Plastikverpackung daher. Auf dem Markt gibt es keine plastikfreie Mundspülung – aber du kannst dir deine Mundspülung selber machen und die natürlichen Zutaten selbst bestimmen. Schaue dir dazu den Artikel Mundspülung selber machen an.

19. Zungenschaber aus Metall verwenden

Zungenschaber gibt es tatsächlich aus Plastik – irgendwie ein blödes Gefühl, sich Plastik in den Mund zu schieben, oder? Ähnlich wie bei Einwegbesteck oder der Zahnbürste, gibt es glücklicherweise sinnvollere Alternativen ohne Plastik. Nutzen einfach einen Zungenschaber aus Metall.

Hier bekommst du einen guten Zungenschaber*. Alternativ kannst du es auch einfach mit einen großen Esslöffel aus Edelstahl aus deiner Besteck-Schublade probieren.

20. Haare mit einem Kamm aus Holz kämmen

Ein billiger Plastikkamm bei dem ständig die Zacken abbrechen – hat das noch Stil? 😉 Die plastikfreie Alternative steht mit einem Holzkamm längst bereit. Sowohl für Männer, als auch für Frauen. Sowohl in langer Form, als auch als grobzackiger, kurzer Kamm. Zum Beispiel bekommst du hier bei AvocadoStore einen coolen Holzkamm*.

Plastikfreie Mobilität & Aufbewahrung

Plastikfrei Leben mit Einmachgläsern als Lunchbox

Auch bei der Aufbewahrung oder dem Transport von Dingen, verzichten wir in der Regel nicht auf Plastik. Dabei gibt es auch hier viele Alternativen, mit denen wir weniger bzw. überhaupt keinen Plastikmüll produzieren. Folgende Tipps kann ich dir geben, um das ganz einfach plastikfrei hinzubekommen:

1. Nutze Schraubgläser und bleibe auch ohne Plastik mobil

Warum Dinge nicht einfach in einem coolen Schraubglas lagern oder transportieren? Du kannst z.B. wunderbar Lebensmittel darin aufbewahren und auch auf dein ToGo Mittagessen verzichten, indem du es einfach am Morgen in das Glas füllst und mitnimmst. Es gibt tausend weitere Ideen, die leeren Schraubgläser wieder zu verwenden, wie zum Beispiel zur Aufbewahrung von Gewürzen oder einfach als Trinkglas. In viele Restaurants werden Getränke mittlerweile in alten Schraubgläsern serviert. Hipp und plastikfrei, wie es sein sollte.

Außerdem kannst du deine Lebensmittel auch in den Einmachgläsern einfrieren. Wenn du die Gläser nicht zu voll machst und sie dickwandig genug sind, ist das Einfrieren deiner Lebensmittel kein Problem. Schraube den Deckel aber am besten erst drauf, wenn die Lebensmittel gefroren sind. Wenn du nicht schon Einmachgläser zu Hause hast, kannst du dir hier ein Schraubglas in unterschiedlichen Größen* besorgen. Das Glas erhältst du hier auch komplett plastikfrei mit einem Kork-Verschluss*.

2. Tausche Plastik-Brotdose gegen Edelstahl-Dose

Gerade unsere ToGo-Gewohnheiten produzieren den meisten Plastikmüll. Wer sich dessen bewusst ist und schon selbst etwas für seine Brotdose vor- bzw. zubereitet, kann dann auch gleich auf die Plastik-Brotdose verzichten (bitte verwende deine alte Plastikdose dann noch so lange es geht und werfe sie nicht einfach weg) und auf eine Brotdose aus Edelstahl, Glas oder Holz ausweichen. Die sehen richtig cool aus, kosten zwar einen Taler mehr, allerdings verzichtest du auch hier wieder auf Plastik.

Diese Edelstahl-Brotdose* ist beispielsweise langlebig und komplett schadstofffrei. Ich persönlich setze auf diese etwas teureren Lunchboxen aus Edelstahl*, weil sie einfach richtig cool aussehen. Auch für die Aufbewahrung eines ganzen Brotes gibt es die Alternative zur großen Plastik-Box. Schau dir dazu mal diesen Brotkasten aus Metall mit Holzdeckel* an.

3. ToGo mit Thermobechern anstelle von Plastik-Bechern

Dieser Appell geht ganz besonders an alle Kaffeetrinker unter euch. Ein Coffee-ToGo geht immer, allerdings muss der doch nicht in dem leider klassischen Plastik- oder Papp-Becher serviert werden, auf den dann auch noch ein Plastik-Deckel kommt, der uns mit einem Plastik-Rührstab präsentiert wird. Die plastikfreie Lösung bietet an dieser Stelle ein solcher Thermobecher aus Edelstahl*, der ohne Plastik auskommt und den Kaffee lange warm hält. Wer da eigentlich kein Geld investieren möchte, kann den Kaffee aber auch einfach plastikfrei im Sitzen im gemütlichen Café trinken.

4. Tausche Albfolie gegen ReUse-Tücher

Was du auf keinem Fall in deinem Mittagessen gebrauchen kannst, ist in das Essen übergegangenes Aluminium. Doch genau das kann passieren. Hinzu kommt, dass die Produktion von Alufolie super aufwändig ist. Steige deshalb um auf wiederverwendbare Tücher aus Bienenwachs, Jojobaöl und Harz. Diese plastikfreien Tücher* kann ich dir wärmstens empfehlen! Du wischt sie nach der Verwendung für dein Essen einfach einmal ab und kannst sie direkt wiederverwenden.

5. Reinigungsmittel selber machen

Plastikfrei leben heißt auch, bei Reinigungsmittel eine natürliche Alternative zu finden. Um deine ganze Wohnung zu reinigen, kann schonmal eine Flasche Reinigungsmittel draufgehen. Ein Reinigungsmittel voller Chemie in einer Plastikflasche, die anschließend Müll ist. Deiner letzten Flasche solltest du ein zweites Leben schenken und sie mit deinem selbst gemachten Reinigungsmittel aus Natron wieder befüllen. Lerne hier, was Natron alles kann!

6. Ohne Plastik-Tüten einkaufen

Weltweit werden jährlich schätzungsweise 1 Billionen Plastik-Tüten verbraucht. Und jede Stunde werden allein in Berlin über 30.000 Plastik-Tüten verbraucht. Die Plastiktüten werden leider zum größten Teil weder recycelt noch wiederverwendet. Weiche bitte einfach auf so einen wiederverwendbaren Jute-Beutel* oder die Bio-Einkaufstüte aus. Auch Verpackungen von Produkten werden zu einem Großteil aus Plastik hergestellt und nach dem Kauf sofort weggeschmissen.

Die meisten unserer Produkte im Shop werden deshalb in einem biologisch-abbaubaren Karton geliefert. Neben der Alternative ökologischer Verpackungen möchte ich dir noch Original Unverpackt empfehlen. Hier bekommst du auch viele Produkte, die einfach unverpackt und eben ohne Plastik geliefert werden bzw. im Laden in Berlin-Kreuzberg gekauft werden können. Mittlerweile gibt es die plastikfreien Unverpackt Läden aber auch in vielen anderen Städten. Häufig durch die tolle Unterstützung privater Geldgeber in Crowd-Funding-Kampagnen.

Wenn es bei dir noch keinen Unverpackt Laden ohne Plastik gibt, dann schau‘ doch mal nach, ob vielleicht jemand einen Aufruf zur Unterstützung in deiner Stadt gestartet hat.

7. Keine Plastik-Müllbeutel mehr

Wer plastikfrei lebt, produziert spürbar weniger Plastikmüll. Doch der Müll der entsteht, muss ja irgendwo gesammelt werden. Hier haben wir jahrelang Plastik-Müllbeutel genutzt. Doch auch zur Aufbewahrung unseres Mülls gibt es eine plastikfreie Alternative. Nutze in Zukunft diesen Müllbeutel ohne Plastik aus Maisstärke* und sage dem Plastikmüll-Müllbeutel adieu. Der Müllbeutel ist so stabil wie herkömmliche Müllbeutel und dazu 100% biologisch abbaubar und kompostierbar.

Wie ich finde, ist der plastikfreie Müllbeutel auch preislich erschwinglich. Solltest du noch Plastiktüten in deinem Haushalt haben, dann kannst du die alten Plastiktüten auch als Müllbeutel wiederverwenden. So hatten die Plastiktüten wenigstens noch einen abschließend sinnvollen Zweck. Und noch ein Tipp: Du kannst dir auch Mülltüten aus Zeitungspapier falten!

Die möglichst plastikfreie Küche

Leitungswasser für möglichst plastikfreies Leben
Um in der Küche plastikfrei zu bleiben, kannst du zum Beispiel eigene Kräuter anpflanzen.

Zum Kochen, Schneiden, Pressen und Essen in der Küche benötigen wir viele Dinge, die meist nicht vollständig plastikfrei sind. Der Griff des Schneidemessers, der Kochlöffel oder der Geschirrhalter sind häufig aus Plastik. Doch auch für die Küche gibt es ausreichend Artikel ohne Plastik. Niemand will Plastikrückstände an seinen Lebensmitteln. Frei nach dem Motto „Du bist, was du isst“ sehen wir zu, dass wir auch das Kochen in der Küche so plastikfrei wie nur möglich machen. Folgend ein paar Tipps für die Küche ohne Plastik:

1. Finger weg von Küchenhelfern aus Plastik

Küchenutensilien wie Kochlöffel oder Pfannenwender können leicht mal anbrennen. Durch die Strukturveränderung des Plastiks werden Giftstoffe freigesetzt. Dieses Problem mit dem Plastik ist absolut lösbar. Tausche bestehende Plastik-Küchenutensilien einfach gegen solche Küchenhelfer aus Bambus-Holz* aus. Kochlöffel, Pfannenwender oder Salatzange ohne Plastik sind die perfekte plastikfreie Alternative für die herkömmlichen Plastik-Kochutensilien in der Küche. Auch so ein plastikfreier Schneebesen* lässt sich schnell finden. Bei Küchenutensilien gibt es gar keine Gründe dafür, nicht auf plastikfreie Alternativen umzusteigen.

2. Bambus-Küchenpapier ohne Plastik nutzen

Küchenpapier habe ich ewig im Supermarkt gekauft. Problem? Ist klar. Küchenpapier ohne Plastikfolie findet man in den gewöhnlichen Supermärkten immer noch nicht. Außerdem wird jedes Küchenpapier nach nur wenigen Sekunden in den Müll geworfen. Warum also nicht einfach auf die umweltschonende, wiederverwendbare Küchenrolle ohne Plastik verwenden? Solche Küchenrollen aus Bambus* ersetzen bis zu 60 Papiertücher, sind deutlich stabiler als herkömmliches Küchenrollen-Papier und können laut Hersteller bis zu 100 mal gewaschen werden. Küchenpapier ohne Plastik geht also auch.

3. Oder verzichte ganz auf Küchenpapier

Warum überhaupt Küchenpapier, wenn du mit diesen Stofftüchern aus 100% Baumwolle* ebenfalls alles genauso gut reinigen kannst und sie anschließend waschen und wiederverwenden kannst. In den Stofftüchern sind natürlich keine Plastikfasern und eine Plastikverpackung wie beim herkömmlichen Küchenpapier aus dem Supermarkt meidest du auf diese Weise auch. Plastikfrei leben kann so einfach sein, oder? Wir haben uns einfach nur zu sehr an den westlichen Luxus gewöhnt und es wird Zeit, ein paar Schritt zurückzugehen, um den richtig Weg einzuschlagen.

4. Verzichte auf eine Salatschleuder

Solange es noch keine Salatschleuder ohne Plastik gibt (bitte schreibe mir einen Kommentar, solltest du eine finden), kannst du einfach die plastikfreie Alternative nutzen: Packe deinen Salat in einen Jutebeutel und schleudere ihn bis dir der Arm abfällt. 😉

Nein, Spaß. Es reichen ein paar Sekunden und der Salat ist trocken. Das kannst du genauso gut mit einem verschließbaren Edelstahlkorb mit einem relativ dichten Gitter machen.

5. Vergiss‘ die Kaffeekapseln, nutze Röstkaffee

Kannst du dir vorstellen, wie viel Plastikmüll die Kaffeekapseln von Nespresso-Automaten allein bei dir zu Hause oder im Büro verursachen? In Deutschland werden jedes Jahr 2 Mrd. Kaffeekapseln verbraucht. Und die Kapseln sind auch noch sündhaft teuer. Plastikfrei verpackt gibt es die Kaffeebohnen beispielsweise hier* von der Marke C°858. Günstiger und ohne Plastik. Ein Gewinn für alle, außer Nespresso.

6. Kaffee im plastikfreien Kaffeebereiter machen

Wenn du plastikfreien Kaffee einkaufst, sollte doch auch die Herstellung plastikfrei möglich sein, oder? Das ist sie. Hier gibt es einen Kaffeebereiter aus Edelstahl*, bei dem du komplett auf Kapseln oder ähnliches Plastikmaterial verzichten kannst. Eine weitere coole Alternative ohne Plastik, richtig?

7. Plastikfreies Backpapier

Plastikfrei leben heißt auch, das Backpapier ohne Plastik einzukaufen. Das gibt es entweder im Supermarkt oder einfach hier plastikfrei*, von der Verpackung bis zum Backpapier selbst.

8. Gar kein Backpapier mehr

Wie das gehen soll? Mit dieser wiederverwendbaren Dauerback-Matte*! Die kann man ganz einfach abwaschen und muss nicht ständig neues, vermutlich in Plastik eingewickeltes Backpapier einkaufen. Diese plastikfreie Alternative finde ich noch deutlich besser!

9. Baue selbst Pflanzen & Kräuter an

Eine weitere Möglichkeit deinen Plastikmüll zu reduzieren und plastikfreier leben zu können. Denn du musst nicht ständig neue Kräuter in der Plastikschale kaufen. Viele Kräuter kannst du im Winter einfach mit in die Wohnung nehmen. Wenn du Platz für einen Gemüsegarten hast, dann nutze ihn! Ein Balkon ist in der Regel aber auch schon ideal, um dir eigene Pflanzen anzubauen. Hier findest du meine Liste mit den Top 10 gesundes Pflanzen & Kräutern zum selber anpflanzen.

10. Baue selbst Pflanzen & Kräuter an

Wer sein plastikfreies Geschirr auch schnell mal per Hand abspült weiß, dass man einen vernünftigen Geschirrständer zum Abtropfen benötigt. Auch für diesen Gegenstand in der Küche gibt es eine plastikfreie Alternative. Ein solcher Geschirrständer aus Bambus* ist günstig und macht die Küche wieder ein Stückchen plastikfreier. Dazu ist er optisch wirklich ansehnlich.

11. Plastikfreie Strohhalme aus Bambus, Papier oder Edelstahl

In fast jedem deutschen Haushalt findet man Strohhalme aus Plastik. Meist für Geburtstage oder entspannte Cocktail-Abende. Tausche deine Plastikstrohhalme einfach gegen diese Bambus-Strohhalme*, diese Strohhalme aus Edelstahl* oder diese Glasstrohhalme* aus. Die Strohhalme aus Edelstahl sind natürlich plastikfrei und eine langlebige Alternative zu den Wegwerf-Strohhalmen aus Plastik.

Eine weitere plastikfreie Alternative zu den Strohhalmen aus Plastik sind diese Papier-Strohhalme*, wobei die umweltfreundlichere und langlebigste Variante meiner Meinung nach die Edelstahl- und Glas-Strohhalme sind. In jedem Fall kannst du deine Smoothies, Geburtstage und Cocktail-Abende auf diese Weise plastikfrei genießen.

12. Lufterfrischer mit Bambus Aktivkohle

Unangenehme Gerüche, ob in der Küche, im Wohnzimmer, oder in anderen Räumen, möchte man gerne schnell loswerden. Herkömmliche Lufterfrischer aus Plastik parfümisieren jedoch nur den Raum und beheben nicht die Ursache. Die natürliche Alternative ohne Plastik ist dieser Lufterfrischer mit Bambus Aktivkohle. Die Aktivkohle wirkt auf natürliche Weise geruchsneutralisierend. Gerüche werden aufgenommen und bei Wärme (einfach in die Sonne legen) wieder abgegeben. Ideal für die Küche, den Kleiderschrank, das Auto oder auch die Schuhe. Plastikfrei leben und Gerüche ohne Plastik entfernen? Jep, das geht auch!

13. Spülbürsten ohne Plastik

Hast du noch billige Spülbürsten aus Plastik? Sobald diese unbrauchbar sind, solltest du sie gegen solche Spülbürsten aus Holz* austauschen. Die halten genauso lange, sehen besser aus und machen keinen Plastikmüll. Ganz im Sinne des plastikfreien Lebens. Außerdem sind die Spülbürsten aus Holz nicht viel teurer als herkömmliche Plastik-Spülbürsten. Die Investition lohnt sich.

14. Nutze biologisch abbaubare Spültücher bzw. Schwämme

Die klassischen bunten Spültücher sind aus Plastik und auch noch in Plastik verpackt. Selbst hierfür gibt es mittlerweile eine Alternative, die es dir noch ein bisschen einfacher macht, plastikfrei zu leben. Hier bekommst du Spültücher ohne Plastik aus Zellulose und Baumwolle*.

15. Verwende Geschirrtücher aus Leinen

Das was wir so zum Abwischen in der Küche verwenden, ist in der Regel einmal in Plastik verpackt gewesen oder besteht aus Plastikfasern. Plastikfrei leben geht anders. Versuchs’s doch einmal mit diesen Geschirrtüchern aus Leinen*. Die kommen plastikfrei zu dir und bestehen aus Naturmaterial. Außerdem sehen die Leinentücher sehr gut aus und werten deine Küche auf.

16. Backofenreiniger selber machen

Das geht fix, ist natürlich und und du kannst Plastikmüll vermeiden. Auch hier brauchst du wieder das Hausmittel Natron (2 EL), Salz (1 EL) und Wasser (1-2 EL). Rühre alles zusammen, bis eine Paste entsteht. Verteile dein Gemisch im Backofen und lasse es 20 Minuten einwirken, bevor du es mit einem Lappen abwischt. Spüle den Backofen wirklich restlos mit einem feuchten Lappen sauber. Plastikmüll? Kannst du lange suchen! Hier lernst du, was du mit Natron noch alles so machen kannst, um dein Leben ohne Plastik weiter voranzutreiben.

Tipp: Im separaten Artikel lernst du genau, wie du diesen und andere Backofenreiniger selber machen kannst.

17. Schneidebrett aus Bambus-Holz

Was nutzt du zum Schneiden von Käse, Wurst, Gemüse und Co.? Etwa immer noch ein Plastikbrett? Tausche es doch gegen so ein schönes Schneidebrett aus Eichenholz*. Plastikfrei verpackt und hergestellt aus nachhaltigem, regional-wachsendem Holz. Die perfekte plastikfreie Alternative zum Schneiden, die genau in dein Leben ohne Plastik passt.

18. Spülmittel selber machen

Wie du sicher merkst, machen Spülmittel eine Menge Plastikmüll. Mit Plastikfrei leben hat das leider wenig zu tun. Aber auch für dein Spülmittel gibt es eine gute plastikfreie Alternative: Du kannst dein Spülmittel nämlich auch einfach selber machen! Im Artikel Spülmittel selber machen erfährst du, wie einfach das geht.

19. Eiswürfelform aus Edelstahl

Wenn du plastikfrei leben und trotzdem erfrischende Eiswürfel in deinen Getränken genießen möchtest, dann besorge dir diese Eiswürfelform* aus Edelstahl. Plastikfrei und ewig haltbar.

Plastikfrei einkaufen ohne Müll

Brotbeutel als Tipp für plastikfreies Leben
Ein Brotbeutel eignet sich bestens, um frisches Brot ohne Plastik einkaufen zu können.

Wenn du schon dein erstes Plastikfrei-Experiment hinter dir hast, wirst du sicherlich auch auf deine Grenzen gestoßen sein, als du das erste Mal plastikfrei einkaufen wolltest. Denn Plastik findest du im Supermarkt einfach überall. Selbst die Bio-Produkte sind meist in Plastik eingepackt. Merkst’e ja selbst. Viel Sinn macht das nicht. Wie du (fast) komplett plastikfrei einkaufen kannst, zeige ich dir mit den folgenden Tipps:

1. Milch & Joghurt im Glas anstatt im Plastik-Behälter

Wer weiß wie lange, aber noch gibt es Milch & Joghurt in vielen Supermärkten noch in Gläsern zu kaufen. Das ermöglicht uns, hier schon einmal plastikfrei einkaufen zu können. Die vielen Plastik-Becher der Joghurts verursachen eine unfassbar große Menge an Plastik-Müll.

Versuche dich auf Glasbehälter zu beschränken, solange das in Supermärkten noch möglich ist. Alternativ kannst du für deine Milch natürlich auch nach einem Milch-Bauern in deiner Nähe Ausschau halten.

2. Kaufe dein Gemüse ohne Verpackung und ohne Plastik

Ich finde, dass man einen deutlichen Unterschied zwischen in Plastik verpacktem Gemüse und plastikfreiem Gemüse schmeckt. Das allein ist für mich Grund genug, plastikfreies Gemüse zu kaufen. Wie bereits erwähnt ist in den gewöhnlichen Supermärkten sogar das Bio-Gemüse in Plastik abgepackt.

Ich empfehle dir daher, direkt in einen Bio-Supermarkt zu gehen, da du dort erwarten kannst, dass du dein Gemüse plastikfrei bekommst. Schau dich doch ruhig auch mal auf dem Wochenmarkt rum, hier bekommst du dein Gemüse frisch und oft auch aus regionalem Anbau.

3. Brot im mitgebrachten Beutel einkaufen

Ich möchte nicht auf mein Brot verzichten und kaufe es mir deshalb plastikfrei im Supermarkt, indem ich es frisch in einen Beutel packe, den ich zum Einkaufen mitnehme. Da kann ich dir das Projekt Naturtasche.de empfehlen. Praktisch und auch optisch cool. Nicht nur für Brot, sondern auch für Obst und Gemüse. Um Plastikmüll zu vermeiden, kannst du alternativ auch deine Brottüte vom letzten Einkauf wiederverwenden.

Das gleiche gilt übrigens für Brötchen. Damit kein Plastikmüll entsteht, kaufe deine Brötchen einfach beim Bäcker und verzichte auf in Plastik verpackte Aufbackbrötchen. Alternativ kannst du deine Brötchen auch selbst machen.

4. Mit Korb oder Rucksack einkaufen gehen

Zugegeben, dass ein geflochtener Korb zum Einkaufen bei Männern nicht so lässig aussieht, ist der Einkaufskorb wohl eher etwas für Frauen. Aber ein großer Rucksack tut’s ja auch. Hauptsache, du hast etwas zu tragen, sodass du Plastikmüll vermeiden kannst. Du solltest entweder diesen klassisch-geflochtenen Korb* zum Einkaufen nutzen oder so wie ich, auf diesem Gotbag Rucksack aus Meeresplastik umsteigen. Für den Einkauf ohne Plastik eignen sich aber sonst auch echt fast alle Rucksäcke. So kannst du ganz einfach plastikfrei Einkaufen und transportieren.

5. Mache einen Schlenker um Fertiggerichte

Auch wenn die Fertiggerichte noch so bequem ohne großen Aufwand zubereitet werden können, solltest du sie im Einkaufsladen umgehen, wenn du plastikfrei leben möchtest. Fertiggerichte sind so ziemlich das Schlimmste, aws man seinem Körper antun kann, denn sie beinhalten eine Menge Kunststoff und sind voller ungesunder künstlicher Zusatzstoffe. Was du stattdessen tun solltest? Einfach öfter selbst kochen! Probiere mal etwas aus, schnapp dir ein cooles Kochbuch und probiere neue Sachen aus.

6. Salat selber machen statt Salat aus der Plastikbox

Ich persönlich finde sogar, dass der Salat aus Plastiktüten oder Plastikboxen deutlich schlechter schmeckt. Einerseits aufgrund des Kontakt mit dem Kunststoff, andererseits, weil er einfach nicht 100% frisch ist. Kaufe dir einfach einen ganzen Salatkopf im Supermarkt, den bekommst du in der Regel plastikfrei. Und dann machst du dir deinen frischen Salat einfach selber. Das dauert nicht lange und du kannst so komplett auf Plastik verzichten. Probiere es aus!

7. Fleisch & Käse plastikfrei einkaufen

Zugegeben, das plastikfreie Einkaufen von Fleisch und Käse ist etwas komplizierter, aber genauso möglich. Nimm‘ einfach deine Edelstahl-Dosen oder Glasbehälter mit und lasse sie an der Fleisch- und Käsetheke befüllen. Das mag zunächst etwas ungewöhnlich sein, aber du hast wieder ein bisschen Plastikmüll gespart. Box mitnehmen und befüllen lassen. Fertig.

ACHTUNG: Zwecks Hygieneverordnung darf die Bedienung dir Wurst und Käse eigentlich nicht ohne Verpackung geben. Solange dein mitgebrachter Behälter AUF der Theke bleibt und Wurst und Käse einfach hineingelegt werden, geht das meistens klar. Schau‘ dazu mal in den Artikel Wurst & Käse plastikfrei kaufen herein.

8. Nutze ein Obst- und Gemüsenetz

Loses Obst und Gemüse plastikfrei einzukaufen, kann manchmal schwierig sein. Beispielsweise von Kartoffeln, Champignons oder Tomaten möchte man in der Regel etwas mehr mitnehmen. Damit das an der Kasse nicht zu Überforderung führt, kannst du Champignons und Co. einfach in solche Obst- und Gemüsenetze* legen, bevor es  gewogen wird. So kannst du Stress an der Kasse und Plastikmüll vermeiden.

9. Eis aus der Waffel und nicht aus dem Becher

Es ist Sommer, knapp 30 Grad und du hast Lust auf ein Eis. Lass‘ den Becher mit Plastik-Beschichtung, ein Becher mit Plastik-Beschichtung sein und genieße dein Eis in der Waffel. Da du sie einfach mitessen kannst, entsteht kein Müll. Wenn du so sehr auf Eis aus dem Becher stehst, dann gibt es mittlerweile in vielen Eisläden auch einen Waffelbecher. So kannst du auch dein Eis ohne Plastik genießen. 🙂

10. Kaufe plastikfrei auf dem Wochenmarkt ein

Wochenmärkte gibt es überall, doch wir neigen dazu, die bequeme Variante im Supermarkt nebenan zu bevorzugen. Ich kann jetzt nur für die Wochenmärkte in Berlin sprechen, aber sie sind vielfältig und bieten bei oft mehr als 100 Ständen eine riesige Auswahl regionaler Produkte. Die beste Möglichkeit um natürlich & plastikfrei einzukaufen.

In Berlin kann ich dir den Wochenmarkt am Karl-August-Platz (Charlottenburg), am Maybachufer (Neukölln) oder am Hackeschen Markt (Berlin-Mitte) empfehlen. Nimm einfach deinen eigenen Jutebeutel mit. Plastikfrei einkaufen ist auf dem Wochenmarkt so easy, wie nirgendwo anders.

11. Plastikfreie Mode kaufen

Viele Pullover, Hosen oder Shirt aus Nylon- oder Polyester sind natürlich auch nicht plastikfrei. Zusätzlich sind sie sogar noch in Plastik verpackt. Wenn Kunststoff-Kleidung in der Waschmaschine ist, lösen sich diese Mikroplastik-Bestandteile und geraten ins Abwasser. Lebe noch etwas plastikfreier, indem du z.B. auf Leinen oder Hanf-Mode setzt. Durch das Material-Schild an Kleidung, lässt sich das wunderbar umsetzen. Ja, plastikfrei leben heißt auch, auf seine Kleidung zu achten.

Tipp: Im Artikel Nachhaltige Mode & Fair Trade Kleidung findest du alles dazu im Überblick. Schaue auch mal in den Artikel über Fast Fashion herein.

12. Spielzeug aus Holz plastikfrei einkaufen

Wenn du selbst ohne Plastik leben willst oder bereits ohne Plastik lebst, dann gebe auch deinem Kind kein Plastikspielzeug. Besonders Kinder nehmen Dinge gerne in den Mund, das Spielzeug sollte also nicht aus Plastik sein. Die Alternative zu herkömmlichem Plastik-Spielzeug ist ganz klar das Spielen mit organischen Holz-Spielsachen. Gutes plastikfreies Holz-Spielzeug bekommst du in der Plastikfrei-Kategorie Kinder & Babys.

13. Kaufe Windeln plastikfrei

Du kannst dir nicht vorstellen, wie viele Plastik-Windeln wir bei unseren Beach CleanUp aufsammeln. Das ist nicht nur eklig, sondern auch komplett unnötig. Denn es gibt natürlich auch Windeln ohne Plastik. Diese Baumwoll-Windeln* sind zum Beispiel die beste Möglichkeit, auch mit deinem Baby weiterhin plastikfrei leben zu können.

Tipp: Stoffwindeln sind wiederverwendbar – aber muss es überhaupt eine Windel sein? Werfe doch Mal einen Blick in unseren Windelfrei Erfahrungsbericht.

14. Tausche Wasser aus Plastik-Flaschen gegen Leitungswasser

Unser Leitungswasser gehört zu den Reinsten der Welt. Bist du es nicht auch leid immer diese 6er-Träger Wasser nach Hause zu tragen? Ein Grund mehr, die Plastikflaschen stehen zu lassen und einfach Leitungswasser zu trinken. Schnapp dir doch einfach eine große Glasflasche und fülle sie an der Leitung auf.

Du produzierst auf diese Weise überhaupt keinen Plastik-Müll und tust etwas für deine Umwelt, als auch für deine Gesundheit. Für die Flasche empfehle ich dir diese Edelstahl-Flasche* oder wieder ein cooles Schraubglas.

15. Plastikfreie Weinflasche mit Naturkorken

Einen Wein plastikfrei zu kaufen, ist gar nicht so einfach. Die Flaschen haben häufig einen Plastik- oder Metallstopfen (mit Kunststofffutter), was man aber oft erst nach dem Öffnen sehen kann. Auf der Webseite CorkWatch kannst du vor dem Weinkauf sichergehen, ob der Wein einen Korken aus Naturkork hat oder nicht.

16. Lass’ die Kaugummis weg

Wusstest du, dass klassisches Kaugummi aus Plastik besteht? Richtig gehört! Da Naturstoffe nicht ausreichend zur Verfügung stehen, wird die Kaumasse u.a. aus Kunststoff, sogenannten synthetischen Thermoplasten, hergestellt. Wenn du plastikfrei leben willst, lässt du das Kaugummi deshalb einfach im Regal liegen.

Hier ist noch eine Übersicht mit den Unverpackt-Läden in Deutschland, die aktuell wie Pilze aus dem Boden sprießen 🙂

Plastikfrei leben & Dinge selber machen!

DIY Spülmittel für plastikfreies Leben
Aus Efeublättern lässt sich ganz einfach ein wirksames Spülmittel ohne Plastikverpackung herstellen.

Heute kann man sich doch beinahe alles selbst beibringen, oder? Warum also nicht auch Dinge für den Haushalt plastikfrei selbst machen und weniger Plastikmüll hinterlassen! Diese Liste mit plastikfreie Dingen zum selber machen, baue ich nach und nach weiter aus. Kommentiere gerne, wenn du ähnliche oder ergänzende Erfahrungen gemacht hast. 🙂

1. Spülmittel selber machen

Spülmittel haben in unserer WG regelmäßig Plastikmüll verursacht und sind außerdem voller Chemie. Spülmittel kann man auch selbst und vor allem plastikfrei machen! Auch die Zutaten bekommst du ohne Plastik. Lerne hier, wie du dein Spülmittel selber machen kannst.

2. Waschmittel selber machen

Um Mikroplastik im Meer zu vermeiden, solltest du so selten wie möglich mit der Waschmaschine waschen. Aber auch di Waschmittel-Verpackung hinterlässt regelmäßig Plastikmüll. Zum Glück gibt es Pfanzen, die schon Jahrhunderte zum Waschen von dienen, da sie natürlich schäumen. Lerne hier, wie du dein Waschmittel selber machen kannst.

3. Zahnpasta selber machen

Die Verpackung ist in der Regel aus Plastik und selbst in der scheinbar gesunden Zahnpasta lauern häufig Mikroplastik und andere gesundheitsgefährdende Stoffe. Auch das können wir auf natürliche Weise umgehen, indem wir unsere plastikfreie Zahnpasta selber machen.

4. Geschenke nachhaltig verpacken

An Geburtstagen, zu Weihnachten & Ostern, zu Hochzeiten oder auch einfach nur als kleine Aufmerksamkeit. Wir verschenken gerne. Dabei entsteht leider auch viel Plastikmüll. Lerne hier ein paar einfache Tricks kennen, wie du dein nächstes Geschenk nachhaltig verpacken kannst.

5. Deo selber machen

Deospray, Deoroller und Deocremes machen im Normalfall eine Menge Plastikmüll. Ganz im Sinne des Zero Waste Lebensstils, kannst du aber auch dein natürliches, plastikfreies Deo selber machen.

6. Mülltüten aus Zeitungspapier

Es ist super leicht, den Müllbeutel aus Plastik durch einen selbstgerechten Müllbeutel aus altem Zeitungspapier zu ersetzen. Hier lernst du in der DIY Anleitung, wie du dir Mülltüten aus Zeitungspapier falten kannst.

7. Mundspülung selber machen

Da du in der Drogie aktuell noch keine plastikfreie Mundspülung bekommst, musst du selbst ran. Lerne im Artikel Mundspülung selber machen, wie du dir deine Mundspülung aus Natron, Birkenzucker und Kräutern selbst herstellst. Vollkommen natürlich!

8. Möbel selber machen

Ob du Möbel online bestellst oder vor Ort kaufst – am Ende hast du eine Menge Verpackungsmüll aus Schaumstoffen, Plastikfolien und Kartonage. Im DIY Möbel Blog stelle ich dir immer wieder mal coole selbstgemachte Möbel vor, bei denen ich beispielsweise 35 Jahre alte, eingestaubte Eichenbohlen zu einzigartigen Möbeln mache. Schaue dir beispielsweise an, wie du einen Esstisch aus Holzbohlen selber machen kannst.

9. Konfetti selber machen

Ja, auch Konfetti macht in der Regel jede Menge Plastikmüll und wird häufig auch noch draußen in der Umwelt verschüttet. Im Sinne des plastikfreien Lebens empfehle ich dir, natürliches Material zu verwenden und dir dein Konfetti selber zu machen – zum Beispiel aus ausgestanzten Laubblättern.

10. Badreiniger selber machen

Der meist wöchentliche Putztag hinterlässt nach wenigen Wochen jede Menge Plastikmüll. Zum Beispiel die Flasche des chemischen Badreinigers. Die Alternative? Auch den kannst du einfach aus natürlichen Mitteln zu Hause herstellen. Wie das funktioniert erfährst du im Artikel namens Badreiniger selber machen.

11. Glasreiniger selber machen

In die Reihe der häufig genutzten Putzmittel gesellt sich auch der Glasreiniger. Da wir ihn zum Beispiel zur Reinigung von Fenstern, Spiegeln oder der Herdöberfläche nutzen, produzieren wir schnell viel Plastikmüll.

Indem wir den Glasreiniger selber machen, sparen wir uns den Müll ein und putzen mit einem weniger gefährlichen, natürlichen Mittel.

12. Selbst & frisch kochen

Dieser Tipp zum plastikfreien Leben klingt eigentlich so banal, oder? Doch in unsere ToGo-Gesellschaft ist das nicht mehr selbstverständlich. Um Plastikmüll zu vermeiden, kannst du am Abend einfach etwas mehr kochen, als du planst zu essen. In einer Edelstahl Brotdose oder einem Einmachglas, kannst du dir dein Essen dann am nächsten Tag für die Mittagspause mitnehmen. So bleibst du auch in der Mittagspause plastikfrei und greifst nicht vorschnell zu einem Fastfood aus der Plastikschachtel.

Sonstige Tipps für ein müllfreies Leben

Leben ohne Plastik durch Einstellung
Wusstest du, dass Zigaretten neben vielen anderen Schadstoffen auch Plastik enthalten?

Tipps & Ideen, die bisher noch nicht in den Beitrag passten, haben hier ihren Platz gefunden. Ergänze die Liste auch gern durch einen Kommentar.

1. Schmeiße keine Zigaretten-Stummel in die Umwelt

Wenn du plastikfrei leben willst, solltest du auch deine Zigarettenstummel nicht mehr in die Umwelt werfen. Denn Zigaretten bestehen zu einem Teil auch aus Plastik, nämlich VinylchloridDie Inhaltsstoffe einer Kippe verunreinigen schon 1 L Wasser so sehr, dass Fische nur ein paar Tage darin überleben können.

2. Klebe einen Aufkleber mit „KEINE WERBUNG“ auf deinen Briefkasten

Wie oft wolltest du diesen Aufkleber vielleicht schon auf den Briefkasten kleben, aber hast es verschoben. Wenn er noch nicht drauf ist, dann klebe ihn jetzt drauf. So ersparst du dir eine Menge Prospekte, die in Plastikfolie eingewickelt sind.

3. Esse kein Kaugummi mehr

Kaugummi’s bestehen zu einem Großteil aus Kunststoff. Ein Grund mehr dafür, dass die größten Hersteller ihre Rezepturen geheimhalten. Mit jedem weggeschmissenen Kaugummi kommt so also etwas Plastik in die Umwelt. Versuche als natürlichen Alternative, einfach auf Minze oder anderen leckeren Pflanzen zu kauen. Wenn du mehr wissen willst, dann schau‘ gern in den Artikel Plastik in Kaugummis herein.

4. Nutze Apps

Auch dein Smartphone kann dir mit den besten Zero Waste Apps dabei helfen, plastikfreier zu leben. Nutze Beispielsweise die KleiderKreisel-App, um dir auch mal plastikfreie Gebrauchtware zu kaufen – bevor du dir Neuware online bestellst, jede Menge Plastikmüll produzierst und die Kleidungsstücke womöglich dann doch nicht so toll findest.

5. Verzichte so weit es geht auf Kleidung mit Plastikfasern

Da wir es selbst nicht mitbekommen, sehen wir es als weniger schlimm an. Doch bei jeder Wäsche mit der Waschmaschine kommen durchschnittlich etwa 1900 Plastikfasern durch den Abfluss in die Gewässer und schlussendlich ins Meer. Versuche deshalb auf Kleidung aus Naturmaterial zurückzugreifen. Ein richtig guter Online-Shop ist Waschbär – Der Umweltversand.*

6. Party ohne Plastik feiern

Du willst eine Party feiern und schon im Vorfeld den ganzen Plastikmüll durch Einwegbecher, Einwegbesteck, Einwegteller & Co. verhindern? Dann schau‘ dir den Artikel Party feiern ohne Plastik an.

7. Plastikfrei Lebensmittel einfrieren

Vergiss‘ den klassischen Gefrierbeutel. Der ist am Ende nur Plastikmüll. Vom Papier über das Einmachglas gibt es auch beim Einfrieren viele Alternativen, die dein plastikfreies Leben deutlich einfacher machen. Lies dir dazu einfach den ausführlichen Beitrag Lebensmittel einfrieren ohne Plastik durch.

8. Plastikfrei im Flugzeug

Zugegeben, im Flugzeug plastikfrei zu bleiben scheint ein Ding der Unmöglichkeit. Doch auch im Flugzeug kannst du den Zero Waste Lebensstil leben. Beispielsweise mit deiner mitgebrachten, aufgefüllten Trinkflasche und eigenem Essen in der Brotdose. Lies dir am Besten einfach meinen Artikel Plastikfrei Fliegen durch.

9. Grillen ohne Plastik

Beim Grillen entsteht in der Regel sehr viel Plastikmüll der den direkt in der Umwelt landet. Um das zu verhindern habe ich dir meine besten Tipps für das plastikfreie Grillen zusammengefasst. Probiere es aus!

10. Adventskalender ohne Plastik

Aus kleinen Jutesäckchen, ein paar Mistelzweigen und Tannenzapfen lässt sich doch ein richtig cooler, persönlicher Adventskalender basteln. Das ist doch viel persönlicher und vor allem plastikfreier, als der fertige DIN-A4 Kalender aus dem Supermarkt. Erfahre im Separaten Artikel, wie du so einen plastikfreien Adventskalender selber basteln kannst.

11. Weihnachten ohne Plastik

Nach dem plastikfreien Adventskalender beginnt die Weihnachtszeit – hier gehen reihenweise Neuwaren in Geschenkpapier mit Kunststoffbeschichtung über die Ladenkassen. Wie du auch Weihnachten ohne Plastik überstehst, erfährst du im Extra-Artikel.

12. Nachhaltiges und plastikfreies Silvester

Zu keinem anderen Zeitpunkt im Jahr ist so viel Feinstaub in der Luft, wie zum Jahreswechsel. Gleichzeitig entstehen Unmengen an Plastikmüll durch Raketen und Böller. Ein Grund mehr, Silvester ohne Feuerwerk einfach nachhaltig und plastikfrei zu verbringen.

13. Schulanfang ohne Plastik

Schon selbst erlebt? Das eigene Kind kommt vom ersten Schultag wieder nach Hause und hat eine riesige Liste mit Dingen, die besorgt werden wollen. Vorher beginnt die Problematik sogar schon mit der Schultüte. Um im Sinne des plastikfreien Lebens Plastikmüll zu vermeiden, gibt es auch da einige Tricks. Mehr darüber erfährst du im separaten Artikel Schulanfang ohne Plastik.

14. Seifenreste sammeln

Kennst du das zum Beispiel aus dem Hotel? Eine in Plastik verpackte Seife wird nur einmal verwendet und dann muss man schon wieder los. Was passiert normalerweise mit dem Seifenrest? Er wird im Müll entsorgt – genau wie die Verpackung. Hat sich ja richtig gelohnt. :-/

In einem Seifensäckchen kannst du solche Reste einfach sammeln und wiederverwenden.

15. Bücher tauschen oder gebraucht kaufen

Die meisten Verlage wickeln ihre neuen Bücher leider immer noch in eine Plastikfolie. Dadurch besteht natürlich die Sicherheit, dass es sich um ein frisch gedruckes Buch handelt. Doch brauchen wir wirklich ein nagelneues Buch? Nicht wirklich. Indem wir Bücher auf Tauschplattformen oder Büchertauschregalen vieler Städte teilen, profitieren alle davon und vermeiden auch noch Plastikmüll durch einen Neukauf. Letzteres gilt natürlich auch für den Kauf eines gebrauchten Buches.

16. Druckerpatronen erneut befüllen

Wer viel druckt, macht meistens auch viel Plastikmüll. Um dir den lästigen Weg zum Wertstoffhof zu sparen und möglichst plastikfrei zu bleiben, kannst du dir wiederbefüllbare Patronen für deinen Drucker besorgen. Das ist auch einer von vielen, wichtigen Tipps für ein möglichst plastikfreies Büro.

17. Beim Festival plastikfrei bleiben

Nach einem Festival bleibt bekanntlich Müll in allen Farben und Formen zurück. Plastikflaschen, Becher… bis hin zum Zelt. Doch der Müll lässt sich durch einfachste Tricks vermeiden und macht das Event dann aus deiner Sicht sehr nachhaltig.

Im Beitrag über Zero Waste auf dem Festival, erfährst du passend dazu viele Tipps & Tricks.

Mentale Einstellung für ein plastikfreies Leben

Glühbirne als Symbol für ein natürliches Leben
Es braucht wirklich nur ein paar kleine Ideen, um Großes zu erreichen.

Weniger Müll zu machen ist auch immer eine Sache der persönlichen Einstellung. Wenn es dir wirklich wichtig ist, natürliche Ressourcen zu schonen oder Tiere vor dem sicheren Tod durch Plastikmüll in der Umwelt zu bewahren, dann werden sich die folgenden Verhaltensweisen schon zeitnah in deinem Kopf verankern.

1. Wiederverwenden

Nutze Plastik-Artikel so lange wie möglich und schmeiße nicht direkt alles weg, was aus Plastik ist, sondern ersetze es, wenn es an der Zeit ist. Wenn deine Holzzahnbürste nach 3 Monaten ersetzt wird, dann gebe dem Bambusholz der Zahnbürste ein zweites Leben als Pflanzenhalterung im Blumenkübel. Beim Zero Waste Leben ohne Plastik sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und das Wiederverewenden ist ein wichtiger Teil davon.

2. Selber machen

Im Abschnitt „Dinge selber machen“ habe ich dir ja schon einige Ideen zur Inspiration mit auf den Weg gegeben. Heutzutage kann man sich eigentlich alles selbst beibringen und natürlich auch plastikfreie Dinge, wie Spülmittel, Zahnpasta und Co. selber machen. Schaue einfach hier im Do It Yourself Blog vorbei!

3. Hinterfragen

Plastikfrei leben heißt auch, Notwendigkeiten zu hinterfragen. Mache dir bei zukünftigen Käufen immer bewusst, ob du Artikel wirklich unbedingt brauchst. Viele Dinge kannst du auch selbst machen und so auf die Plastikverpackungen verzichten. Häufig lassen wir uns einfach zu Käufen on Dingen beeinflussen, die wir gar nicht unbedingt bräuchten. Frage dich: Kann ich selbst dafür sorgen, dass der Artikel plastikfrei wird? (Frage einfach bei Hersteller oder Anbieter nach, warum der Artikel in Plastik verpackt wird oder aus Plastik besteht)

4. Vorleben

Ob Anbieter, YouTuber, Blogger oder Plastikfrei-Konsument: Wir alle haben ein gemeinsames Ziel. Den jährlich anfallenden Plastikmüll zu reduzieren und so unsere Umwelt und uns selbst zu retten. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Einstellung auch an andere weitergibst. Keiner erwartet dabei, dass nun alle plastikfrei leben werden. Es ist aber wichtig, dass sich zumindest alle mit dem Plastik-Problem auseinandersetzen und verstehen, welche Gefahr das Plastik für unsere Umwelt und auch uns selbst bedeutet. Allein schon deshalb, solltest du ein gutes Vorbild sein und erzählen, aus welchen Gründen du plastikfrei lebst.

5. Mithelfen

Den Strand von Plastikmüll zu befreien kostet jährlich mehrere Millionen Euro. Der Naturschutzbund (NABU) organisiert regelmäßig Hilfsaktionen, bei denen jeder unterstützen kann. Hier kannst du dem NABU direkt helfen. Viele Projekte wie zum Beispiel das StartUp „The Ocean CleanUp“ von Boyan Slat setzen sich für die Entsorgung von Plastikmüll aus dem Meer ein. So gibt es viele weitere Projekte, die man entweder finanziell oder persönlich unterstützen kann.

Tipp: Auch das Müll sammeln im Urlaub hat sich zu einem echten Trend entwickelt, der dich mit einzigartigen Menschen zusammenbringt, um etwas Gutes zu tun.

6. Aktionen organisieren

Du kannst auch ganz einfach dein eigenes CleanUp-Event organisieren. Lies dir dazu  meinen Artikel So organisierst du dein eigenes Beach CleanUp durch. Solche Events schweißen zusammen. Trage deinen eigenen Teil dazu bei, dass die Welt ein bisschen sauberer und plastikfreier wird und teile deine Aktionen in der weltweiten Facebook Gruppe CareElite CleanUps mit der ganzen Welt.

7. Reparieren

Schmeiß nicht alles gleich Weg, denn das ist nicht im Sinne des Zero Waste Lebensstils. Wenn dein Fahrrad einen Platten und noch ein paar andere Problemzonen hat, dann repariere es! Genauso gilt das für viele andere Dinge. Im Internet findest du für alles eine Anleitung!

8. Recyceln & Upcyceln

Recycling sollte nie die erste Lösung sein, denn der Prozess benötigt eine Menge Energie und verbraucht sehr viel Wasser. Überlege, ob du Dinge nicht vielleicht zu einer anderen coolen Sache upcyceln kannst. Beispielsweise aus alten Büchern übereinander gestapelt einen Zero Waste Hocker bauen. Nur eine Idee. Alles ist möglich. 😉

9. Dinge ausleihen

Wer plastikfrei leben möchte, dem ist auch dringend geraten, nicht alles Mögliche zu kaufen. Versuche stattdessen, auch mal Dinge auszuleihen und OnDemand zu verwenden, bevor es eine Woche später in der Ecke liegt. Bei Sachenausleihen.de kannst du dir z.B. Dinge wie Longboards, Bohrmaschinen und Co. nach Bedarf ausleihen. Mit gemeinschaftlichem Konsum Plastikmüll vermeiden!

10. Minimalisieren

Hast du schon einmal etwas vom Minimalismus gehört? Er besagt, dass du nur die Dinge besitzt, die du auch wirklich brauchst. Das macht dich glücklicher und spart eine Menge Geld. Hier lernst du mehr über das minimalistische Leben.

11. Ablehnen

Sag‘ auch einmal nein, um weniger Müll zu machen. Zum plastikfreien Leben gehört auch dazu, Dinge wie Flyer oder billige Kugelschreiber abzulehnen. Das sind nur zwei von vielen Beispielen, bei denen durch einfaches Nein Sagen Plastikmüll vermeiden kannst.

12. Müll trennen

Wenn sich Müll gar nicht vermeiden lässt, solltest du ihn wenigstens richtig trennen. Im Beitrag Müll richtig trennen lernst du, was in welche Tonne und was in den Sondermüll gehört.

13. Politisch engagieren

Als Konsument tun wir alles dafür, möglichst viele überflüssige Plastikverpackungen zu vermeiden. Dadurch setzen wir auch Politik und Wirtschaft unter Druck, den Markt an die geänderten Kundenbedürfnisse anzupassen. Doch Politik & Wirtschaftslobby hängen leider eng zusammen. Durch politisches Engagement in einer Partei, die sich gegen den Plastikmüll einsetzt und durch dein Kreuzchen bei Wahlen, kannst du die Entwicklung zu mehr unverpackten Waren selbst mitgestalten.

14. Produkte verändern

„Der Kunde ist König“ – das gilt auch im Supermarkt. Deshalb kannst du dem Marktleiter oder dem Hersteller eines irrsinnig verpackten Produktes auch ruhig Bescheid geben, wenn dich etwas stört. Je mehr Menschen deinem Beispiel folgen, desto schneller wird ein Anbieter auch auf Verbesserungsvorschläge eingehen.

Mit der App Replace Plastic kannst du zum Beispiel einen Produktcode einscannen und Herstellern automatisch über deinen Unmut Bescheid geben. Manchmal haben Menschen nämlich auch einfach nur Scheuklappen auf und müssen lediglich auf ein lösbares Problem hingewiesen werden.

Leben ohne Plastik – Geht das also?

Na klar geht das! Aber wie du merkst, ist es gar nicht so leicht im Plastik-Zeitalter plastikfrei zu leben. Unsere Gesellschaft hat sich an die Vorteile des Plastik-Konsums (siehe absurde Plastikverpackungen für Lebensmittel) gewöhnt, vergisst dabei leider zu oft die Nachteile und Risiken des Plastiks. Hinzu kommt die Ignoranz derer, die aktuell sehr gut an dem Plastik verdienen. Doch wenn du es bis zu diesem Artikel geschafft hast, gehörst du ja zu denjenigen, denen die Gefahr des Plastiks bewusst ist. Zero Waste ist ein smarter Lifestyle.

Setze doch einfach einmal die hier genannten Tipps für den Alltag ohne Plastik um und gebe mir dein Feedback. Ist es dir leichtgefallen? Was ging vielleicht gar nicht? Ich hoffe, dass wir die Bewegung zum plastikfreien Konsum weiter gemeinsam vorantreiben können. Erzähle einfach anderen von deinem plastikfreieren oder deinem plastikfreien Leben und teile auch gerne diesen Artikel. Denn gemeinsam können wir etwas bewegen!

Bleib‘ sauber,

Christoph von CareElite - Plastikfrei leben


PS.: Du kannst dir hier mein neues E-Book Schaff‘ den Müll weg kostenlos herunterladen oder hier den Online Kurs 30 Days to Zero Waste absolvieren, der dich in 30 Tagen Schritt für Schritt zu deutlich weniger Müll führt.

PPS.: Wenn du lieber ein Buch in den Händen hälst, als es digital zu lesen, dann bekommst du hier mein Buch Plastikfrei für Einsteiger. 🙂

Ich bin Christoph und unterstütze und organisiere Plastikmüll CleanUps auf der ganzen Welt, um den Plastikmüll aus der Natur zu entfernen. Bei CareElite gebe ich dir zusammen mit anderen umweltbewussten Bloggern Tipps & Tricks für ein natürlich-gesundes und vor allem nachhaltiges Leben, mit fantastischen Natur- und Wildlife-Erlebnissen.Wenn du möchtest, dass wir weiter mit voller Kraft an CareElite arbeiten, kannst du uns gern ein paar Taler für die technische Verbesserung der Webseite, CleanUp-Material und neue aufklärende Blogbeiträge in unsere Kaffeekasse werfen. So oder so - danke, dass du da bist! :-)

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